«Space Jam 2» ist für die Generation Z ein Horrorfilm

Von Fabian Tschamper

16.6.2021

Bugs Bunny und die anderen Zeichentrickfiguren sind im neuen Ableger nicht mehr gezeichnet wie noch im Original. «Space Jam 2» mit LeBron James kommt Mitte Juli zu uns die Kinos.
Warner Bros.

Bugs Bunny streift das Basketball-Trikot nochmals über, diesmal braucht allerdings nicht er Hilfe, sondern LeBron James. Er verliert sonst nämlich Social-Media-Follower. Oh nein, die Generation Z zittert schon.

Von Fabian Tschamper

16.6.2021

Wer ist der beste Basketballspieler aller Zeiten? Eine Frage, die sich seit einigen Jahren viele Fans stellen. Entweder Michael Jordan oder LeBron James. Oftmals können LeBron-Fans das Hauptargument der Gegenseite nicht aushebeln: Jordan hat sechs NBA-Titel aus sechs Finaleinzügen. Und James? Mittlerweile war er bei zehn dabei, gewonnen hat er nur vier.

Und das war's auch schon, ich will nix anderes hören! Sechs ist mehr als vier. Punkt.

Nun scheint Michael Jordan ihn abermals zu übertrumpfen, denn jüngst wurde der Trailer zu «Space Jam 2: A New Legacy» veröffentlicht. Und Junge, Junge, das sieht nach einem zünftigen Schuss in den Ofen aus. Einem Griff ins Klo. Einem Schlag ins Wasser. Einem Reinfall halt.

Wer sich erinnern mag an den Klassiker «Space Jam»: Damals brauchten die Looney Tunes Hilfe, weil der böse Swackhammer auf seinem Moron Mountain (Ja, das lässt sich mit Idioten-Hügel übersetzen) neue Attraktionen braucht für seinen Freizeitpark. Darum versucht er mithilfe der debilen Nerdlucks die Looney Tunes Bugs, Daffy Duck, Lola Bunny – und wie sie alle heissen – zu entführen. Damit die Kundschaft wieder anzieht!

Der clevere Bugs Bunny willigt natürlich ein, als er die kleinen, tollpatschigen Nerdlucks sieht und fordert sie zu einem Match heraus. Gewinnen sie, kommen die Looney Tunes mit auf den Idioten-Hügel und basta.

Wir spulen ein wenig vor, die Nerdlucks klauen das Talent von mehreren Basketball-Legenden, Bugs holt sich die Unterstützung von Michael Jordan, die Looney Tunes gewinnen das Spiel gegen die «MonStars» (ehemals Nerdlucks) und schon herrscht Ruhe im Karton.

Das ist jetzt nicht das Magnum Opus von Jordan oder den Produzenten, aber als Kind habe ich zumindest mit den Looney Tunes mitgefiebert.

Und wie erhaschen die Macher diesmal die Aufmerksamkeit des jüngeren Zielpublikums? Mit dem schrecklichsten aller Schicksale für die Generation Z: Dem Verlust von Social-Media-Followern.

Ich wünschte, ich scherzte.

Die Geschichte von «Space Jam 2» handelt nämlich von der künstlichen Intelligenz G Rhythm (Don Cheadle, dessen Garderobe aussieht, als wäre sie seine eigene), der den Sohn von LeBron entführt. Dies, weil er dem Basketball-Star Follower abluchsen will.

LeBron James wird also in das «Server-verse» (Ja, auch hier: Kein Scherz) gesogen und muss ein Basketballspiel gewinnen, um seinen Sohn – und natürlich seine Follower – zu retten.

Der reinste Horror, sag ich dir.

Ich weiss ja nicht, wie der Basketballmatch da reinpasst, aber sollte das ein Vorschlag von der KI G Rhythm gewesen sein: Die Chancen bei einer Partie Schach stünden wohl besser. Anstatt, ich weiss nicht, Basketball gegen den aktuell besten Spieler auf dem Planeten. Aber ich bin ja auch nur ein Laie.

Regelmässig gibt es werktags um 11:30 Uhr und manchmal auch erst um 12 Uhr bei «blue News» die Kolumne am Mittag – sie dreht sich um bekannte Persönlichkeiten, mitunter auch um unbekannte – und manchmal wird sich auch ein Sternchen finden.