12.10.2017 - 21:50, tsch

Mona Vetsch unter Schlagerstars: «Dein Lied wird nicht alt, aber du schon»

 

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Mittendrin im Reich der Föhnfrisuren, der Ohrwürmer und der guten Laune: In der zweiten Folge ihrer neuen Show traf Mona Vetsch zunächst leicht befremdet auf Andy Borg, seine Kollegen und deren Fans: beim Schlager-Open-Air!

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«Wenn sich Menschen so weit in die Berge zurückziehen, um ein Fest zu feiern...», mutmasste Mona Vetsch beim ersten Blick auf das Festivalgelände auf der Alp Plaun in Flims, «dann haben sie vielleicht Interesse daran, dass sie niemand dabei beobachten kann!»

Den Eindruck machte die bunt gemischte Truppe fröhlicher Schlagerfans dann allerdings nicht. Für die kurzweilige Serie «SRF He!matland – Mona mittendrin» bewegt sich die Moderatorin jeweils drei Tage lang auf ungewohntem Terrain, ohne vorher zu wissen, auf welchem. Folge zwei führte sie aufs Schlager-Open-Air «Der Berg bebt». Wo ein Fan das Lebensmotto «Denk weniger!» ausrief, hinter den Kulissen bis zum Umfallen geackert wurde und Mona Vetsch dem Altstar Matthias Reim freche Fragen stellte.

Held der eigenen Jugend

Apropos: Auf Matthias Reims Hit «Verdammt, ich lieb dich» konnte sich Mona Vetsch mit den Fans einigen. «Auch ein Held meiner Jugend, ich gebs zu.» Da sang sie am Ende sogar mit – Mona mittendrin im komplett gemischten Publikum von jung bis etwas älter, zurecht gemacht mit zweckmässiger Übergangsjacke oder feschem Dirndl. Abgesehen von diesem Ausnahmemoment machte die erfahrene TV-Frau aus ihrer neugierigen Skepsis kein Geheimnis. Wo liegt die Faszination am Schlager? «Das ist Stimmung, das ist lustig, das ist Leben», wurde ihr von schunkelnden Fans erklärt, und: «Das Lebensmotto ist: Denk weniger!» Das sei aber nicht im Sinne von Blödsein gemeint! Sondern: «Das Leben ist zu kurz, um traurig zu sein!»

Gute Laune ist hart erarbeitet

Mona Vetsch wurde als Helferin beim Festival eingeteilt und merkte schnell, welch harte Arbeit hinter der guten Laune steckt. «Der Berg bebt»-Gründer Fredy Broder war schon manches Mal «am Anschlag». Trotzdem macht er den Job seit vielen Jahren mit Leidenschaft, die man ihm immer noch anmerkt.

«Ich lebe in meiner Traumwelt»

Als Chauffeurin der Stars kam Mona Vetsch richtig nah ran an die deutsche Chanteuse Claudia Jung, die sie mit ihrer selbstironischen und direkten Art positiv überraschte. Ehe Mona Vetsch auch mit Andy Borg im Auto sitzen konnte, funkte allerdings dessen Frau und Managerin dazwischen: «Nein, das ist privat.» - «Ab diesem Moment war klar, dass es eine Grenze zwischen der Umgänglichkeit und dem Business dahinter gibt – und diese Grenze markiert bei Andy Borg seine Frau», verriet Mona im Interview mit «Bluewin».

Die zwei Seiten der Branche: Der eine ist für die Fröhlichkeit zuständig, die andere für den Rest, der halt auch dazu gehört. «Sie nimmt mir alles Irdische ab», erklärte der Schlagerstar mit 40 Jahren Bühnenerfahrung, «und ich lebe in meiner Traumwelt!» Darin ist Andy Borg dafür richtig gut, wie er kurz darauf abermals beweisen konnte. Einen Auftritt lang nahm er die Fans mit in seine Traumwelt - und beeindruckte die TV-Reporterin nachhaltig. «Von einem Andy Borg kann jeder, der auf der Bühne steht, extrem viel lernen. Der macht das seit 30 Jahren und weiss einfach ganz genau, welchen Knopf er drücken muss, um die Leute ab Minute 1 im Sack zu haben. Das kann man gut finden oder auch nicht, aber ich kann da nur sagen: Respekt!»

Ein Song für die Ewigkeit

Mit den Branchen-Dinos Jung und Borg hatte auch die fachfremde Reporterin gleich eine gute Zeit. Etwas mehr Ehrfurcht schien Mona Vetsch tatsächlich Jugendidol Matthias Reim entgegen zu bringen, der vor dem Auftritt am «Beruhigungsbier» nippte. Das hinderte sie aber nicht daran, ihm die frechsten Fragen von allen zu stellen: «Dein Lied wird nicht alt, aber du schon. Wie gehst du damit um?» Seine Antwort: «Ich hinterlasse einen Song für die Ewigkeit.» Den berühmten Refrain gab es dann natürlich auch extra lange im Beitrag zu hören, bis der Ohrwurm auch den Zuschauer noch lange nach Ende der Sendung verfolgte. Reim hat wahrscheinlich nicht mal übertrieben.

Wermutstropfen beim Feel-Good-Festival

Nach der ersten Episode von «SRF He!matland – Mona mittendrin» im Gefängnis war der Ausflug in die Schlagerszene eine unterhaltsame Verschnaufpause. Gleichwohl hat Mona Vetsch ihren Auftrag wieder erfüllt und Einblicke in eine fremde Welt aus verschiedenen Perspektiven erhalten. Trotz der ganzen Spassbereitschaft mischte sich aber noch etwas anderes in die Stimmung des Sendebeitrags. So richtig gebebt hat der Berg nämlich nicht. Von früheren Besucherzahlen hatte sowieso niemand zu träumen gewagt. Nach vielen Jahren mit dem Festival am Flumserberg hatte man in Flims wieder klein angefangen. 5000 Besucher hätte es gebraucht für die schwarzen Zahlen. Hätte... Schon nächstes Jahr wird das Open-Air nicht mehr dort stattfinden. Am Ende blieb also ein Wermutstropfen vom Festival der Guten Laune. Aber was haben wir von den Schlagerfans gelernt? «Das Leben ist zu kurz, um traurig zu sein!»

Ausblick: In der dritten Folge, die am Donnerstag, 19. Oktober, gezeigt wird, wohnt Mona im Asylzentrum.

Die zweite Folge von «SRF HE!MATLAND – Mona mittendrin» lief am Donnerstagabend, 12. Oktober, um 21.05 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Mona Vetsch verknackt: So wars für die Moderatorin im Knast

  • SRF Heimatland - Mona mittedrin im Gefängnis Folge 1
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