15.03.2016 - 00:00, tsch

«Traumschiff», «Schwarzwaldklinik» & Co.: Regisseur verrät acht Geheimnisse

 

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In seinem Buch «Traumreise meines Lebens» verrät der Serien-Regisseur Hans-Jürgen Tögel so manches Geheimnis, das die Promis lieber verhüllt lassen würden.

Hans-Jürgen Tögel (74) erlebte als Regisseur von Erfolgs-Serien wie «Traumschiff», «Schwarzwaldklinik» und «Tatort» in seiner langjährigen Laufbahn so einiges, was der Öffentlichkeit lieber verheimlicht wurde. Doch jetzt verrät er in seinem Buch «Traumreise meines Lebens», das am 15. März erscheint, die Geheimnisse seiner Stars. Einige davon gibt die «Bild» schon vorab preis.

Es knisterte zwischen Gaby Dohm und Klaus-Jürgen Wussow

Über Gaby Dohm (72) und Klaus-Jürgen Wussow (†78) schreibt Tögel: «Für Beide war es ein Wiederaufflammen an Emotionen als sie sich am Filmset näher gekommen sind.» Es knisterte also nicht nur vor der Kamera. «Es besteht halt immer die Gefahr, dass sich zwei Schauspieler in einer Liebesszene verlieben. Es ist unendlich schwer, dass man da Realität und Arbeit auseinanderhält. Es entsteht ein Strudel, dem sie sich dann nicht entziehen können. Da findet dann nichts mehr im Kopf statt, sondern nur noch im Bauch.»

Die Dreharbeiten zur «Schwarzwaldklinik» blieben dem Regisseur stark im Gedächtnis: «Ich habe beim Inszenieren eine Tiefe der Emotionalität bei den Beiden gespürt, dass ich richtig irritiert war. Das war oscarreif, was die Beiden da geliefert haben.»

«Schwarzwaldklinik»: Was wurden aus den Stars von damals?

  • Schwarzwaldklinik
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Sascha und sein Cabriolet

Sascha Hehn (61) war zu jener Zeit ebenfalls kreativ in der Gestaltung seiner Rolle des Udo Brinkmann: «Er fuhr damals in der Serie ein VW Cabriolet und meinte, es sei doch viel zu langweilig, wenn er beim Einsteigen einfach nur die Autotür öffnet und schliesst. Also sprang er von hinten auf die Stossstange, dann aufs Verdeck und rutschte von dort elegant auf den Fahrersitz. Die Vorstellung hat uns alle so beeindruckt, dass er von da an immer mit diesem Sprung in sein Filmauto stieg.»

Sascha Hehn

  • Teaser Sascha Hehn
  • Sascha Hehn
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Über Martin Semmelrogge (60) und Claudia Demarmels (61) weiss Tögel ebenfalls eine Anekdote zu berichten: «Im 'Tatort' spielten die beiden ein Liebespaar ohne jedoch einen gemeinsamen Drehtag zu haben. An Martins letztem Drehtag und einen Abend vor Claudia Demarmels erstem Drehtag, lernten die beiden sich an der Hotelbar kennen und verbrachten die Nacht miteinander. Morgens beim Frühstück mit dem gesamten Filmteam, sagte er ihr, dass er einen Erpresser spiele – und sie lachte laut auf: 'Und ich bin übrigens Deine Verlobte.'»

Gert Fröbe ohne Zähne

Gert Fröbe (†75) gab Tögel einen goldenen Tipp: Der berühmte Schauspieler «sollte morgens um 5 Uhr in die Maske, damit er um 9 Uhr fertig ist für den Dreh. Er weigerte sich aber konsequent, so früh aufzustehen. Da hatte ich eine Idee und sagte ihm, wenn er sein Gebiss rausnähme, sähe er innerhalb von Sekunden aus wie ein Hundertjähriger. Er war sofort einverstanden, nahm kurz vor dem Dreh sein Gebiss raus – und die Einstellung war perfekt.»

Trotz Alkoholproblem hat Hans-Jürgen Tögel über Harald Juhnke (†85) in seinem Buch nur bewundernde Worte: «Er war der beste Profi, den ich kenne. Er konnte selbst betrunken seinen Text noch perfekter als so manch anderer. Bei dem Dreh zu 'Leute wie Du und Ich' kam er in einer Szene aus dem Knast und musste warten. Er war stark geschminkt, trug eine Kappe. Man erkannte ihn kaum. Plötzlich war er verschwunden. Da sah ich ihn einige Meter weiter am Strassenrand sitzen, die Kappe vor sich auf dem Gehweg. Ich ging zu ihm und er meinte: 'geh mal zur Seite, ich hab schon drei fuffzig eingenommen.'»

Mit Kohlrouladen zum Erfolg

An sein erstes Treffen mit Wolfgang Rademann (†81) und den Beginn seiner Karriere als Regisseur hat Tögel ebenfalls gute Erinnerungen: «Ich traf ihn 1984 in seinem Stammlokal 'Benedenz' in Berlin. Dort bekam ich eine riesige Kohlroulade aufgetischt, die ich verdrückte. Rademann war davon so beeindruckt, dass der Kellner gleich nochmal eine für mich brachte. Als ich auch die bis zur Hälfte geschafft hatte, bot er mir die Regie-Arbeit von 'Schöne Ferien', 'Schwarzwaldklinik' und dem 'Traumschiff' an. Einfach so. Am Tisch. Das war mein Glück und der Startschuss für meine Karriere.»

Auch Rademanns Lebensgefährtin Ruth Maria Kubitschek (84) beeindruckte ihn durch ihre Spiritualität sehr: «Ich fand einen wunderschönen Quarzstein im Boden, grub ihn aus und legte ihn im Hotelzimmer in ein Glas. Nachts explodierte das Glas in tausend Stücke. Ich erzählte Ruth am nächsten Morgen davon. Sie sagte: 'Der Stein war noch nicht tot, Du hättest ihn nicht ausgraben dürfen.' Dann nahm sie ihn in die Hand, ging eineinhalb Stunden mit ihm spazieren, bis sie eine Stelle fand, an der er sich wohlfühlt. Da grub sie ihn dann wieder ein.»

Geiziger Kommissar

«Derrick»-Star Horst Tappert (†85) hingegen war ein wahrer Geizhals: «Auf den Lofoten (Norwegen) war er Ehrenbürger, bekam von der Gemeinde ein Grundstück geschenkt. Die waren dort ganz stolz. Aber er liess sich da nie blicken und hatte nie vor, da zu bauen. Jahrelang liess er sich von einer kleinen Hoteliersfamilie irgendwo in der Toskana einladen, verbrachte da umsonst Weihnachten und Silvester, liess sich bekochen und betütteln.»

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