Neue Serien, die Sie 2021 nicht verpassen dürfen

Fabian Tschamper

14.1.2021 - 06:15

Trotz Corona haben viele Streaming-Dienste noch Asse im Ärmel: Diese Serien haben Netflix, Amazon, Disney und Co. für das neue Jahr produziert. Und nein, wir reden hier nicht über neue Staffeln, sondern komplett neue Serien.

Natürlich darf man bei Serien nicht vergessen, was sich über die letzten Jahre bewährt hat. Ob «The Mandalorian» dieses Jahr bereits seine dritte Staffel kriegt oder nicht, das ist uns für den Moment egal. Wir brauchen den guten, neuen Stoff, der immerhin auf dem Papier nach Erfolg aussieht.

Hier folgen die Top-Serien fürs Jahr 2021.

«The Lord of the Rings», Amazon

Die Amazon Studios haben es in den letzten Jahren geschafft, mit Charakter getriebenen Serien bei den prestigeträchtigen Emmys in den USA richtig abzustauben. «Fleabag» und «Marvelous Mrs. Maisel» konnten Preis nach Preis nach Hause nehmen. Was nun schon seit ein paar Jahren geplant war, dürfte dieses Jahr endlich über die Bildschirme in der heimeligen Stube flimmern: Die Serie zu J.R.R. Tolkiens «Der Herr der Ringe» begann ihre Produktion im vergangenen September und war auch im Dezember 2020 noch in vollen Gängen. Die Dreharbeiten fanden – wie schon bei Peter Jacksons Filmreihe – in Neuseeland statt.



Zur Geschichte ist noch wenig bekannt, allerdings wird die Serie neue Handlungsstränge verfolgen, die nach «The Hobbit» und vor «Die Gefährten» spielen werden. Sollte das Mammutprojekt nur annähernd so gut werden, wie die 17-fach Oscar prämierte Filmreihe, dann lohnt sich das Warten auf den offiziellen Release definitiv.

«Wir Kinder vom Bahnhof Zoo», Amazon

Die Lebensbeichte der jungen Berliner Fixerin Christiane F. war in Westdeutschland Ende der 70er-Jahre ein Bestseller und in den 80ern ein Kinohit. Was Christiane F. über das Nachtleben der Mauerstadt, über Heroin und Drogenstrich zu erzählen hatte, erschütterte viele. Ab 19. Februar zeigt Amazon Prime Video «Wir Kinder vom Bahnhof Zoo» als Serie. Federführende Autorin ist Annette Hess, die bei «Weissensee» und «Ku'damm 56» schon viel Erfolg mit klug erzählten, historischen Stoffen vor Berliner Kulisse hatte. Die Hauptrolle der Christiane spielt die 21-jährige Jana McKinnon, die bereits Gast-Auftritte bei den ARD-Krimis «Tatort» und «Steirerkreuz» hatte.

«Limitless» mit Chris Hemsworth, Disney+

National Geographic strebt mit dem bekannten Gesicht von Marvels «Thor» eine wissenschaftliche Serie an, die Fragen beantworten soll wie: Was, wenn wir nicht altern würden? Oder was, wenn wir Heilmittel für diverse Krankheiten hätten?

Der australische Schauspieler erforscht dabei Methoden, die einen gesünder und länger leben lassen sollen. Dabei wird er sich sechs Herausforderungen stellen, die seinem Körper alles abverlangen und einen Weg zeigen sollen, wie man sich in allen Stufen des Alterns dagegen wehren kann. Die Veröffentlichung bei Disney dürfte noch vor dem Sommer stattfinden.

«Gossip Girl», HBO Max

Obwohl die erste Serie schon einige Jahre alt ist – ihr Finale lief im Dezember 2012 –, kommt nun ein Reboot mit neuen Darstellern, die sich denselben Herausforderungen stellen wie schon damals Blake Lively. Erzählt wird die Serie von der Schauspielerin Kristen Bell, die Hauptdarsteller sind bisweilen unbekannte Gesichter, doch das dürfte sich mithilfe der Neuauflage ändern.

Grundsätzlich handelt «Gossip Girl» von einer Gruppe Jugendlicher in der Upper East Side in New York. Das Spezielle: All ihre Handlungen, auch Fehler und Gerüchte, werden von der titelgebenden Bloggerin (im Reboot eben Kristen Bell) berichtet und kommentiert. Es ist eine Soap, wie sie im Buche steht. Es dreht sich um Konflikte zwischen Eltern und Kindern, reich und weniger reich, Freundschaft, Liebe, Intrigen, Eifersucht, Depression und dem gelegentlichen Konsum von Alkohol und Drogen. Die Neuauflage passt sich laut Machern auch am Nerv der Zeit an, was heisst, die Einflüsse von Social Media werden da vermehrt thematisiert werden. Ein Release ist noch nicht festgelegt.

«WandaVision», Disney+

Das Konzept der Marvel-Serie ist nicht nur sehr mutig, sondern auch absurd bis zum Gehtnichtmehr. Das Superhelden-Liebespaar Vision (Paul Bettany) und Wanda Maximoff (Elizabeth Olsen) wurde nach den Ereignissen von «Avengers: Endgame» auseinandergerissen. Vision ist tot und Wanda stellt sich darum eine heile Welt vor, in der sie glücklich zusammenleben. Doch nicht etwa in der Moderne, sondern im Stile einer Sitcom der 1950er-Jahre. Auch bekommen sie Zwillinge, all dies spielt sich aber in der Fantasie von Wanda Maximoff ab. Wie gesagt, es ist ein seltsames Konzept, doch bei Marvel-Fans dürfte die Sitcom «WandaVision» dennoch gut ankommen. Start der Serie ist am 15. Januar.

