«Es war fürchterlich» Schauspielerin Andrea Sawatzki über das erste Treffen mit ihrem heutigen Mann

Bruno Bötschi

16.1.2026

Andrea Sawatzki und Christian Berkel gehören zu den bekanntesten Schauspieler-Paaren Deutschlands.
Andrea Sawatzki und Christian Berkel gehören zu den bekanntesten Schauspieler-Paaren Deutschlands.
Bild: Tobias Hase/dpa

War es Liebe auf den ersten Blick? «Nein, gar nicht. Es war fürchterlich», erinnert sich Andrea Sawatzki an das erste Aufeinandertreffen mit ihrem heutigen Mann Christian Berkel. Trotzdem heirateten die beiden 2011.

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  • Andrea Sawatzki und Christian Berkel gehören seit bald 30 Jahren zu den bekanntesten Schauspieler-Paaren der deutschsprachigen Filmbranche.
  • Kennengelernt hatte sich das Paar 1998 bei Dreharbeiten an der Nordsee, geheiratet wurde 13 Jahre später.
  • Seither führen Sawatzki und Berkel eine skandalfreie Beziehung – abseits der Filmsets und bisweilen auch vor den Kameras.
  • Der Film «Ein Taxi für zwei», welcher am Freitag, 16. Januar, 20.15 Uhr, von der ARD gezeigt wird, erinnert frappierend an ihr echtes, von Stolperfallen geprägtes Kennenlernen.

Mit dem Ehepartner den Berufsalltag teilen: Für viele ist das keine Wunschvorstellung. Für Andrea Sawatzki und Christian Berkel offenbar schon. Zumindest gelegentlich.

Nach «Scheidung für Anfänger», «Sportabzeichen für Anfänger» und «Entführen für Anfänger» ist das Schauspieler-Ehepaar nun erneut gemeinsam in einer turbulenten Komödie zu sehen.

«Taxi für zwei» lautet der Titel des Films, der am Freitag, 16. Januar, 20.15 Uhr, von der ARD gezeigt wird.

Andrea Sawatzki: «Es war fürchterlich»

Andrea Sawatzki und Christian Berkel gehören seit drei Jahrzehnten zu den bekanntesten Schauspieler-Paaren der deutschsprachigen Filmbranche. 2011 heirateten die beiden TV-Stars.

Kennengelernt hatten sich die heute 62-jährige Schauspielerin und Autorin und ihr fünf Jahre älterer Ehemann aber bereits 1998 bei Dreharbeiten an der Nordsee.

Ausgerechnet «Tod auf Amrum» hiess der Film – «aber wir leben beide noch», scherzte Sawatzki, als sie unlängst im ARD-Kneipen-Talk «Inas Nacht» auf jenen schicksalhaften Dreh angesprochen wurde.

Auf die Frage von Gastgeberin Ina Müller, ob es Liebe auf den ersten Blick gewesen sei, antwortete der ehemalige «Tatort»-Star deutlich: «Nein, gar nicht. Es war fürchterlich.»

Christian Berkel sei ihr schon am Flughafen unangenehm aufgefallen, als er mit zwei grossen Koffern ankam. «Der will doch nur nach Amrum so wie ich», sei ihr durch den Kopf gegangen. «Ich hatte nur einen kleinen Koffer. Da dachte ich: Was ist das denn für einer?»

Missverständnis brachte Berkel bei Sawatzki in Misskredit

Ausserdem habe sie gewusst, dass Christian Berkel damals in Scheidung lebte. «Wir waren die einzigen beiden Erwachsenen in diesem Krimi. Sonst haben nur Jugendliche mitgespielt», erinnerte sich Andrea Sawatzki bei «Inas Nacht». Und weiter: «Ich dachte: Jetzt muss ich mit jemandem, der in Scheidung lebt, vier Wochen auf so 'ner Insel verbringen.»

Sie selbst habe zu dieser Zeit ebenfalls in Trennung gelebt. «Ich hätte schon gerne jemanden kennengelernt. Aber da kam dieser Mann mit den zwei grossen Koffern, und ich dachte: Oh, mein Gott!»

Später habe sich jedoch herausgestellt, dass die beiden Koffer voll mit Büchern waren. «Das lag eben daran, dass Christian sehr viel liest», sagte Sawatzki. Sie habe irrtümlich gedacht, «das ist einer, der sich jeden Tag zehnmal umzieht».

Als das Missverständnis aufgeklärt war, erschien ihr der Berufskollege gleich viel anziehender: «Ich fand es toll, dass jemand zwei Riesen-Koffer Bücher mitnimmt. Und denkt, dass er nichts anderes braucht – bis er auf mich trifft.»

Berkel ist ein Misanthrop, Sawatzki die Romantikerin

Seither führen Andrea Sawatzki und Christian Berkel eine skandalfreie Beziehung – abseits der Filmsets und bisweilen auch vor den Kameras. Der aktuelle ARD-Film «Ein Taxi für zwei» erinnert dabei frappierend an ihr echtes, von Stolperfallen geprägtes Kennenlernen.

Berkel spielt den scheinbar gefühlskalten Misanthropen Gregor Basil. Der Griesgram ist Schriftsteller, allerdings ein wenig erfolgreicher, zumindest mit den Büchern, die er unter seinem eigenen Namen schreibt. Die kitschigen Liebesromane, die er unter dem Pseudonym «Vanessa Fox» verfasst – und hasst –, sind dagegen Bestseller.

Basil besteigt das Taxi der lebenslustigen, romantischen Elke (Sawatzki), in dem, wie so oft, der kitschige Soundtrack der französischen Teenie-Romanze «La Boum» erklingt: Bühne frei für den ersten köstlichen verbalen Schlagabtausch, dem noch sehr viele folgen werden.

Gregor ist es gewohnt, seine Mitmenschen mit seiner schroffen, abweisenden Art sprachlos zu machen. Doch mit der schlagfertigen Gute-Laune-Fee Elke hat er seine Endgegnerin getroffen.

Gregors Verlegerin Caroline (Lavinia Wilson) hat eine Idee: Eine Frau, die Vanessa Fox verkörpert, muss her. Und da kommt ganz zufällig Elke ins Spiel. Sie kann eine Finanzspritze gut gebrauchen und lässt sich daher trotz ihrer Aversion gegen Gregor auf das Lügenspiel ein.

Das kann ja heiter werden bis zur Preisverleihung, für die Gregor Elke nicht nur briefen, sondern auch einkleiden muss. Am Ende hat Elke ihre Rolle so verinnerlicht, dass die Streithähne sogar darüber diskutieren, wer von ihnen die wahre Vanessa ist …



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