«Posthume Ehrenbeleidigung» Familiendrama um Niki Laudas Erbe – Vorwürfe gegen Witwe

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9.11.2025 - 23:37

Birgit und Niki Lauda am Laureus World Sports Awards 2016 in Berlin. 
Birgit und Niki Lauda am Laureus World Sports Awards 2016 in Berlin. 
IMAGO/MG

Seit dem Tod von Niki Lauda 2019 tobt ein erbitterter Streit um sein Millionenvermögen. Nun äussert sich erstmals sein langjähriger Anwalt – mit schwerem Vorwurf gegen die Witwe: eine «posthume Ehrenbeleidigung».

Redaktion blue News

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  • Nach Niki Laudas Tod 2019 tobt ein Erbstreit um 30 Millionen Euro, in dem seine Witwe Birgit gegen die festgelegten Stiftungs- und Erbschaftsregelungen klagt.
  • Stiftungsvorstand Haig Asenbauer widerspricht öffentlich Birgits Darstellung und betont, Lauda habe Mia und Max bevorzugt bedacht; bislang seien 15 Millionen Euro an sie und ihre Kinder geflossen.
  • Ein Gericht wies eine ihrer Klagen ab und verurteilte sie zu 700'000 Euro Verfahrenskosten – Asenbauer wirft ihr vor, durch ihr Vorgehen letztlich ihren eigenen Kindern zu schaden.

Seit dem Tod des legendären Rennfahrers Niki Lauda im Jahr 2019 ist ein verbitterter Erbstreit um sein beträchtliches Vermögen entbrannt.

Der langjährige Anwalt und Vertraute Laudas, Haig Asenbauer, hat sich nun erstmals öffentlich zu den Vorwürfen gegen Laudas Witwe Birgit geäussert. In einem Interview mit der «Bild» kritisiert er scharf die Klagen, die Birgit Lauda gegen die Erbschaftsregelungen eingereicht hat.

Asenbauer spricht von einer «posthumen Ehrenbeleidigung», die seit fast sechs Jahren andauere. Birgit Lauda hatte ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes gegen die festgelegten Erbschafts- und Stiftungsregelungen geklagt.

Diese beinhalten unter anderem zwei luxuriöse Immobilien, einen Fuhrpark, Urlaubsreisen, Schulgelder und monatliche Zahlungen in fünfstelliger Höhe. Insgesamt geht es um mehr als 30 Millionen Euro.

Die Rolle der Stiftung

Der Stiftungsvorstand, zu dem auch Asenbauer gehört, sieht sich gezwungen, die kursierenden Behauptungen über Niki Lauda zu korrigieren. Es wird behauptet, Lauda habe seine Kinder Mia und Max «vergessen» oder «übergangen». Asenbauer stellt klar, dass Lauda verfügt habe, dass Mia und Max mehr vom Stiftungsvermögen erhalten sollen als andere Familienmitglieder.

In den letzten sechs Jahren seien über 30 Millionen Euro an Laudas Familie ausgezahlt worden, davon 15 Millionen an Birgit Lauda und ihre Kinder. Asenbauer betont, dass nur wenige Stiftungen in Österreich solche Summen auszahlen. Die Darstellung von Birgit Lauda, sie habe Erfolge vor Gericht erzielt, sei laut Asenbauer eine «Fantasie- und Wunschvorstellung».

Rechtliche Auseinandersetzungen

Birgit Lauda hat die Privatstiftung Lauda auf 22 Millionen Euro und eine Tochtergesellschaft der Stiftung auf 8,5 Millionen Euro verklagt. Sie betrachtet dies als ihren Pflichtteil und ist der Meinung, dass die bisherigen Zahlungen unzureichend seien. Beide Gerichtsverfahren sind in erster Instanz abgeschlossen.

Die Klage über 8,5 Millionen Euro wurde abgewiesen, und Birgit Lauda wurde zur Zahlung der Verfahrenskosten von 700'000 Euro verurteilt. Sie hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Das Urteil im zweiten Verfahren wird in den kommenden Wochen erwartet.

Auswirkungen auf die Familie

Asenbauer wirft Birgit Lauda vor, dass ihre Forderungen letztlich zulasten ihrer eigenen Kinder gehen. Niki Lauda habe festgelegt, dass bei Klagen einer Mutter die jeweiligen Kinder belastet werden, um eine ausgewogene Vermögensverteilung zwischen den Familien zu gewährleisten.

Birgit Lauda ignoriere, dass ihre Klagen wirtschaftlich gegen ihre eigenen Kinder Max und Mia gerichtet seien. Im Gegensatz dazu erkennen Marlene, Lukas und Matthias die grosszügige Versorgung an, während Birgit Lauda die Verfügungen von Niki gerichtlich anfechte.

Der Anwalt betont, dass Birgits Handlungen ihren eigenen Kindern schaden, da jeder Euro, den sie der Stiftung entzieht, letztlich Mia und Max fehle.