«Walker», CW

Wer kann sich denn bitte nicht an den legendären Walker, Texas Ranger erinnern? Chuck Norris in seiner Paraderolle dürfte auch die jüngere Generation eventuell sogar noch kennen. Der Reboot der Serie feiert am 21. Januar beim amerikanischen Sender «The CW» Premiere, lange dürften wir auf dieses Highlight auch hier in der Schweiz nicht warten.

In der Hauptrolle als Walker sehen die Zuschauer Jared Padalecki. Der Schauspieler war zuvor – und bis letzten Dezember – eine Hälfte der Brüder Winchester in der Erfolgsserie «Supernatural». Ende 2020 fanden die Gebrüder nach 15 Staffeln einen Abschluss. Für Padalecki bedeutet «Walker» also nicht nur einen neuen Job, sondern auch eine beliebte TV-Serie der 1990er wieder aufleben zu lassen.

«Firefly Lane», Netflix

Gleich zwei bekannte Gesichter konnte sich Netflix angeln, um diese novellenbasierte Geschichte in bewegten Bilder zu erzählen: Katherine Heigl («Grey's Anatomy») und Sarah Chalke («Scrubs») spielen zwei Freundinnen, deren Leben über drei Jahrzehnte geschildert wird. Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Buch von Kristin Hannah.

Ob die Serie eine Überdosis an Kitsch liefert und es doch schafft, qualitativ hochstehend zu sein, das zeigt sich ab 4. Februar bei Netflix.

«Midnight Mass», Netflix

Vielversprechend und furchteinflössend dürfte es bei «Midnight Mass» zu und her gehen. Die Horrorserie ist nämlich vom Autor und Produzenten von den beiden Erfolgsschockern «The Haunting of Hill House» und «The Haunting of Bly Manor» konzipiert worden. Mike Flanagan brachte den subtilen Horror zu Netflix und schlug damit riesige Wellen. Wie schon bei seinen vorigen Projekten kann man sich auch bei «Midnight Mass» gehörig gruseln.

Passend zum Titel der «Mitternachtsmesse» erfährt eine Gemeinde immer wieder übernatürliche Geschehnisse wie Wunder, aber auch unheimliche Omen. Dies nach der Anreise eines mysteriösen Priesters. Netflix plant den Release für das Frühjahr 2021.

«Nine Perfect Strangers», Hulu

Auch diese Mini-Serie basiert auf einem Buch, nämlich dem gleichnamigen Roman von Liane Moriarty aus dem Jahr 2018. In ihrer Geschichte gönnen sich neun Menschen eine Auszeit im sogenannten «Mind and Body Total Transformation Retreat», welche zehn Tage dauern soll. Die Besucher*innen sind allesamt Australier und stammen aus den unterschiedlichsten Abschnitten in ihren Leben. Geleitet wird das Resort von einer skurrilen russischen Frau namens Masha.

Das Buch glänzte vor allem darin, realistische Lebenssituationen und Beziehungen zu zeichnen. Jede Figur strotzt vor Substanz. Ob sich dies auf den Fernseher übertragen lässt, wird sich zeigen. Aufgrund des Casts dürfte man dem aber hoffnungsvoll entgegenschauen: Nicole Kidman, Melissa McCarthy und auch Luke Evans werden in «Nine Perfect Strangers» zu sehen sein. Die Veröffentlichung ist für dieses Jahr geplant, wann genau, ist noch offen.

«The Old Man», Hulu

Zu dieser Serie ist noch sehr wenig bekannt, hier die bisherigen Infos: Die Hauptrolle wird Jeff Bridges übernehmen, er spielt einen Ex-CIA-Agenten, der zum Abschuss freigegeben wird. Obwohl er inzwischen fernab der Zivilisation lebt, er sich nun mit Gegnern konfrontiert, die er gerne in seinem alten Leben zurückgelassen hätte. Die Serie wird ebenfalls auf Hulu streamen, aber wohl erst spät in diesem Jahr.



«Young Rock», NBC

Ganz im Geiste vom Spin-off «Young Sheldon», das auf die äusserst erfolgreiche Serie «The Big Bang Theory» folgte, geht es nun in eine ähnliche Richtung mit «Young Rock». Natürlich gibt es dabei nur einer Person, die man mit «Rock» assoziiert: Dwayne Johnson. Der Ex-Wrestler und nun grösster Action-Star unserer Zeit will damit einen Blick in seine Vergangenheit möglich machen.

Eine erste Staffel soll elf Folgen umfassen und sich auf die prägenden Jahre seines Lebens fokussieren. Dwayne Johnson hatte zuletzt grosse Erfolge gefeiert mit seiner Serie «Ballers» und dem hauseigenen Tequila – mal ganz abgesehen von seinen Kinoauftritten. NBC wird die Serie ausstrahlen, diese befindet sich momentan aber noch in der Produktion, es wird also wahrscheinlich erst in der zweiten Hälfte von 2021 erste Bilder des jungen Rock geben.

Zurück zur Startseite