10.01.2018 - 12:37

Kampfhunde, Schlager, Liebesknatsch: So kam die letzte «Bestatter»-Folge an

von Cilgia Grass, Redaktorin
 

16 Bewertungen


Manche waren begeistert. Zum Beispiel vom «schaurig schönen» Schlagersong «Herzflimmern». Anderen war die gestrige «Bestatter»-Folge zu blutig – und zu ungerecht zu Rottweilern.

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«Der begrabene Hund» hiess die zweite «Bestatter»-Folge, die am Dienstag, 9. Januar, um 20.05 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt wurde. Und die Vierbeiner waren denn nicht nur im übertragenen Sinn Programm: Die durchgeknallte Mutter eines Schlagerschätzchens (Nurit Hirschfeld) hetzte einen Rottweiler auf einen verliebten Fan, um zu verhindern, dass ihre einkommensstarke Tochter abtrünnig wird. Der junge, massiv zerbissene Mann landete bei Dr. Semmelweis (Martin Ostermeier) auf dem Seziertisch. Obwohl eigentlich hartgesotten, brauchte dieser angesichts der Leiche einen Schluck aus dem Flachmann – und bot auch Kommissarin Giovanoli (Barbara Terpoorten) einen an. Semmelweis' Kommentar: «Bestimmte Momente fordern ein gewisses Mass an Rausch.» 

Kritik wegen Kampfhunden

Die «Kampfhund als Killermaschine»-Schiene kam jedoch nicht bei allen Zuschauern an. Das mussten auch Barbara Terpoorten und Regisseurin Katalin Gödros erfahren, die im Anschluss an die Sendung im SRF-Chat Rede und Antwort standen.  

«Die heutige Folge war für einen Familienabend eher schlecht geeignet. (Empfanden die Folge im Vergleich zu den anderen Folgen ziemlich brutal, vor allem der zerfleischte Sevi) (…)», schrieb dort etwa eine Zuschauerin aus Bern. 

«Ich bin Fan vom 'Bestatter'. Als heute aber wieder einmal mehr ein Rotti als 'böser' Hund dargestellt wurde, war ich enttäuscht», meinte eine Dame aus Langenthal BE. Und fügte an: «Unsere Rotti-Dame war selber aufmerksame Zuschauerin des 'Bestatters'. Die bei ihr gesunkenen 'Bestatter'-Sympathie hat sie lauthals verlauten lassen.»  

Mike Müller

  • Mike Müller
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Ein Zuschauer aus Küssnacht SZ bläst ins selbe Horn. «Wir sehen Ihre Serie sehr gerne, doch heute waren wir sehr enttäuscht. Einmal mehr müssen Rottweiler als Bisshunde herhalten. Diese Hunde sind nicht bissig, sondern hervorragende und sozial einwandfreie Tiere. (…) Warum musste das so sein?? Schade, und ich hoffe auf ein Umdenken beim Regisseur. Warum nicht auch einmal ein Pudel oder Labrator??» 

Die – leicht humorige - Antwort von Regisseurin Katalin Gödros: «Sie haben vollkommen Recht. Wir haben darüber auch viel diskutiert. Wir mussten aber auf einen gut dressierten 'Darsteller' zurückgreifen und konnten keinen wirklich 'bösen' Hund nehmen. Und ein Killerpudel hätte zwar visuell gut in die Villa gepasst, aber vielleicht weniger gefährliche Bissspuren hinterlassen.» 

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Amüsant: Schlagersong «Herzflimmern»

Viele fanden die Folge aber auch vorbehaltlos super. Die Palette reicht von «Cool» bis «Super spannend!». «Kompliment. Wer hat den schaurig schönen Schlagersong komponiert? Gibt es den in Echt zum Downloaden?», will ausserdem Nico Cavelti aus St. Gallen wissen. Komponiert wurde der Song vom Basler Raphael B. Meyer, der für den Soundtrack des «Bestatters» zuständig ist. Von SRF-Mann Thomas Lüthi erfährt man, dass «Herzflimmern» bei Spotify gratis verfügbar ist.  

Bild zum Artikel

Köstlich: Schlagersternchen Rikki (Nurit Hirschfeld) beim Video-Clip-Dreh zu «Herzflimmern».
Bild: Screenshot SRF

Bewegt hat auch der Liebesknatsch von Luc und Anna-Maria. Manche wünschen sich, dass die zwei endlich mal ohne Wenn und Aber zusammen sind. Andere finden das Hin und Her amüsant. Eine Zuschauerin wollte im Chat von Barbara Terpoorten wissen, ob sie es witzig fand, Mike Müller bezüglich des verpatzten Umzugs anzuschreien. Barbara Terpoortens Antwort: «Naja, ich hab ja nicht Mike angeschrieben, sondern Luc. Denn Mike muss ich nicht so anschreien, da er nicht so ein Sürmel ist wie Luc.» Aha.

Gute Quote

So oder so, die Quote spricht eine klare Sprache: 730'000 Leute haben sich den «Bestatter» gestern angesehen. Das entspricht einem Marktanteil von 40.7 Prozent und heisst so viel wie: Die Leute lieben die Serie.

Das tun auch wir. Auch wenn es gestern stellenweise Längen drin hatte. Und nicht alle Nebenschauspieler immer auf dem gleichen Niveau agieren wie die Stammtruppe um Mike Müller. Dafür amüsierten wir uns ob der ironisch angehauchten Schlager-Einlage blendend. Und schmunzelten darüber, dass Doerig dem Rottweiler den Ball wegnehmen musste. Und über viele weitere Kleinigkeiten. Deshalb schalten wir auch bei der nächsten Folge wieder ein. Wie schon all die Jahre davor.  

Die neuste «Bestatter»-Folge lief am Dienstag, 9. Januar, um 20.05 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

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