«Berlin schont dich nicht» So knallhart erlebte Idris Elba den Untergrund beim «Hijack»-Dreh

Bruno Bötschi

17.1.2026

Die zweite Staffel «Hijack» auf Apple TV+ wurde in Berlin gedreht. Hauptdarsteller Idris Elba erlebte die Stadt intensiv.
Die zweite Staffel «Hijack» auf Apple TV+ wurde in Berlin gedreht. Hauptdarsteller Idris Elba erlebte die Stadt intensiv.
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In der neuen Staffel «Hijack» geht es von ganz oben nach ganz unten: Als Verhandler Sam Neelson verschlägt es Schauspieler Idris Elba in die U-Bahn-Tunnel unter Berlin.

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  • Die Berliner U-Bahn ist Schauplatz der zweiten Staffel von «Hijack», die auf Apple TV+ zu sehen ist.
  • Schauspieler Idris Elba spielt darin einen Passagier, der den Tod seines Sohnes rächen will.
  • «Diese Stadt schont dich nicht», beschreibt der Schauspieler die Dreharbeiten. Viel Bewegung, viele Menschen, viele Eindrücke – genau das habe sich für die Serie richtig angefühlt.

Berlin wird zum Nervenzentrum der zweiten Staffel von «Hijack», die seit dieser Woche auf Apple TV+ zu sehen ist. Statt über den Wolken spielt der Thriller nun unter der Erde – in der Berliner U-Bahn.

Eine bewusste Entscheidung, wie Regisseur Jim Field Smith erklärt: «Man kann kein Gebäude entführen – nur ein Transportmittel.»

Nach der ersten Staffel im Flugzeug sei für ihn klar gewesen, dass auch die Fortsetzung an einen Ort führen müsse, den jeder kennt – und der Enge, Abhängigkeit und Kontrollverlust erzeugt. «In Staffel zwei sind sie wieder in einem Metallrohr gefangen – aber diesmal rast es unter der Stadt entlang.»

Serienmacher Jim Field Smith lebte einst in Berlin

Dass die Wahl auf die deutsche Hauptstadt fiel, hatte für den Serienmacher mehrere Gründe. Field Smith lebte selbst als Kind von 1989 bis 1991 in der deutschen Hauptstadt – in einer Zeit des Umbruchs.

Regisseur Field Smith lebte als Kind von 1989 bis 1991 in Berlin – in einer Zeit des Umbruchs.
Regisseur Field Smith lebte als Kind von 1989 bis 1991 in Berlin – in einer Zeit des Umbruchs.
Bild: Getty Images

«Das war eine prägende Phase – für die Stadt und für mich», sagt der 46-Jährige. Deutschland habe eine besondere Geschichte im Umgang mit Extremsituationen, auch in der Frage, wie Behörden auf Terror reagieren. Genau diese kulturelle Spezifika habe man erzählerisch nutzen wollen.

Hinzu kommt Berlins einzigartige Topografie. «Die U-Bahn ist voller Geschichte», erklärt Smith. Durch die Teilung der Stadt gebe es verlassene Stationen, Geisterbahnhöfe, verborgene Orte. «Die Idee, dass Sam Nelson sich physisch und emotional unter dieser Stadt verlieren kann, war unglaublich stark.»

Berlin sei zudem der ideale Ort, um Sam, gespielt von Idris Elba, bewusst aus seiner Komfortzone zu holen: kein Zuhause, keine vertraute Sprache, keine Ansprechpartner.

Idris Elba spielt einen traumatisierten Mann

Auch Hauptdarsteller Idris Elba selbst erlebte Berlin intensiv – vor allem unter der Erde. Gedreht wurde teils direkt auf den Gleisen, nachts, mit gesperrten U-Bahn-Abschnitten. Eine zentrale Sequenz entstand am Alexanderplatz.

«Das ist ein wenig wie King's Cross in London – sehr gross, sehr belebt», sagt Elba. Für ihn war Berlin mehr als nur Kulisse. «Diese Stadt schont dich nicht», beschreibt Elba seine Zeit dort. Viel Bewegung, viele Menschen, viele Eindrücke – genau das habe sich für die Serie richtig angefühlt.

Inhaltlich ist Sam Nelson in Staffel zwei ein anderer Mann. Zwischen den Ereignissen der ersten Staffel und dem Neustart in Berlin liegt viel Ungesagtes.

Idris Elba beschäftigte sich intensiv mit den Nachwirkungen von Trauma – besonders damit, wie Männer damit umgehen. 


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