«Aeschbi» plaudert über Tiere und Talente

tsch

11.11.2018

Mit einer Gesprächsrunde bei Moderator Kurt Aeschbacher beschliesst man gerne das Wochenende. Er selbst muss seinen Talk allerdings bekanntlich zum Jahresende aufgeben.
Source: SRF / Merly Knörle

Kurt Aeschbacher unterhält sich diesmal mit einem Extrembergsteiger, einem Tierretter und der grössten jungen Tennishoffnung der Schweiz.

Es sind Geschichten, die zum Ausklang des Wochenendes Mut machen – und die die Zuschauer mit einem angenehm wohligen Gefühl in eine dann wieder anstrengende Arbeitswoche entlassen: In der neuesten Ausgabe von «Aeschbacher – Auf Zack!» hat Kurt Aeschbacher zwei Gäste zu Besuch, die besonders enge Beziehungen zu Tieren pflegen. Dazu haben sich zwei Ausnahmesportler angesagt, die in vielerlei Hinsicht zu bewundern sind.

Leben mit gefährlichen Krankheiten

Ohne ihren treuesten Freund, den Labrador Ocean, hätte das Leben der zwölfjährigen Shanea schon längst eine andere, dramatische Wendung genommen: Das Mädchen leidet an epileptischen Anfällen. Der treue Hund hat ihr nicht nur bereits öfter das Leben gerettet – er gibt ihr auch Mut, ihren Alltag mit viel Selbstvertrauen zu meistern.

Immer von Tieren umgeben ist auch Talk-Gast Lucio Palmiere, der sieben Tage in der Woche rund um die Uhr auf dem Sprung ist. Er arbeitet seit 17 Jahren im Ein-Mann-Betrieb für die Tierambulanz Bern und kümmert sich um angefahrene Katzen und Hunde, ausgesetzte Riesenschlagen und verletzte Igel. Ein Mann mit einem grossen Herz – und ebenfalls einer bedrohlichen Krankheit.

Gipfelstürmer trotz Blindheit

Andy Holzer dagegen ist ein Kraftpaket: Er stand bereits auf dem Dach der Welt und sammelt Gipfel-Erlebnisse wie andere Leute Briefmarken. Doch seine sportlichen Erfolge als Extrembergsteiger strahlen noch heller, wenn man weiss: Der Everest-Bezwinger ist von Geburt an blind. «Mein ganzes Leben ist eine Kletterpartie. Ich muss meinen Weg selber finden», sagt er bei «Aeschbacher». Den eisernen Willen hat er schliesslich mit der jungen Schweizerin Chelsea Fontenel gemein: Die gerade mal 14-Jährige gilt als eine der grössten Tennishoffnungen des Landes. Ihr Ziel steht für sie fest: Sie will die Nummer eins im Frauen-Tennis werden.



Wie so oft macht den besonderen Reiz der Talks mit dem grossen, ruhigen TV-Routinier Kurt Aeschbacher nicht nur aus, dass er wieder einmal wirklich aussergewöhnliche Gesprächspartner zum ungezwungenen Plaudern in die gemütliche Atmosphäre der Labor-Bar in Zürich gelockt hat. Alle seine Gäste haben Geschichten zu erzählen, bei denen man förmlich an ihren Lippen klebt.

«Aeschbi» härt gerne zu

Es ist jedoch auch das besondere Aeschbacher-Flair, das die Qualität der Sendung auszeichnet: Der Moderator hört wirklich gerne zu, ist nicht nur auf die schnelle, reisserische Schlagzeile aus und schafft es, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, in der sich seine Talk-Gäste wirklich öffnen und sich auch die Zuschauer vor den Fernsehgeräten aufgehoben und ernst genommen fühlen.

Umso bedauerlicher, dass «Aeschbi» zum Jahresende mit seinem Talk aufhören muss. Ihn selbst hatte die Entscheidung der SRF-Oberen «nachdenklich und traurig gemacht», wenngleich er sie auch mit Fassung trägt. Leid tut es ihm nur um sein bestens eingespieltes Team, das auch diesmal noch einmal professionell zeigt, was der Moderator – und die Zuschauer – an ihm haben. Doch allzu viel Wehmut will er nicht aufkommen lassen. «Ganz als Sondermüll bin ich ja noch nicht entsorgt», sagte er kürzlich fast trotzig in einem Interview.

«Aeschbacher» läuft am Sonntag, 11. November, um 22.15 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Kurt Aeschbacher: Die Bilder
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