12.01.2018 - 21:50, tsch

Markus will ein Kamel zähmen: «Ich nehme an, es wird wild zugehen»

 

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Wie zähmt man eigentlich ein wildes Kamel? Wie holt man bei minus 15 Grad in der Dunkelheit eine Katze vom Baum? Und wie kommt man in Marokko möglichst bald an eine Baugenehmigung? Die neuen «Auf und davon»-Protagonisten wurden herausgefordert.

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Mit einem regelrechten Cliffhanger endete die erste Folge der neuen «Auf und davon»-Staffel - oder sollte man besser sagen: Tree-hanger? Nach 1400 Kilometern Fahrt ab Göteborg war Max Hensler endlich an seinem Ziel in Schwedisch-Lappland angekommen. Kaum hatte er die Autotür ins Dunkel geöffnet, war Katze Aysha «auf und davon», auf dem nächsten Baum nämlich. Zwei Stunden lang bei minus 15 Grad.

So begann Folge zwei nun mit einer Rettungsaktion durch die Feuerwehr. Nach 24 Stunden ohne Schlaf konnte Max Hensler endlich zu Bett gehen. Willkommen in der neuen Heimat! Viele tausend Kilometer weiter südlich, in Marokko, kämpften die Neuankömmlinge aus der Schweiz mit der trägen Bürokratie, und am anderen Ende der Welt, in Australien, wollen zwei Schweizer wilde Kamele zähmen. Die 2018-er Teams stellten sich den ersten Herausforderungen in der Fremde.

Startschwierigkeiten

Folge zwei steht ja meistens im Zeichen der Startschwierigkeiten. Die Katze vom Baum zu holen, das war nur die erste von vielen Herausforderungen für Max und seine Familie in der Ferienanlage in Schwedisch-Lappland. Vor der nächsten Aufgabe zum Beispiel war der neue Chef des Anwesens richtig nervös: Das Ganze seiner Frau präsentieren! Yasmine, die mit den beiden kleinen Söhnen hinterher gereist war, hatte ihr neues Zuhause nämlich noch nie in natura gesehen. «Ich hoffe, es gefällt ihr», wiederholte Max. Sie schien ganz einverstanden zu sein und bewahrte auch noch die Contenance, als das Ausmass der anstehenden Arbeiten schnell beträchtliche Gestalt annahm.

Chaos in Schwedisch-Lappland

Familie Hensler hat einen laufenden Betrieb übernommen. Einen enorm grossen Betrieb, den der Vorbesitzer nicht gerade ordentlich hinterlassen hat. Dass die Küche im Haupthaus bei der Übergabe nicht gründlich geputzt war, schien noch das geringste Problem zu sein. Die Anlage von der Grösse mehrerer Fussballfelder beinhaltet ein Hotel, ein Restaurant, 12 kleine Ferienhäuschen und 40 Stellplätze für Campingwagen. Nur ein paar der Häuschen sind renoviert - und aufgeräumt war kaum etwas. Weder das Büro, noch die Garage. Aber: Yasmine und Max haben ein ziemliches Chaos übernommen, aber auch einen Koch! Am ersten Abend wurden sie im eigenen Restaurant verköstigt!

Stillstand in Marokko

Durch die eigene Ferienanlage zu laufen, davon können Cornelia Breitschmid und Jean-Marie Suter bislang nur träumen. Dort, wo ihr Haus, ihre Esel, ihr Restaurant und ihre Ferienhäuschen einmal stehen sollen, gibts bislang nur Bäume und Steine. «Eine steinige Angelegenheit - zu unserem Glück», verkündete Jean-Marie. «Wir werden mit den Steinen bauen.» Dazu muss das Ehepaar aus dem Aargau das Grundstück im Hinterland von Essaouira allerdings erst einmal erwerben. Um den Kauf vollständig abzuschliessen, brauchen sie eine Baugenehmigung, und genau das ist das Problem: Der Antrag ist gestellt, doch die Baukommission hat seit vier Monaten nicht getagt. Und die Frist läuft in wenigen Tagen ab! Die Architektin rät den Schweizern, sich direkt an den Gouverneur von Essaouira zu wenden. Der sei ganz umgänglich, zum Beweis zeigte sie ein Facebook-Video mit dem tanzenden Chef der Provinz.

Ungewohnte Alltags-Taktung

«Das Leben ist: Immer wieder dazu lernen», übte sich Cornelia in Gelassenheit. «Ich muss mich noch an den Takt gewöhnen», sagte Jean-Marie mit ganz leiser Verzweiflung in der Stimme. Immerhin haben die beiden in ihrem zähen Ringen mit den Behörden Unterstützung. Der Deutsche Didier, der seit 13 Jahren in Marokko lebt, hat sich die Sitten und Gepflogenheiten nicht nur angeeignet, er hat ein Geschäftsmodell daraus gemacht: Er hilft Ausländern, in diesem speziellen System Fuss zu fassen.

Familie geht vor

Auch bei den Auswanderungs-erfahrenen Blums in Down Under lief nicht gleich alles nach Plan. Obwohl Sabrina und Markus das Familienabenteuer mit den beiden Töchtern sehr lange und intensiv vorbereitet hatten: Sechs Monate lang wilde Kamele zähmen auf einer Farm in Hawker, drei Monate lang mit Kamelen durchs Outback ziehen. Doch die erste Begegnung mit den Kamelen musste Markus schon mal sausen lassen und bei Tochter Amira im Camper bleiben, weil das Kind sich krank fühlte. Der weit gereiste Papa nahm es lässig. Mit Familie kommt so etwas eben vor. Und die geht dann auch vor. Deshalb soll später auch nicht durchs Outback geritten, sondern ein Wagen mitgenommen werden (den die Kamele ziehen). Blums wollen sich nichts beweisen, «das Familienerlebnis steht im Vordergrund.»

In Australien wird es wild

Zum Glück war Amira schnell wieder obenauf, fand sich gemeinsam mit Schwester Naira ab dem ersten Tag prima in der Schule zurecht, und die Eltern konnten sich ihrem neuen Projekt widmen: Wie zähmt man eigentlich ein Kamel, das frisch aus der australischen Steppe kommt? «Ich nehme an, es wird ziemlich wild hergehen», freute sich Markus. (Falls sich übrigens jemand fragt, wie die Wüstenschiffe überhaupt in die australische Steppe kamen: Die Engländer hatten seinerzeit die zähen Tiere zum Bau der Eisenbahnlinien eingesetzt und dann in die Freiheit entlassen.) «Ich bin sicher, dass wir das können», sagte Sabrina. Das ist die richtige Einstellung! Etwas anderes hätten langjährige «Auf und davon»-Fans, die Blums schon einmal vor Jahren in eine kanadische Blockhütte begleitet hatten, wohl auch nicht von Sabrina erwartet! Es macht jetzt schon wieder Spass, mit dieser Familie in ein neues Abenteuer zu starten!

«Auf und davon» lief am Freitag, 12. Januar, um 21.00 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach Ausstrahlung anschauen.

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