«Wie im Krieg» Schweizer Auswanderer erleben Zyklon Harry in Sizilien hautnah

Noemi Hüsser

22.1.2026

Patrick Lo Giudice und Sabina Kilchenmann sind nach Sizilien ausgewandert und wurden dabei von der SRF-Sendung «Auf und davon» begleitet.
Patrick Lo Giudice und Sabina Kilchenmann sind nach Sizilien ausgewandert und wurden dabei von der SRF-Sendung «Auf und davon» begleitet.
Screenshot Instagram

Windböen und meterhohe Wellen: Der Zyklon «Harry» hat in Süditalien schwere Schäden angerichtet – mittendrin das Schweizer Auswanderer-Paar Sabina Kilchenmann und Patrick Lo Giudice.

Noemi Hüsser

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Der Zyklon Harry hat Süditalien mit Windböen über 100 km/h getroffen und grosse Schäden verursacht.
  • Das ausgewanderte Schweizer Paar Sabine Kilchenmann und Patrick Lo Giudice überstand den Sturm mit geringem Schaden.
  • Die Schäden im Osten Siziliens werden auf mindestens 15 Millionen Euro geschätzt.

In Süditalien wütete in den letzten Tagen der Zyklon Harry. Windböen von über 100 Kilometer pro Stunde fegten über die Gegend und Wellen von 6 bis 7 Metern trafen auf das Land. Für Dienstag sprach der Zivilschutz eine Warnung für weite Teile Siziliens, Kalabriens und Sardiniens aus.

In der Gefahrenzone wohnen auch die Sizilienauswanderer Sabina Kilchenmann und Patrick Lo Giudice, die in der 16. Staffel der SRF-Sendung «Auf und davon» begleitet wurden. Das Paar hat in Sizilien ein altes Restaurant gekauft und zu ihrem neuen Zuhause umgebaut.

Auf Instagram dokumentierten die beiden, wie sie den Sturm erlebten. Als Vorbereitung haben sie ihre Gartenmöbel gesichert oder verstaut. Die Fensterfront ihres Hauses fixierten sie mit Panzertape.

Während des Sturms in der Nacht auf Mittwoch mussten sie trotzdem zittern. «Ich habe ja nicht so schnell Angst, aber es war nicht mehr wohl. Ich dachte, es reisst unser Dach ab», sagt Patrick in einem Video, dass die beiden am Tag nach dem Sturm auf Instagram teilen.

Doch am Morgen nach dem Sturm zeigte sich das Paar erleichtert. Die Fenster haben gehalten. «Wir haben sehr Glück. Wir haben nur marginale Schäden», sagt Sabina im Video.

In den umliegenden Gemeinden und direkt am Meer sehe die Situation anders aus. «Dort sieht es aus wie nach dem Krieg», meint Patrick. Häuser in Nähe des Meeres seien teilweise komplett überschwemmt.

Die Zerstörung an der Küste in der Stadt Messina auf Sizilien.
Die Zerstörung an der Küste in der Stadt Messina auf Sizilien.
IMAGO/ZUMA Press

Tatsächlich bleiben in Sizilien vor allem Bilder der Zerstörung. Bäume sind umgeknickt, Häuser zerstört. Laut dem lokalen Newsportal taorminanews24.com werden die Schäden im Osten Siziliens auf mindestens 15 Millionen Euro geschätzt. Die Präfektin der Region hat bereits das Militär um Hilfe beim Wiederaufbau gebeten. Auch die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat angekündigt, die betroffenen Gebiete in den nächsten Tagen zu besuchen.


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