Krise im norwegischen Königshaus Schwere Prüfung für die Beziehung zwischen Mette-Marit und Haakon

Bruno Bötschi

21.7.2025

Lassen sich die Laune trotzallem nicht verderben: Prinz Sverre Magnus, Kronprinzessin Mette-Marit, Prinzessin Ingrid Alexandra  und Kronprinz Haakon am norwegischen Nationalfeiertag im Mai 2025.
Lassen sich die Laune trotzallem nicht verderben: Prinz Sverre Magnus, Kronprinzessin Mette-Marit, Prinzessin Ingrid Alexandra und Kronprinz Haakon am norwegischen Nationalfeiertag im Mai 2025.
Bild. Lise Åserud/NTB/dpa

Am Sonntag wurde der norwegische Thronfolger Haakon 52 Jahre alt. Die Festlaune der Royals war möglicherweise getrübter als in anderen Jahren. Der Skandal von Marius Borg Høiby setzt dem Königshaus zu.

Bruno Bötschi

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Monatelang wurde ermittelt: Die norwegische Polizei wirft Marius Borg Høiby, dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, mehr als 20 mutmassliche Straftaten vor.
  • Ob sich die Straftaten auf die Beziehung des norwegischen Kronprinzenpaares negativ auswirke, wollte die norwegische Online-Zeitung «Nettavisen» von Beziehungsexpertin Tone Haldorsen wissen.
  • Haldorsen ist der Meinung, dass es gut um die royale Ehe stehe: «Nach aussen hin wirkt das Paar recht stabil.»

Die norwegische Königsfamilie hätte gestern Sonntag allen Grund gehabt zum Feiern: Kronprinz Haakon wurde 52 Jahre alt.

Möglicherweise war die royale Geburtstagslaune aber etwas getrübter als in den Jahren davor: Nicht nur, dass Kronprinzessin Mette-Marit unheilbar an einer chronischen Lungenfibrose leidet, seit fast einem Jahr setzt zudem der Skandal von Marius Borg Høiby dem Königshaus immer wieder zu.

Der 28-Jährige stammt aus einer früheren Beziehung von Mette-Marit und ist kein offizielles Mitglied der Königsfamilie. Er trägt deshalb auch keinen Prinzentitel.

Marius Borg Høiby werden von der Staatsanwaltschaft mehrere schwere Straftaten vorgeworfen, darunter drei schwere Sexualdelikte und Drogenhandel.

Demnächst entscheidet die Behörden, ob Høiby angeklagt werden soll und ob der Fall vor Gericht kommen wird. Wegen des aktuellen Medienrummels steht das Kronprinzenpaar deshalb aktuell unter grossem Druck.

Wirken sich die Straftaten auf die royale Beziehung aus?

Ob sich die möglichen Straftaten von Marius auf die Beziehung des norwegischen Kronprinzenpaares auswirke, wollte die norwegische Online-Zeitung «Nettavisen» von Beziehungsexpertin Tone Haldorsen wissen.

Antwort: «Nein.»

Die Therapeutin ist vielmehr überzeugt, dass die aktuell widrigen Umstände die Beziehung zwischen Mette-Marit und Haakon sogar noch stärke.

Die norwegische Polizei wirft Marius Borg Høiby, dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, mehr als 20 mutmassliche Straftaten vor.
Die norwegische Polizei wirft Marius Borg Høiby, dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, mehr als 20 mutmassliche Straftaten vor.
Bild: Lise Aserud/NTB/dpa

Als Haakon von Norwegen im Jahr 2001 die Bürgerliche Mette-Marit heiratete, habe er eben auch zu Mette-Marits Sohn Marius «Ja» gesagt.

Zudem liebe Haakon Marius als Vater genauso wie seine zwei eigenen Kinder Ingrid Alexandra (21) und Sverre Magnus (19).

Beziehung des Kronprinzenpaar wirkt «recht stabil»

Dass sich so eine familiäre Krise auf das Zusammenleben von Mutter und Stiefvater auswirken könnte, wäre nur nachvollziehbar.

Als eines der bekanntesten Paare Norwegens sei der Druck auf Mette-Marit und Haakon, so Tone Haldorsen, «hinsichtlich der richtigen und falschen Vorgehensweise besonders hoch».

Eine solch schwierige Situation könne innerhalb einer Beziehung zu Konflikten darüber führen, wie mit der Krise umgegangen werden soll. Aktuell sei es deshalb für Mette-Marit und Haakon besonders wichtig, miteinander über ihre Gefühle zu sprechen und sich allenfalls auch professionelle Hilfe zu suchen.

Tone Haldorsen ist jedoch der Meinung, dass es gut um die royale Ehe stehe. «Nach aussen hin wirkt das Kronprinzenpaar recht stabil», so die Beziehungsexpertin in «Nettavisen».

Dies könne auch daran liegen, dass das Paar schon in der Vergangenheit schwere Zeiten miteinander durchgestanden habe. Zum Beispiel zur Zeit ihrer Verlobung, als Mette-Marit für ihre Vergangenheit kritisiert wurde.

Haldorsen glaubt deshalb, dass Mette-Marit und Haakon die aktuelle Krise besser bewältigen können, weil sie «an Kritik und die öffentliche Aufmerksamkeit für private Angelegenheiten gewöhnt sind.»


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