Sie will keine Sexszenen bei männlichen Regisseuren 

Von Fabian Tschamper

25.1.2021

epa04437585 British actress/cast member Keira Knightley arrives for the premiere of 'The Imitation Game' at the 58th London Film Festival, in London, Britain, 08 October 2014. The festival runs from 08 to 19 October. EPA/ANDY RAIN
Keira Knightley will in ihren FIlmen den «lüsternen Blick der Männer auf die Welt» nicht mehr unterstützen.
Keystone

Die britische Schauspielerin Keira Knightley hat ein Machtwort gesprochen: Sie wird in Zukunft nur noch unter weiblichen Regisseurinnen blank ziehen. Sie hat darum nun eine Nacktheit-Klausel in ihren Verträgen.

In ihrer Karriere hat sie schon viele unterschiedliche Rollen gespielt, von Blockbustern über Indie-Streifen zu Kostümfilmen. Freilich hat man Keira Knightley auch schon nackt oder in Sexszenen gesehen. Die Oscar nominierte Schauspielerin sprach in einem Podcast mit der Filmemacherin Lulu Wang und der Produzentin Diane Solway über ihren Sinneswandel bezüglich Sexszenen – speziell mit männlichen Regisseuren.

«Es ist teils schon wegen der Eitelkeit, allerdings definitiv auch wegen des männlichen Blicks», erklärte sie. «Ich fühle mich sehr unwohl, dem lüsternen Blick der Männer auszusetzen – auch so eine Frau darzustellen.»

Knightley verstehe, dass manche Regisseure, «jemanden, der heiss aussieht», brauchen. Aber die «schrecklichen Sexszenen, wo man eingeölt ist und alle laut schnauben», seien für sie heute irrelevant. Seit der Geburt ihrer Kinder sei sie an einem Punkt in ihrer Karriere, wo sie dies nicht mehr machen möchte. Auch verstehe sie den Wert solcher Szenen, die Regisseure sollen dafür aber jemand anderen suchen.

«Es ist kein absolutes No-Go», sagte sie. «Bei männlichen Regisseuren allerdings schon.»

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