Werfen wir einen Bligg zurück

Carlotta Henggeler

8.1.2021 - 13:51

Am Sonntag sitzen BLAY am Juroren-Pult von «Sing It Your Way» und bewerten neue Talente. Doch wie sahen die ersten Schritte von Marco Bliggensdorfer und Marc Sway in der Musikwelt aus? 

BLAY haben sich als Künstler-Duo gefunden. Zwei, die schon über zwanzig Jahre für und mit der Musik leben. Sie reiten auf derselben Welle, obwohl beide ursprünglich aus verschiedenen Musik-Welten stammen. 

Eine kurze Retrospektive auf ihren Karrierestart.

Hip-Hop aus den USA

Wenn Bligg an seine musikalische Vergangenheit denkt, dann erscheint das Bild von Bligg'n'Lexx vor seinen Augen. Mit dem Zürcher Alex Storrer alias Lexx spannte er in den 1990er-Jahren zusammen. 

Grandmaster Flash, Sugarhill Gang, Run DMC oder Tupac Shakur: So hiessen ein paar der ersten Vorbilder von Bligg: «Am Anfang war der Rap in Europa noch ein Nischending», erinnert sich Marco Bliggensdorfer. Durch die Musik lernte Bligg seine Freunde lange vor der Internet- und YouTube-Ära kennen.

«Ich war Rapper und brauchte Beats und so habe ich mich umgehört, wer diese haben könnte und bin auf Lexx gestossen, der aus einer anderen Richtung kam», erinnert sich Bligg zurück. Was aus New Yorks Strassen und Clubs kam, lebte man in den Zürcher Übungsräumen weiter. 

Diese neue Energie durchströmte Bligg und seine Freunde. Mit oder von der Musik zu leben war ein ferner Traum. «Man lebte mit einer grossen Portion Idealismus», sagt Bligg heute und lacht und doppelt nach: «Die ersten Werke haben wir selber auf Vinyl veröffentlicht und aus der eigenen Tasche finanziert». Etwas später erschien das Album von Bligg'n'Lexx «Nahdisnah», verkaufte sich rund 5000 Mal. Damit war der Grundstein gelegt.

Aus einer Künstlerfamilie

Mit vier Jahren stand Marc Sway das erste Mal auf einer Bühne. Denn Stefan Marc Bachofen, wie er bürgerlich heisst, stammt aus einer Künstlerfamilie. «Das ist wie bei einer Zirkusfamilie, da stehst du auch früh auf der Bühne», scherzt Sway. Der Papa war Rock- und Blues-Sänger und spielte Querflöte und Saxofon in einer Rockband, die Mutter war Tanzlehrerin.

Als Jugendlicher war Sway in einem Gospelchor, mit zarten 16 Jahren hatte er die Chance, am Jazzfestival Montreux aufzutreten. Kurz danach kam der erste Plattenvertrag.

Die erste Runde «Sing It Your Way» mit BLAY startet am Sonntag, 10. Januar, 20 Uhr auf blue Zoom oder bluenews.ch.

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