«Nie zuvor gesehen» Seltenheit entfacht bei «Bares für Rares» wilde Bieter-Schlacht

Bruno Bötschi

18.3.2026

Horst Lichter und war hin und weg vom Schubladenschränkchen, das Vanessa aus Essingen verkaufen wollte. «Und das ist auch noch voll?», staunte der Moderator weiter, als Expertin Bianca Berding die Schubladen öffnete.
Horst Lichter und war hin und weg vom Schubladenschränkchen, das Vanessa aus Essingen verkaufen wollte. «Und das ist auch noch voll?», staunte der Moderator weiter, als Expertin Bianca Berding die Schubladen öffnete.
Bild: ZDF

Ein Schubladenschränkchen sorgt in der ZDF-Trödelshow «Bares für Rares» für Begeisterung. Moderator Horst Lichter ist hin und weg – und im Händlerraum wird danach der Verkauf schnell «zur persönlichen Sache».

Teleschau

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  • Ein kleines Schubladenschränkchen löste in der ZDF-Trödelshow «Bares für Rares» viel Begeisterung aus.
  • Moderator Horst Lichter war sofort hin und weg, und im Händlerraum wurde der Verkauf schnell zur persönlichen Angelegenheit.
  • Die drei Händler*innen Elke Velten, Jan Cizek und Anaisio Guedes steigerten sich in ein hitziges Gefecht – in Zehn-Euro-Schritten überboten sich die drei Interessierten bis auf ...

In der ZDF-Trödelshow «Bares für Rares» war sich Moderator Horst Lichter beim Anblick eines seltenen Fundstücks sofort sicher: «Das muss jedem gefallen.» Recht hatte er.

Denn das Objekt mit «1000 Schubladen» löste im Händlerraum ein hitziges Bietergefecht aus, das zwischen drei Händler*innen plötzlich zur «persönlichen Sache» wurde.

«Ich liebe so Kästchen mit 1000 Schubladen», gestand Lichter und war sofort hin und weg von dem Schränkchen, das Vanessa aus Essingen im Auftrag verkaufen wollte.

Das Kleinmöbel hatte ihr Grossvater vor vielen Jahren einer Wäscherei abgekauft. «Und das ist auch noch voll?», staunte Lichter weiter, als Expertin Bianca Berding die Schubladen öffnete.

«Da sind alte Wäschezeichen drin», erklärte sie und Lichter erinnerte sich plötzlich an einen Kuraufenthalt: «Ich war als Kind auf Quark-Kur in Bad Kissingen und da hatte jedes Kleidungsstück von mir so ein Zeichen mit meinem Namen drauf. Bis heute mag ich keinen Quark mehr» – dafür aber umso mehr hübsche Kästchen ...

Expertin Berding: «Das ist unfassbar»

«Das muss eigentlich jedem gefallen», schien Horst Lichter überzeugt und Expertin Berding nickte zustimmend. Sie datierte das Schränkchen in den Zweitraum ab 1910 bis in die 1930er-Jahre.

«Ich habe sowas noch nie gesehen, das ist wirklich selten», denn alle Schubladen waren nahezu vollständig befüllt. «Das ist unfassbar», staunte Berding.

Im Händlerraum sorgte das kleine Möbelstück für grosse Augen und jede Menge Interesse bei Jan Cizek, Elke Velten und Anaisio Guedes – am Ende erhielt Händlerin Velten den Zuschlag für 500 Euro.
Im Händlerraum sorgte das kleine Möbelstück für grosse Augen und jede Menge Interesse bei Jan Cizek, Elke Velten und Anaisio Guedes – am Ende erhielt Händlerin Velten den Zuschlag für 500 Euro.
Bild: ZDF

«Sogar noch original verpackt», fügte Lichter hinzu, als Berding die unterschiedlichen Buchstaben und Schriftarten aus den Schubladen holte. Die alten Wäschezeichen waren aus Leinen, weil der Stoff «so gut wie alles aushält», laut Expertin. Leider hatten einige Schubladen keine Griffe mehr und der Zustand des Kästchens war «sehr gebraucht».

Zudem konnte Bianca Berding keinen Hersteller des Möbels aus gebeiztem Pechkiefer ausfindig machen. «Das kann eine kleine Werkstatt gewesen oder auch industriell gefertigt worden sein», erläuterte die Expertin. Der fehlende Nachweis «ist aber auch gar nicht so wichtig», denn das Objekt war ein absoluter Hingucker – selbst mit den vielen Kratzern im Holz.

«Das ist ein Kuriosum, sehr hübsch, sehr schön», fasste Lichter zusammen und fragte nach dem Wunschpreis. Vanessas Grossvater würde sich über 500 Euro für sein Stück freuen.

Auch Berding schätzte 500 bis 600 Euro, denn «diese Schränkchen sind begehrt». Lichter staunte nur noch mehr, denn: «Damit hätte ich nicht gerechnet, ich dachte an einen Hunni.»

Lichter: «Damit hätte ich nicht gerechnet»

Auch im Händlerraum sorgte das kleine Möbelstück für grosse Augen und jede Menge Interesse. Jan Cizek und Anaisio Guedes fanden vor allem den Inhalt der Schubladen spannend und nahmen die Wäschezeichen ganz genau unter die Lupe.

«Das ist eine Rarität», bestätigte Daniel Meyer, denn auch er wusste: «Jeder sucht Schränkchen mit vielen Schubladen.»

«Bares für Rares»-Moderator Horst Lichter war beim Anblick eines Schubladenschränkchen sofort sicher: «Das muss jedem gefallen.»
«Bares für Rares»-Moderator Horst Lichter war beim Anblick eines Schubladenschränkchen sofort sicher: «Das muss jedem gefallen.»
Bild: ZDF

Christian Vechtel startete mit einem ersten Gebot in Höhe von 100 Euro. Doch die wurden schnell überboten – denn alle im Händleraum mischten mit.

Als Cizek 400 Euro erreichte, verabschiedete sich Vechtel jedoch und erklärte der Verkäuferin: «Jetzt ist es eine persönliche Sache zwischen diesen dreien» – Elke Velten, Jan Cizek und Anaisio Guedes.

In Zehn-Euro-Schritten überboten sich die drei Interessierten bis auf 500 Euro. «Da bin ich raus», war Guedes der nächste, der das hitzige Bietergfecht verliess. Danach schloss sich Cizek an und jammerte: «Ich wollte das Kästchen unbedingt haben.» So erhielt Händlerin Velten für das Höchstgebot von 500 Euro den Zuschlag.

«Ich liebe solche Kästchen», freute sich Elke Velten über ihren Neuzugang. Und auch Verkäuferin Vanessa war «überglücklich», dass sie für ihren Grossvater die gewünschten 500 Euro erzielt hatte.

Denn «als die Runde mit 100 Euro startete, habe ich echt nicht gedacht, dass der Preis am Ende noch so hoch geht», erzählte sie am Ende der ZDF-Trödelshow.


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