«Schawinski»: Armdrücken mit Christoph Mörgeli

tsch

13.5.2019

In der neuen Ausgabe des Montagabend-Talks hat Roger Schawinski den SVP-Politiker Christoph Mörgeli zu Gast, den es wieder ins politische Rampenlicht zieht.

So richtig weg vom Fenster war er nie: Doch um Christoph Mörgeli, der lange Jahre als Vordenker der SVP galt, war es zuletzt ruhiger geworden. Auch deshalb, weil sich der heute 58-Jährige, der schwere berufliche und politische Rückschläge zu verkraften hatte, medial offenbar selbst ungewohnte Zurückhaltung auferlegt hatte. Nun zieht es ihn wieder ins Rampenlicht, genauer gesagt in den Nationalrat. Roger Schawinski hat ihn in der neuen «Schawinski»-Talkausgabe zu Gast.

Die Kompromisslosen

Immerhin gilt der einstige SVP-Parteistrategie nicht nur als streitbarer Kopf. Er überrascht gelegentlich nicht nur seine Gegner, sondern auch seine politischen Mitstreiter. Eines ist jedoch klar: Mörgeli, der vor vier Jahren abgewählt wurde, ist ein Hardliner. Einer, der nur ungern Zugeständnisse macht und fest zu seiner einmal gefassten Meinung steht. Und das alte Selbstbewusstsein scheint auch wieder da zu sein. Seine Rückkehr auf die politische Bühne begründet der bisherige «Weltwoche»-Redaktor auch damit, dass die SVP in Zürich im Stimmungstief feststeckt und offenbar Hilfe braucht.

Wer hat die schliesslich die Oberhand?

Eigentlich hatte man zuletzt ja leisere Töne von Christoph Mörgeli gehört. «Überlegter, bedachtsamer und abgeklärter» sei er geworden, wie er selbst sagt. Zu tun hat das natürlich auch mit dem einschneidenden Karriereknick: Seine Stelle als Konservator am medizinhistorischen Museum der Universität Zürich hatte er nach grossem öffentlichen Druck aufgeben müssen. Heute kann man Mörgelis Comeback-Ankündigung in einer Linie mit weiteren ehemaligen SVP-Schwergewichten wie Toni Brunner in St. Gallen oder Oskar Freysinger in der Romandie sehen. Es dürfte spannend werden, wie Roger Schawinski aus dem verbalen Armdrücken herauskommen wird.

«Schawinski» läuft am Montag, 13. Mai, um 22.55 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom Replay TV können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

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