Hast du ihn erkannt?Schweizer Schauspiel-Star spielt Leiche im «Tatort»
Carlotta Henggeler
10.11.2025
«Tatort» im Check: Wie häufig ermorden Kinder ihre Eltern?
Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, links) und Johanna Stern (Lisa Bitter) befragen im «Tatort: Mike & Nisha» die Nachbarschaft eines verschwundenen Ehepaares.
Bild: SWR/Benoît Linder
Die Mittzwanziger Mike (Jeremias Meyer) und Nisha (Amina Merai) sind schwer verliebt und wollen heiraten.
Bild: SWR/Benoît Linder
Mike (Jeremias Meyer, Zweiter von links) erzählt seinen Eltern (Bruno Cathomas und Judith Hofmann, rechts), dass er seine neue Freundin Nisha (Amina Merai) heiraten will.
Bild: SWR/Benoît Linder
Nachbarn, direkt aus der Hölle: Gerlinde Wagner (Anna Stieblich, rechts), die ihre Mutter pflegt und schon mal Alkohol zur Unterstützung anwendet, und ihr Eigenbrötler-Nachbar Erwin Ramthor (Wolf Bachofner) verstehen sich nicht allzu gut.
Bild: SWR/Benoît Linder
Nisha (Amina Merai) hat persische Wurzeln. Ihre Mutter ist vor kurzem an Krebs gestorben, der Vater gilt als unbekannt.
Bild: SWR/Benoît Linder
Neben den etablierten Ermittlerinnen Odenthal (Ulrike Folkerts, rechts) und Stern (Lisa Bitter, zweite von links) ermitteln in Ludwigshafen mittlerweile auch die jungen Kräfte Nico Langenkamp (Johannes Scheidweiler) und Mara Hermann (Davina Chanel Fox).
Bild: SWR/Benoît Linder
Nachbar Erwin Ramthor (Wolf Bachofner) gilt als schwieriger Zeitgenosse.
Bild: SWR/Benoît Linder
Wird das Mörder-Pärchen gefasst, oder lässt sie das Drehbuch davonkommen?
Bild: SWR/Benoît Linder
«Tatort» im Check: Wie häufig ermorden Kinder ihre Eltern?
Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, links) und Johanna Stern (Lisa Bitter) befragen im «Tatort: Mike & Nisha» die Nachbarschaft eines verschwundenen Ehepaares.
Bild: SWR/Benoît Linder
Die Mittzwanziger Mike (Jeremias Meyer) und Nisha (Amina Merai) sind schwer verliebt und wollen heiraten.
Bild: SWR/Benoît Linder
Mike (Jeremias Meyer, Zweiter von links) erzählt seinen Eltern (Bruno Cathomas und Judith Hofmann, rechts), dass er seine neue Freundin Nisha (Amina Merai) heiraten will.
Bild: SWR/Benoît Linder
Nachbarn, direkt aus der Hölle: Gerlinde Wagner (Anna Stieblich, rechts), die ihre Mutter pflegt und schon mal Alkohol zur Unterstützung anwendet, und ihr Eigenbrötler-Nachbar Erwin Ramthor (Wolf Bachofner) verstehen sich nicht allzu gut.
Bild: SWR/Benoît Linder
Nisha (Amina Merai) hat persische Wurzeln. Ihre Mutter ist vor kurzem an Krebs gestorben, der Vater gilt als unbekannt.
Bild: SWR/Benoît Linder
Neben den etablierten Ermittlerinnen Odenthal (Ulrike Folkerts, rechts) und Stern (Lisa Bitter, zweite von links) ermitteln in Ludwigshafen mittlerweile auch die jungen Kräfte Nico Langenkamp (Johannes Scheidweiler) und Mara Hermann (Davina Chanel Fox).
Bild: SWR/Benoît Linder
Nachbar Erwin Ramthor (Wolf Bachofner) gilt als schwieriger Zeitgenosse.
Bild: SWR/Benoît Linder
Wird das Mörder-Pärchen gefasst, oder lässt sie das Drehbuch davonkommen?
Bild: SWR/Benoît Linder
Krimi-Fans erkannten ihn sofort: Bruno Cathomas, der Bündner Schauspieler und einstige Leiter der hessischen Mordkommission im «Tatort», spielt im Ludwigshafener Fall den bitterbösen Vater Gustav, der von seinem Sohn ermordet wird.
Schauspieler Bruno Cathomas kehrt im Ludwigshafener «Tatort: Mike & Nisha» in einer kurzen, aber intensiven Rolle als ermordeter Vater Gustav zurück.
