«Liebe Impfskeptiker: Ich war einer von euch»

Von Bruno Bötschi

9.11.2021

«Typisch für eine Notlage: Plötzlich ist sehr viel möglich»: SRF-Moderator Arthur Honegger wendet sich mit einem Aufruf an Impfskeptiker*innen in der Schweiz.
Bild: SRF

Arthur Honegger wendet sich auf Twitter an diejenigen Schweizer*innen, die Angst vor der Corona-Impfung haben. Dabei verrät der Fernsehmann: Auch er hatte vor einigen Monaten noch Zweifel an der Impfung.

Von Bruno Bötschi

9.11.2021

Die nationale Impfwoche  wurde gestern mit einem Event auf dem Berner Bundesplatz gestartet. Mehr als 80 Persönlichkeiten aus Sport, Kultur, Wirtschaft und Politik wollen in den nächsten Tagen impfkritische Schweizer*innen dazu bewegen, sich doch noch gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Für Aufsehen sorgte dabei vor allem der Aufruf von Arthur Honegger. Der «10 vor 10»-Anchor schrieb auf Twitter: «Liebe Impfskeptiker: Ich verstehe euch. Mehr noch: Ich war einer von euch.»

Und weiter: «Letztes Jahr, als klar wurde, dass die Impfung kommt, hatte ich eine Menge Fragen: So schnell wurde das entwickelt? Mit neuer Technologie? Brauche ich das wirklich? Seitdem ist viel passiert.»

«Parallel geforscht und getestet»

Heute, so Arthur Honegger, gebe es auf diese legitimen Fragen jedoch kompetente Antworten und das nicht nur in den Medien und bei offiziellen Stellen, sondern in jeder Arztpraxis. «Ja, die Covid-Vakzine wurden schnell entwickelt. Weil mit praktisch grenzenlosen Mitteln parallel geforscht und getestet wurde.»

Der mRNA-Impfstoff sei zwar für einen Grossteil der Schweizer*innen etwas Neues, nicht jedoch für Immunologen und Virologen. «Die Technologie war bereits da, wurde aber erst in der Krise richtig finanziert und implementiert. Typisch für eine Notlage: Plötzlich ist sehr viel möglich.»

Für SRF-Mann Honegger ist deshalb inzwischen klar, dass die Impfung dabei hilft, die Corona-Pandemie zu besiegen:

«Auch wenn junge, gesunde Menschen meistens nicht schwer erkranken, brauchen sie die Impfung – weil sie nicht nur sich, sondern alle damit schützen. Und damit helfen, das Virus zu besiegen.»



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