18.03.2017 - 09:32, tsch

«Let's Dance»: Nach der Auftaktshow steht die Siegerin im Prinzip schon fest

 

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Bei der ersten «Let's Dance»-Sendung der zehnten Jubiläumsstaffel der RTL-Promi-Tanz-Parade zeigte sich Juror Jorge González anfangs neben der Spur. Dem ohnehin schwer verständlichen Kubaner war überhaupt nicht mehr zu folgen. Jury-Kollege Joachim Llambi hatte eine Vermutung, was da los war.

Sein erster Auftritt war ein Spektakel. Wie eigentlich immer! Jorge González (49) weiss um sein Erscheinen im Rampenlicht. Dass der gebürtige Kubaner in hochhackigen Schuhen auftritt, ist längst kein Geheimnis. Wie er sich bei der ersten Sendung der nunmehr zehnten Staffel von «Let's Dance» präsentierte, verblüffte zunächst nur äusserlich. González erschien in einem durchsichtigen Outfit. Wilde Linien zogen sich über seine sehr langen Beine. Sie reichten in ihren Ausläufern bis zum Hals. Fast schien es, als wäre aus González ein Urwald entwachsen.

Irgendwo in diesem muss dann auch das sonst so gepflegte lange Haupthaar der Entertainment-Erscheinung verloren gegangen sein. Statt glatter, schwarzer Haare trug er plötzlich eine Hochsteckfrisur – in grau getönter Farbe. Moderator Daniel Hartwich (38) reagierte zunächst irritiert. «Jorge, du siehst heute ganz … besonders aus. Du graue Eminenz», sagte er. Als González nach einer ersten Tanz-Darbietung des «Curvy Model» Angelina Kirsch (28) dann auch noch sprach, blickten allesamt verwundert im Kölner Studio auf den Kubaner – und mit ihnen wohl Millionen vor den Bildschirmen. 

«Der González spricht so komisch»

Nun war dem Deutsch-Englisch-Karibisch und weiterem Kauderwelsch des González schon immer recht schwer zu folgen. Diesmal aber sprach der 49-Jährige dermassen unverständlich und unzusammenhängend, dass Hartwich sogleich eine neue Idee für eine Gameshow hatte. «Er liefert jede Menge Buchstaben, aber die Worte muss man selber finden», ulkte der Moderator. Für den Jury-Kollegen Joachim Llambi (52) war der Start in die neue «Let's Dance»-Staffel ungleich ernster. «Wird hier etwa Alkohol ausgeschenkt?», fragte er. «Der González spricht so komisch», folgte mit sehr gestrengem Blick auf den Kubaner, als hätte dieser gerade einen Cha Cha Cha mit einem Langsamen Walzer verwechselt.

González' Form zu Beginn einer sehr langen Sendung, die mit einer Laufzeit von rund vier Stunden bis nach Mitternacht reichte, gab zumindest Rätsel auf. Er rettete sich schliesslich in eine erste Werbepause und hangelte sich fortan sichtlich und hörbar beruhigter und weniger fahrig mit ihm bekannten Ausdrücken wie «Chico» und «Chica» durch die Show.

«Ich fühle mich verarscht»

Insgesamt 14 Promi-Kandidaten sind es diesmal, die sich um den Titel des «Dancing Star» auf dem Parkett drehen und wenden. Gewiss nicht alle konnten bei ihren ersten Auftritten mit ihren jeweiligen Profi-Tanzpartnern überzeugen. Einige, vor allem die männliche Kandidaten, erzürnten den Llambi sogar. «Ich fühle mich verarscht», moserte dieser Giovanni Zarrella (39) entgegen. Der Ersatz für den verletzten Pietro Lombardi (24) sei doch eigentlich ein Show-Profi, so Llambi. Dass er seinen Auftritt allerdings zu locker nähme, verärgerte den Juror. «Du bekommst hier auch Geld. Aber dafür musst du dich auch anstrengen. Nur Kaspertheater hilft dir nicht», so Llambi. Eine ähnliche Kritik musste sich auch Comedian Faisal Kawusi (25) anhören. «Ohne die nötige Technik beim Tanzen ist dein Blödsinn hier schnell vorbei», ermahnte Llambi.

Zack, das hatte gesessen. Und «Zonk», ausgerechnet diesen bekam Jörg Draeger verpasst. Der mit 71 Jahren älteste Kandidat, der sich jemals bei «Let's Dance» versucht hatte, musste die Tanzparade sogleich nach einem ersten Pflichttanz gemeinsam mit Profi-Partnerin Marta Arndt (27) wieder verlassen. Es mag an seinem höheren Alter gelegen haben, dass er niemals mit den weiteren Kandidaten Schritt halten konnte (nur sieben Jury-Punkte). Wenigstens aber kann der Moderator sich trösten, dass nach Meinung Llambis die Kandidaten Cora Schumacher und Ulli Potofski in den Jahren zuvor noch viel schlechter gewesen wären.

«Let's Dance»-Aufgalopp: Das Zugpferd Pietro bleibt sitzen

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«Wir haben ein Problem»

Qualitativ scheint in der diesjährigen Ausgabe von «Let's Dance» viel Platz nach unten. An der Spitze aber wird wohl kaum ein Weg vorbei an Vanessa Mai (24) führen. Die Sängerin mit Ambitionen auf den Schlager-Thron der Helene Fischer trat eigentlich ausser Konkurrenz an. Durch ihre bereits überzeugende Leistung bei der ersten «Kennenlernsendung» vor drei Wochen war ihr Weiterkommen bereits «gesichert». Dennoch zeigte sie mit Tanzpartner Christian Polanc (38) nicht nur die fulminanteste Darbietung des Abends. Ihr Cha Cha Cha war sogar der beste, den Jurorin Motsi Mabuse (35) jemals bei «Let's Dance» gesehen haben möchte. «Wir haben ein Problem», sagte am Ende dann auch González. Er meinte damit, dass es wohl niemanden geben wird, der eine Mai im Wettbewerb um den «Dancing Star 2017» wird schlagen können.

Diesmal konnte wirklich jeder im Studio und vor dem Bildschirm dem Kubaner folgen. Zu gross war der Qualitätsunterschied zwischen Vanessa Mai zum Rest der Promi-Tanzriege.

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