Cathomas, einst selbst «Tatort»-Ermittler in Frankfurt, feiert damit ein ungewöhnliches Comeback als Leiche in einem psychologisch aufgeladenen Familiendrama.
Cathomas über die Rolle als Leiche: «Als Leiche herumzuliegen, war auch viel schwerer, als ich dachte.»
Sein Auftritt im Ludwigshafener «Tatort: Mike & Nisha» war ein denkwürdig kurzer – aber intensiver.
Der Laaxer Schauspieler Bruno Cathomas spielt den jähzornigen Familienvater Gustav, der seinen Sohn ständig kritisiert – und ausrastet, als er erfährt, dass dieser heiraten und Vater werden soll.
Mike und Nisha wiederum verlieren die Nerven – und ermorden Vater Gustav und Mutter Emilia Schaub (Judith Hofmann) kurzerhand kaltblütig.
Cathomas als Polizeichef Fosco Cariddi mit Ermittlerin Margarita Broich im Frankfurter «Tatort: Unter Kriegern» aus dem Jahr 2018.
HR/Bettina Müller
Eingefleischte «Tatort»-Fans haben den cholerischen Familienvater Gustav gleich erkannt, er ist im Sonntagsabend-Krimi-Universum kein Unbekannter: Gustav alias Bruno Cathomas war einst selbst Chef-Ermittler.
Er war im Frankfurter «Tatort» jahrelang der Boss von Margarita Broich und Wolfram Koch. Cathomas spielte von 2017 bis 2019 Fosco Cariddi, der Chef der Mordkommission und damit den hessischen Chefermittler.
Und jetzt feiert Bruno Cathomas ein kurzes TV-Comeback im «Tatort» – als Leiche. Denn bald wird klar, warum Gustav auf die Hochzeits- und Baby-News so verstört reagierte: Er ist auch der Vater von Mikes Verlobter Nisha – sein Sohn ist also gleichzeitig Nishas Halbbruder.
Eine verworrene Situation, die im Nu eskaliert und einen scheinbar harmlosen Sohn zum eiskalten Mörder werden lässt. Ein brutaler Psycho-Mord, der die Ermittlerinnen Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Kollegin Stern (Lisa Bitter) fordert.
Bruno Cathomas über seine Rolle im «Tatort»: «Ein richtiges Psycho-Kammerspiel, toll!»
«Dieses Familienessen war ja ein richtiges Psycho-Kammerspiel, das war eine richtige Herausforderung. Sowas ist für Schauspieler immer toll», so der Ex-«Tatort»-Star gegenüber der «Bild»-Zeitung.
Es war ein kurzer, prägnanter Auftritt, aber eine Rolle, an der Cathomas gefallen gefunden hat: «Die Leiche zu spielen, machte mir in diesem Fall sogar mehr Spass als jeder Kommissar», sagt er begeistert und doppelt nach: «denn es war nicht nur die Leiche, sondern auch vorher die Rolle dieses fiesen Vaters. Das war eine schöne Aufgabe.»
Eine Leiche zu spielen, sei alles andere als einfach, sogar für einen erfahrenen Schauspieler wie Cathomas: «Als Leiche herumzuliegen, war auch viel schwerer, als ich dachte. Ich durfte ja nicht atmen und mich nicht bewegen – und das minutenlang. Eine ganz spezielle Konzentrationsübung – vor allem für so einen aktiven Menschen wie mich», erklärte er.
Im «Tatort» übernimmt zudem eine weitere bekannte Schweizer Schauspielerin eine zentrale Rolle: Judith Hofmann («Rosie», «Der Unschuldige») verkörpert an der Seite von Cathomas die Mutter Emilia Schaub.
Bruno Cathomas, in Deutschland eine grosse Nummer
Der Bündner Bruno Cathomas, 1965 in Laax geboren, zählt zu den profiliertesten Schweizer Schauspielern. Nach seiner Ausbildung an der Schauspielakademie Zürich spielte er an renommierten Bühnen wie der Berliner Volksbühne, dem Theater Basel, dem Thalia Theater Hamburg und dem Schauspiel Köln.
Neben zahlreichen Theaterrollen war er auch in Filmen wie «Viehjud Levi» und «Chicken Mexicaine» zu sehen – für Letzteren erhielt er den Schweizer Filmpreis. 2024 wechselte Cathomas ans Burgtheater Wien. Jetzt feiert er ein Krimi-Comeback als «Tatort»-Leiche.
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