Nik Hartmanns Winterfest versinkt im Schnee-Chaos

18.2.2018 - 14:00, Lukas Rüttimann

Viel Schnee im Engadin: «SRF bi de Lüt – Winterfest».
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Das Moderationspaar Annina Campell und Nik Hartmann.
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Witziges Sende-Opening mit einer «Schellen-Ursli»-Parodie.
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Erster Gast: die 21-jährige Kochbuch-Autorin Nadia Damaso.
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Aussenreporterin im Einsatz: Annina Campell sorgte dafür, dass 30 Schneemänner mit Schal erstellt werden konnten.
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Menschenfreund: Beat Anton Rüttimann bei Nik Hartmann.
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Grillieren im Schnee: Grill-Ueli (rechts) mit Hartmann und Damaso.
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Die SRF-Jahreszeitenshow von «SRF bi de Lüt» machte Halt in Pontresina – und wurde ihrem Titel mit einer satten Ladung Winter mehr als gerecht.

Nik Hartmann bekomm den Winter in diesen Tagen so richtig um die kalten Ohren geprügelt. Erst kürzlich musste er eine Route über Schweizer Pässe in seiner Sendung «Winterwunderland» wegen des schlechten Winterwetters kurzfristig ändern.

Gestern nun wurde auch das SRF-«Winterfest» seinem Namen mehr als gerecht: Es schneite ununterbrochen, die Sendung drohte zeitweise im Scheechaos zu versinken. Ohne Mütze sah man jedenfalls niemanden auf dem Dorfplatz in Pontresina GR.

Grillieren im Schnee

Zum Glück ist man sich im Engadin Kälte und Schnee gewohnt. So wurde trotz garstigen Wetters im Freien geplaudert, gesungen und sogar gegrillt. Denn natürlich durfte auch diesmal Grillmeister Grill Ueli nicht fehlen. Er zauberte zusammen mit der einheimischen Food-Bloggerin Nadia Damaso eine ganz spezielle Art von Capuns auf den Tisch und zeigte sich vom wenig grillfreundlichen Wetter absolut unbeeindruckt.

Für gute Laune im kalten Schnee sorgte auch Claudio Zuccolini. Der Bündner Komiker spielte bei der witzigen «Schellenursli»-Hommage zu Beginn einen Flaschengeist. Auch bei der Suche nach dem Bündner Wappentier zusammen mit dem lokalen Wildhüter glänzte der Sprecher von Werbe-Steinbock Gian mit viel Schlagfertigkeit und Humor.

Nicht ganz so inspiriert wirkte dagegen seine Stand-up-Nummer auf dem Dorfplatz; Witze über Zürcher im Graubünden dürfte man in Pontresina schon zur Genüge gehört haben. Doch vielleicht war es auch einfach der viele Schnee, der die ganz lauten Lacher aus dem Publikum geschluckt haben könnte.

Beeindruckender Menschenfreund

Durch die weisse Pracht kämpfen mussten sich dann auch die Töne des Dorfchors, der für die Sendung eine eigene Version von «Ein Lied kann eine Brücke sein» eingeübt hatte. Einer, der nicht von Brücken singt, sondern sie errichtet, ist Beat Anton Rüttimann. Der Einheimische baut auf der ganzen Welt und mit wenig Mitteln Instant-Brücken.

Weil SRF derzeit an einer Dokumentation über ihn arbeitet, bekam das Publikum ein beeindruckendes Beispiel der Arbeit von «Toni el Suizo» vorgeführt – einem sympathischen Menschenfreund, der ganz offensichtlich auch Moderator Nik Hartmann tief beeindruckte. Er suche immer nach Menschen, die herausgefunden haben, wie man gut und sinnvoll lebe, sagte dieser: «Mit dir haben wir einen gefunden».

Überhaupt bot die Sendung durchaus spannende Einblicke. Die wichtigen Helfer von «Helibernina», die Funktion der Rhätischen Bahn, die Arbeit von Kutscher oder Floristen– das «Winterfest» funktionierte auch diesmal als lockerer Mix aus Tourismus- und Folklore-Show. Nur Action und Unterhaltung kamen etwas zu kurz – dafür gab es so viel Schnee, dass Pontresina mit über 40 Schneemännern die Sendungsaufgabe nicht nur erfüllte, sondern locker übertreffen konnte.

Star-Flash
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