Tim Fehlbaum an den Oscars «Die ganze Maschinerie hinter dieser Verleihung ist Wahnsinn!»

SDA

4.3.2025 - 20:00

Tim Fehlbaum über Oscars

Tim Fehlbaum über Oscars

Tim Fehlbaum ist bei der Oscar-Verleihung leer ausgegangen. Sein Film «September 5» musste sich in der Kategorie bestes Original-Drehbuch gegen «Anora» geschlagen geben. Im Interview mit blue News plauder der Basler Regisseur aus dem Nähkästchen.

04.03.2025

Der Schweizer Regisseur Tim Fehlbaum war mit seinem Film «September 5» für einen Oscar nominiert und durfte die prestigereiche Zeremonie live miterleben. Im Interview mit blue News erzählt er von der überwältigenden Erfahrung.

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Fabienne Berner, Gianluca Izzo

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Tim Fehlbaum wurde für seinen Film «September 5» bei den diesjährigen Oscars in der Kategorie «Bestes Originaldrehbuch» nominiert.
  • Der spannende Thriller handelt vom Münchner Olympia-Attentat 1972, bei welchem es zur Geiselnahme von israelischen Athleten durch eine palästinensische Terrorgruppe kam.
  • Am Tag nach den Oscars erzählt der Schweizer Regisseur im Interview mit blue News, wie überwältigend er die prestigeträchtige Show empfand und welche Erfahrungen er sammelte.

«Die Stimmung im Saal war unglaublich gut. Und es war überwältigend, die ganze Maschinerie hinter dieser Veranstaltung zu sehen», berichtet Tim Fehlbaum am Tag nach den Oscars aus Los Angeles.

Für den Schweizer Filmemacher ist es eine Riesenehre, die diesjährigen Academy Awards besuchen zu dürfen. Für ihn persönlich ist umso interessanter, einen solchen Mega-Event hautnah mitzuerleben, weil sein Film «September 5» auch hinter die Kulissen einer weltweit reichenden TV-Produktion blickt.

Der grossartige Thriller wurde in der Kategorie «Bestes Originaldrehbuch» nominiert, an der Seite von «Anora», «The Brutalist», «A Real Pain» und «The Substance».

Kompliment von Hans Zimmer

Die Begegnungen mit «Anora» Regisseur Sean Baker, Schauspieler Jesse Eisenberg und Komponist Hans Zimmer haben ihn besonders erfreut. Von dem oscarprämierten Filmmusiker hat der Basler sogar ein Kompliment für seinen Film erhalten.

Und die vielen Auszeichnungen für Bakers «Anora» betrachtet er als enorm wichtig für das Independent Cinema. Insbesondere, weil er selbst ein unabhängiger Filmemacher aus Europa ist und mit bescheidenen Mitteln ein herausragendes und bedeutendes Werk wie «September 5» geschaffen hat.

«September 5» handelt vom Münchner Olympia-Attentat 1972, bei welchem es zur Geiselnahme von neun israelischen Athleten durch die palästinensische Terrorgruppe «Schwarzer September» kam.

Der Basler Regisseur erzählt seine Geschichte komplett aus der Sicht der Medien, genauer gesagt aus dem Übertragungsraum des US-amerikanischen Sportsenders ABC Sports. Die Fernsehjournalisten werden vor die schwierige Entscheidung gestellt, wie weit sie in ihrer Berichterstattung gehen sollen und dürfen. Daraus resultiert ein beklemmendes, atmosphärisch dichtes Kammerspiel, in dem die zentralen Figuren einem ständigen Unbehagen ausgesetzt sind.


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