Neu beim RTL-Magazin «Exclusiv» Rebecca Mir: «Solange es nicht unter die Gürtellinie geht, bin ich nicht empfindlich»

Bruno Bötschi

17.1.2026

«Ich finde, kleine Pannen gehören einfach dazu. Sie machen das Ganze menschlich, und daraus lernt man ja auch»: Rebecca Mir moderiert seit vergangener Woche «Exclusiv – Das Starmagazin» bei RTL.
«Ich finde, kleine Pannen gehören einfach dazu. Sie machen das Ganze menschlich, und daraus lernt man ja auch»: Rebecca Mir moderiert seit vergangener Woche «Exclusiv – Das Starmagazin» bei RTL.
Bild: Stephan Pick

Bei «Germany's Next Topmodel» wurde Rebecca Mir 2011 Zweite, später moderierte sie das Promi-Magazin «taff». Nun beginnt sie bei RTL eine neue Karriere. Worauf sie sich am meisten freut, verrät sie im Interview.

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  • Das neue Jahr 2026 begann für Rebecca Mir mit einem neuen Job: Vergangenen Montag stand sie erstmals für «Exclusiv - Das Starmagazin» bei RTL vor der Kamera.
  • Worauf sie sich bei ihrem neuen Job am meisten freut, und was sie sich von ihrer erfahrenen Kollegin Frauke Ludowig abschauen will, verrät die 34-Jährige im Interview.
  • Ausserdem spricht das Model, das 2011 in der 6. Staffel von «Germany's Next Topmodel» den zweiten Platz belegte und mit «Let's Dance»-Profi Massimo Sinató einen vierjährigen Sohn hat, über Schein und Sein in den sozialen Medien.

Frau Mir, was sind Ihre guten Vorsätze für die kommenden zwölf Monate?

Ich würde sagen: einen schönen Start bei «Exclusiv» (lacht). Ansonsten freue ich mich einfach auf das neue Jahr und die neuen Herausforderungen. Ich hoffe, dass ich ganz viel Neues dazulerne.

Worauf freuen Sie sich bei Ihrem neuen Job am meisten?

Ich glaube, dass es sehr cool wird, den Stars so hautnah zu sein und Interviews zu führen.

Welchen Star würden Sie gerne einmal persönlich treffen?

Meryl Streep. Die finde ich richtig cool. Sie ist eine super Schauspielerin und ich mag ihren Humor.

Welcher ist Ihr Lieblingsfilm von ihr?

Da gibt es so viele. Man denkt bei ihr vielleicht zuerst an leichte Unterhaltung, aber sie hat auch so viele Thriller gemacht. Aber ich glaube, ich finde sie auch einfach vom Typ her cool. Demnächst erscheint «Der Teufel trägt Prada 2». Darauf freue ich mich sehr.

Die Arbeit mit bekannten Menschen kennen Sie bereits von Promi-Magazin «taff» bei Pro7. Sind Sie vor Ihrem Neuanfang bei «Exclusiv» überhaupt noch aufgeregt?

Ja. Auf jeden Fall. Es ist eine andere Sendung. Aber irgendwann komme ich da dann auch wieder in eine Routine rein.

Rebecca Mir und «Let's Dance»-Profitänzer Massimo Sinató haben zusammen einen vierjährigen Sohn.
Rebecca Mir und «Let's Dance»-Profitänzer Massimo Sinató haben zusammen einen vierjährigen Sohn.
Bild: Getty Images for ABOUT YOU Fashion Ball

Wie unterscheidet sich Ihre Arbeit bei beiden Formaten?

Das kann ich bis jetzt nicht sagen, das werde ich dann sehen (lacht). Der grösste Unterschied ist, dass ich bei «Exclusiv» allein vor der Kamera stehe. Und es dreht sich vieles um die Welt der Stars und Sternchen. Es ist sehr glamourös.

Wie war es, die TV-Show «taff» nach 13 Jahren zu verlassen?

Das war ein grosser Schritt für mich. Aber ich hatte irgendwie das Gefühl, dass es einfach der richtige Zeitpunkt war, einfach mal etwas Neues auszuprobieren. Ich bin sehr dankbar für meine Zeit bei «taff» und habe dort auch wirklich Freunde fürs Leben kennengelernt.

Was ist Ihre schönste Erinnerung an «taff»?

Das Schönste für mich war immer das Team vor Ort. Mit den Leuten am Set halte ich nach wie vor den Kontakt. Wir telefonieren.

Gab es vielleicht auch eine Situation, die Sie gerne vergessen würden?

(Lacht) Ach, nein. Ich finde, kleine Pannen gehören einfach dazu. Sie machen das Ganze menschlich, und daraus lernt man ja auch.

Ihre neue Kollegin Frauke Ludowig hat Sie als ihre Wunschkandidatin für die Moderation bei «Exclusiv» bezeichnet. Gibt Ihnen das einen extra Auftrieb?

Die Frauke ist der Hammer. Sie ist sehr lustig und unterhaltsam. Wir haben uns in den letzten Jahren immer mal wieder auf Veranstaltungen gesehen. Ich würde auch sagen: Das ist ein perfect match und macht mir den Einstieg natürlich auch noch einfacher.

Als Frauke Ludowig mit «Exclusiv» am 2. Mai 1994 anfing, waren Sie gerade einmal zwei Jahre alt. Was wollen Sie sich von Ihrer erfahrenen Kollegin noch abschauen?

(Lacht) Wer weiss, vielleicht gibt sie mir noch den ein oder anderen Tipp. Ich glaube, gerade wenn es um Star-Interviews geht, wird sie mir sicher noch den ein oder anderen Rat geben können, wie man es schafft, noch mehr Geheimnisse zu entlocken.

