Fertig «Donnschtig-Jass»: SRF sägt Roman Kilchsperger ab

grs

6.9.2018 - 10:32

Ob das den Zuschauern gefällt? SRF setzt Roman Kilchsperger als Moderator des «Donnschtig-Jass» ab.

Mit seinen frechen Sprüchen und seiner lockeren Art hat Roman Kilchsperger (48) dem «Donnschtig-Jass» eine frische Brise verliehen. Damit ist es nun vorbei: Der Vertrag des Moderators wird nicht verlängert. Stefano Semeria (52), der neue Unterhaltungschef, hat andere Pläne.

«Eines meiner strategischen Ziele ist die langfristige Talententwicklung in der Moderation», sagt er zu «Bluewin». Holt man also auf gut Deutsch jemand Jüngeres, weil das günstiger kommt als ein Roman Kilchsperger? Schliesslich muss das SRF ja sparen. Die etwas ausweichende Antwort: «Wie bereits gesagt, ist die langfristige Talententwicklung in der Moderation eines meiner strategischen Ziele. Die Nachfolge ist noch nicht bestimmt. Dafür nehmen wir uns nun Zeit und informieren zu einem späteren Zeitpunkt.»

Stefano Semeria setzt lieber auf neue Gesichter.
SRF/Oscar Alessio

Entscheid unabhängig vom alten Knatsch

Dass Roman Kilchsperger in einem Weltwochen-Interview gegen SRF gewettert hat («Ich wurde eingeschläfert»), hat beim Entscheid von Semeria keine Rolle gespielt. «Die Unstimmigkeiten im Sommer hat bereits mein Vorgänger [Christoph Gebel, Anm. d. Red.] mit Roman Kilchsperger geklärt. Für mich ist es jetzt wichtig, in die Zukunft zu schauen.»

Roman Kilchsperger selber, der nicht arbeitslos ist, sondern zum Teleclub wechselte und dort nun die Champions League kommentiert, mag sich zum Fall nicht gross äussern. «Ich habe meinen Badge abgegeben und die Entscheidung akzeptiert. Schade, dass alles so gekommen ist», sagt er zum «Blick».

Einschalten, auch wenn beliebte Moderatoren weg sind?

Neben Roman Kilchsperger mussten mit Monika Fasnacht und Kurt Aeschbacher weitere altgediente und bei den Zuschauern sehr beliebte Moderatoren im Leutschenbach den Hut nehmen. Bleibt da noch genügend Anreiz, SRF einzuschalten? SRF habe aktuell - alle seriellen Formate wie zum Beispiel die Reihe 'SRF bi de Lüt', Einzelsendungen und Specials zusammengenommen - knapp 75 Unterhaltungssendungen im Portfolio, sagt Stefano Semeria. «Damit wir auch künftig diese grosse Vielfalt und Qualität an Unterhaltungssendungen und Moderatorinnen und Moderatoren gewährleisten können, ist die Talententwicklung umso wichtiger.»

Darauf an gesprochen, ob es neben dem Moderatorenwechsel noch andere  Änderungen beim «Donnschtig-Jass» geben wird, meint er: «Im Zentrum steht die Jass-Sendung mit all ihren beliebten Elementen. Natürlich ist es wichtig, eine Moderations-Persönlichkeit zu finden, die optimal zum Format passt.»

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