«Mir war es peinlich» TV-Moderatorin Palina Rojinski spricht über gewalttätigen Ex-Partner

Noemi Hüsser

21.11.2025

Die Moderatorin Palina Rojinski spricht erstmals über Gewalt in einer früheren Beziehung.
Die Moderatorin Palina Rojinski spricht erstmals über Gewalt in einer früheren Beziehung.
IMAGO/SEPA.Media

Sie war kaum 20 und isolierte sich. Zum internationalen «Orange Day» spricht Moderatorin Palina Rojinski erstmals öffentlich über eigene Gewalterfahrungen in einer früheren Beziehung.

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  • TV-Moderatorin Palina Rojinski macht öffentlich, dass sie in jungen Jahren Opfer von körperlicher und psychischer Gewalt durch ihren Partner wurde.
  • Sie beschreibt die Folgen wie soziale Isolation und Scham, betont jedoch ihre persönliche Entwicklung und sieht sich nicht als Opfer.
  • Rojinski ruft ihre Follower dazu auf, Hilfe zu suchen und verweist auf Unterstützungsangebote wie Polizei, Frauenhäuser und Fachstellen gegen Gewalt.

Der «Orange Day» am 25. November soll auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen. Anlässlich des internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen hat nun auch TV-Moderatorin Palina Rojinski einen wichtigen Appell an ihre Follower gerichtet. Dabei wurde die 40-Jährige ungewohnt persönlich.

«Ich habe das glaube ich noch nie öffentlich erzählt – aber mir ist selbst in jungen Jahren Gewalt vom Partner widerfahren», schreibt Rojinski in einem langen Instagram-Beitrag. Sie habe sich «gefühlt wie im Schleudergang» und den Fehler bei sich selbst gesucht. «Ich habe unter körperlicher und psychischer Gewalt gelitten», wird der TV-Star deutlich. «Und mir war das peinlich. Ich dachte, mit mir ist etwas nicht in Ordnung und ich müsste mich ‹besser benehmen›.»

Wie so häufig habe die gewaltvolle Beziehung auch in Rojinskis Fall zur sozialen Isolation geführt. «Weil ich viele blaue Flecken und immer mal wieder sichtbare Zeichen hatte, bin ich kaum rausgegangen», offenbart die ehemalige VIVA-Moderatorin. «Bei meinem grossen Freundeskreis habe ich mich nicht mehr gemeldet und bin so gut wie abgetaucht.»

«Extrem schwierige und gefährliche Zeit»

Mithilfe ihrer Freundinnen habe sie es schliesslich durch diese «extrem schwierige und auch gefährliche Zeit» ihres Lebens geschafft. Heute sei Rojinski dankbar für die Erfahrung, «weil ich mich nicht als Opfer gesehen habe und auch heute noch nicht sehe – sondern mich im Kern kennengelernt habe».

Die Schauspielerin («Traumfrauen», «Willkommen bei den Hartmanns») mahnt: «Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat keine sozialen Grenzen.» Sie wolle die Betroffenen unter ihren mehr als drei Millionen Followern ermutigen, «etwas an deiner Situation zu ändern». Rojinski weiter: «Du musst es nicht aushalten und du darfst dir Hilfe holen. Entweder bei der Polizei oder den verschiedenen Frauenhilfen. Freunde und Familie sind in solchen Fällen auch eine grosse Hilfe.»

Sie wolle «Aufmerksamkeit und Mut schaffen», erklärt sie ergänzend in einem Video.

Erfährst du oder jemand, den du kennst, Gewalt durch eine*n Partner*in? Hier findest du Hilfe:


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