Kürzlich sorgten Sie mit einem Foto mit einer roten Kurzhaarperücke für Schlagzeilen. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie sehen, dass so ein Spass heute gleich eine Schlagzeile wert ist?

(Lacht) Ach, das ist ja alles nett. Ich habe das Foto selbst veröffentlicht. Das war von einem Beauty-Shooting. Ich probiere mich da gerne aus. Bei meinen echten Haaren bin ich mir bis heute treu geblieben. Aber zwischendurch habe ich gelegentlich das Bedürfnis, etwas Neues auszuprobieren, und mache das dann in einem Shooting. Natürlich gibt es, wenn ich so etwas poste, auch immer mal wieder Menschen, denen das nicht gefällt. In meiner Branche muss man sich ein dickes Fell wachsen lassen. Das habe ich mit der Zeit gelernt.

Sind Sie oft mit Hasskommentaren konfrontiert?

Ich bleibe davon nicht komplett verschont, aber ich glaube, es gibt andere Prominente, die noch doller angefeindet werden und sich täglich damit rumschlagen müssen. Ich finde das einfach nur traurig, denn ich würde niemals einer Person, die ich nicht persönlich kenne, irgendwas Negatives schreiben. Ich finde, jeder, der solche Kommentare schreibt, sollte sich ernsthaft fragen: Würde er das der Person auch ins Gesicht sagen, wenn er sie auf der Strasse trifft? Ich glaube, 99 Prozent der Menschen würden das nicht machen.

«Sie ist der Hammer. Sie ist sehr lustig und unterhaltsam»: Rebecca Mir über Frauke Ludowig, ihre Moderationskollegin beim Sender RTL.
«Sie ist der Hammer. Sie ist sehr lustig und unterhaltsam»: Rebecca Mir über Frauke Ludowig, ihre Moderationskollegin beim Sender RTL.
Bild: Stephan Pick

Wie gehen Sie mit Hasskommentaren um?

Wenn es um Kommentare geht, die mich selbst angreifen, bin ich da nicht sonderlich empfindlich, solange es nicht unter die Gürtellinie geht. Aber wenn ich ein Bild mit Freunden oder mit meiner Familie poste und der Kommentar nicht gegen mich, sondern gegen andere gerichtet ist, bin ich eher empfindlicher, weil ich nicht weiss, wie meine Freunde mit solchen Kommentaren umgehen werden. Die nehmen sich das vielleicht zu sehr zu Herzen.

Kommt das oft vor, dass Ihre Lieben online angegangen werden?

Das ist schon vereinzelt schon mal passiert. Im Internet fühlen sich viele Menschen leider so anonym, dass sie schnell mal einen Hasskommentar schreiben. Deshalb finde ich die Diskussion, ob es strengere Regeln für den Umgang mit Social Media geben sollte, auch richtig. Gerade bei Kindern. Die sind alle noch so jung und schon auf TikTok unterwegs. Das finde ich traurig, denn Mobbing passiert nicht nur draussen im echten Leben, sondern vor allem auch online. Dahingehend müsste viel mehr Schutz da sein.

Wären Sie dann auch eine Befürworterin von einem Mindestalter für Social Media, wie es derzeit in Australien durchgesetzt wurde?

Ja. Ich bin selbst Mama. Unser Sohn ist mit viereinhalb natürlich noch weit von der Thematik entfernt. Irgendwie gehören Social Media und Internet im Leben der Kinder natürlich dazu. Sie lernen ja auch viel damit, am Tablet oder in den Schulen. Aber ich finde, für Social Media braucht man schon eine gewisse Reife. Damit man mit den Dingen, die man dort sieht, umgehen kann. Auch was die Eigenwahrnehmung angeht, denn sonst könnten manche Kinder dazu neigen, sich zu sehr mit gephotoshoppten Fotos von Supermodels zu vergleichen.

Als Model haben Sie auf diesen Aspekt möglicherweise auch einen besseren Blick …

Ja. Ich kenne das Modelleben, und es macht mir wahnsinnig viel Spass. Aber was viele vergessen: Am Ende sieht der Endkonsument ein wunderschönes Foto. Darauf sehen meine Haare perfekt aus, ich trage ein schönes Make-up, die Haut sieht toll aus und alles ist shiny. Doch was die meisten nicht bedenken, ist, dass ein Make-up-Artist zwei Stunden braucht, um mir die Haare so zu machen, Währenddessen macht eine zweite Person mein Make-up, was auch eine Stunde dauert. Dann habe ich beim Shooting perfektes Licht, während ein Fotograf mich aus dem perfekten Winkel fotografiert … All das muss man bei der Bewertung eines Fotos mitbedenken. Denn so perfekt bekäme ich das Foto zu Hause auch nicht hin.

Zurück zu «Exclusiv»: Welche weiteren Ziele verfolgen Sie jenseits davon bei RTL?

(Lacht) Ich würde sagen, ich fang erst mal an. Ich bin wahnsinnig dankbar, dass ich «Exclusiv» machen darf, weil das so ein starkes und grosses Format ist. Ich freu mich einfach auf diese glamourösen Themen. Was dann noch kommt, mal schauen.

Werden Sie sich Ihre erste Sendung im Nachhinein nochmal mit kritischem Blick anschauen?

Definitiv. Ich bin sehr selbstkritisch. Gerade vor den ersten Sendungen ist man schon sehr aufgeregt. Da brauche ich sicher zwei, drei Sendungen, um ein Gefühl dafür zu bekommen und reinzukommen. Da werde ich mir die Sendung im Nachhinein schon angucken und schauen: Was finde ich gut? Was könnte ich noch verbessern? Aber nach ein paar Sendungen lässt das sicher wieder nach.


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