07.12.2017 - 09:30, tsch

Evolution: Vom Fisch zum Menschen

 

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Fische und Menschen sind sich ähnlich? Das versucht die Dokumentation «Unsere Verwandten im Wasser» zu beweisen.

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Wer gerne tauchen geht, der hat sicher auch schon die faszinierende Unterwasserwelt bestaunt. Dem Rest der Menschen bleibt davon das meiste verborgen. Auch die Fische - sofern sie nicht im heimischen Aquarium oder auf dem Teller landen - bleiben für Aussenstehende unsichtbar. Doch ein Filmemacher schafft es immer wieder, besondere Bilder einzufangen: Michel Roggo. In der Reportage-Reihe «Netz Natur» sind nun seine neuesten Unterwasser-Beobachtungen unter dem Titel «Unsere Verwandten unter Wasser» zu sehen. Die Dokumentation, die SRF 1 zur Primetime ausstrahlt, bietet nicht nur beeindruckende Aufnahmen, sondern versucht auch einen Zusammenhang zwischen Mensch und Fisch herzustellen.

Enorme Ähnlichkeit mit einem menschlichen Embryo

Michel Roggo arbeitet mit einem simplen Trick, um die ängstlichen Tiere vor seine Linse zu bekommen: Er befestigt seine Kamera unter Wasser oder hält sie mit einer Stange in Flüsse und Seen hinein. Auf diese Weise kommen die Fische ungewöhnlich nah. Der Filmemacher nahm sich für «Netz Natur» die Schweizer Gewässer vor und zieht einen ungewöhnlichen Vergleich: Eine frisch geschlüpfte Forelle hat enorme Ähnlichkeit mit einem etwa vier Wochen alten menschlichen Embryo. Auch der menschliche Nachwuchs wächst im Wasser im Mutterleib heran.

Problematik des schrumpfenden Fischbestandes

Doch in der Unterwasserdokumentation darf auch die schon lange diskutierte Problematik der Fischer und der Fischzucht nicht fehlen. In vielen Bereichen schrumpft der Fischbestand aus mehreren Gründen. Beispielsweise fehlt den Tieren die Nahrung, wenn die Insekten verschwinden oder weniger werden. Der Mensch ist nicht unschuldig, wenn es darum geht, dass der Fischbestand kleiner wird. Den Flüssen fehlt oft Wasser, weil Elektrizitätswerke es nutzen und zu wenig davon zurückführen. Auch verbauen die Menschen fliessende Gewässer. Sie werden durch Dünger verschmutzt oder durch Klärwasser, in dem sich Abbauprodukte von Medikamenten finden. All das trifft weniger die Menschen als viel mehr die Fische.

Ausserdem hinterliess auch die Fischzucht ihre Spuren: Jahrhundertelang züchtete man Jungfische, die nach und nach eingesetzt wurden, damit die Erträge der Fischer steigen. Das störte aber die Fortpflanzung der heimischen Tiere in der Natur, und so wurde die Population auf Dauer geschwächt.

«Netz Natur» wirft einen umfangenden Blick unter Wasser und stellt eine Verbindung zwischen Fisch und Mensch her.

«Netz Natur» zum Thema «Unsere Verwandten im Wasser» läuft am Donnerstag, 7. Dezember, um 20.05 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Vom Fisch zum Menschen

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