MusikLady Gaga kehrt mit neuem Album zum Pop zurück
SDA
7.3.2025 - 10:45
Lady Gaga im Februar bei der Verleihung der Grammys in Los Angeles. 14 Grammys hat die Popikone für ihre Arbeit bisher einstreichen können. Nun hat sie ihr neues Album veröffentlicht. (Archivbild)
Keystone
Fast fünf Jahre mussten die Fans warten – jetzt ist Lady Gaga mit neuer Musik zurück. «Mayhem» heisst das siebte Studioalbum der Popikone und bringt 14 neue Gaga-Songs in bekannter Manier.
Keystone-SDA
07.03.2025, 10:45
SDA
Mit einem Zauberspruch ist sie aktuell in den Charts: «Abracadabra» heisst die dritte Single-Auskopplung von Lady Gagas neuem Album «Mayhem», das in der Nacht zu Freitag veröffentlicht wurde. Auf dem Cover zu sehen: eine dunkle Gaga. Auf der neuen Platte macht sie wieder das, wofür die Fans sie lieben: Pop.
Fast fünf Jahre mussten ihre kleinen «Monster», wie Lady Gaga ihre Fans auch nennt, auf ein neues Album warten. Das siebte Studioalbum des Superstars wurde schon vor Monaten angekündigt. «Mayhem», was wörtlich übersetzt Chaos bedeutet, liefert 14 neue Tracks.
Die Titel sollen das Chaos des Lebens in Pop giessen und dabei die Genregrenzen hinter sich lassen. Was kommen wird, konnten die Fans schon durch die drei vorab veröffentlichen Songs erahnen: Neben den beiden kantig klingenden Auskopplungen «Abracadabra» und «Disease» mit einer Goth-Gaga war das die sehr sanfte Ballade «Die With A Smile» mit Bruno Mars. Für das 14. Stück des Albums und somit dem Rausschmeisser wurden die beiden mit einem Grammy belohnt.
Eingängige Musik, die im Ohr bleibt
Mit «Killah» schafft es ein weiteres Feature auf die Platte. Der rockige Disco-Sound, der an die Musik der 80er-Jahre erinnert, ist eine Zusammenarbeit mit dem französischen DJ und Musiker Gesaffelstein. Mit «Perfect Celebrity» singt Gaga über die Schattenseiten des Ruhms.
Nach Ausflügen in die Jazzwelt liefert die 38-Jährige wieder die volle Bandbreite ihrer Version von Pop. Die neueste Version der wandelbaren Künstlerin kommt dabei mit deutlich weniger schrillen Farben aus. Provokant bleibt sie in ihren Musikvideos und Auftritten aber trotzdem. Von seichter Popmusik ist auch auf diesem Album keine Spur.
Inspiration kam auch vom Verlobten
Die Platte sei aus einer Furcht heraus entstanden, wird Gaga von ihrem Presseteam zitiert. Sie habe die Furcht überwunden, zur Popmusik zurückzukehren. «Diese Platte hat es mir ermöglicht, einen grossen Teil von mir selbst zurückzugewinnen», heisst es. «Es geht darum, alles zu geniessen, was ich bin, und diese Freude mit meinen Fans zu teilen.»
In einem Interview verriet Lady Gaga auch, dass ihr Verlobter sie zu neuer Musik inspiriert hat. «Als Songwriter brauchst du das Leben, um dich beim Schreiben zu inspirieren», sagte die Sängerin in einem Interview mit Apple Music.
Ihr Partner Michael Polansky habe sie gefragt, wie er ihr eines Tages einen Antrag machen solle. «Wir waren in unserem Garten und ich sagte: «Nimm einfach einen Grashalm und wickel ihn um meinen Finger.» Später habe sie sich an diesen Moment erinnert und den Song «Blade of Grass» geschrieben.
Ikone der Transformation
Geboren als Stefani Joanne Angelina Germanotta am 28. März 1986 in New York City, begann Gaga ihre Karriere in Manhattan. Ihr Debütalbum «The Fame» (2008) brachte ihr über Nacht auch internationalen Ruhm. Dabei klingen Hits wie «Just Dance» und «Poker Face» immer noch nach. 14 Grammys hat die Musikerin für ihre Arbeit bisher einstreichen können.
In der Folge macht sich die Popikone auch einen Namen als Schauspielerin. Ihre Rolle in «A Star Is Born» (2018) brachte ihr nicht nur Kritikerlob, sondern auch einen Oscar für den besten Song ("Shallow"). Ihr letzter Kinofilm «Joker: Folie à Deux» floppte dagegen an der Kinokasse.
Lady Gaga spricht auch seit Jahren offen über persönlichen Kämpfe und hat ihre Erfahrungen mit Ängsten und Panikattacken öffentlich geteilt. Sie setzt sich für die Entstigmatisierung von psychischen Problemen ein. Ihre verletzliche Seite zeigt sie auch auf dem neuen Album.
Für die Popikone ist ihr neues Album wie ein Spiegel aus zusammengesetzten Scherben. Auch wenn man die Teile nicht perfekt wieder zusammensetzen könne, könne man etwas Denkwürdiges und auf seine eigene Weise Ganzes schaffen. «Auf eine eigene Art.»
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