Gleich zwei Händler bezahlen für dieses Gemälde

fts

23.6.2020 - 16:00

«Bares für Rares»-Experte Colmar Schulte-Goltz, Moderator Horst Lichter und die beiden Verkäuferinnen stehen vor dem riesigen Gemälde.
ZDF

Ein Gemälde so gross wie seine Besitzerinnen: Das Werk eines holländischen Malers ist aber nicht das einzige, was die Händler bei «Bares für Rares» interessiert – ein seltener Deal geht über die Bühne.

Bei einem Gemälde liegt offensichtlich das Abgebildete im Auge des Betrachters, dabei geht jedoch meist der Rahmen unter. Genauso ging es Anita Ranzan aus dem Wuppertal. Sie wollte den Rahmen Silber anstreichen. Ein grosser Fehler, wie die Experten bei «Bares für Rares» schnell feststellten. Es wäre dessen Zerstörung gleichgekommen. Mutter Ilona Baumgarten verhinderte das Malheur: Der Rahmen ist nämlich das Wertvolle an dem Gemälde.

«Es ist eine sehr grosse Landschaft, die sehr effektvoll gemalt ist», stellt Experte Colmar Schulte-Goltz fest. Die Szene zeigt eine Lichtung im Wald – mit den hellen und dunklen Partien wirkt sie sehr lebendig. Maler war laut Schulte-Goltz der Holländer J.J. van Poorten. Doch der Rahmen hat es dem Experten wirklich angetan: Stuckiert und aus dem 19. Jahrhundert identifiziert er diesen – auch als schön und opulent bezeichnet er den vergoldeten Rahmen.

Eine Seltenheit bei den Händlern

1000 Euro – das stellt sich Mutter Baumgarten vor. Schulte-Goltz versichert ihr aber, dass eine Neuanfertigung eines solchen Rahmens «heutzutage 4000 Euro kosten würde». Freilich ist es aufwendige Handarbeit. Die Frage ist aber: Was bieten die Händler?

Allesamt sind begeistert vom Rahmen, trotzdem starten die Gebote sehr niedrig: Walter Lehnertz bietet 480 Euro, Markus Wildhagen erhöht sogleich auf 500. Lehnertz legt 50 obendrauf und gibt sich siegessicher. «Da nehme ich das Bild lieber wieder mit», sagt Verkäuferin Ranzan. Da kommt Julian Schmitz-Avila die Idee: Er hätte gerne nur den Rahmen. Also einigt er sich mit Lehnert auf 250 Euro für die Leinwand und 700 für den Rahmen. Er mache da einen Spiegel rein.

Die Verkäuferinnen sind happy, auch weil «es wunderbar war Walter Lehnertz zu treffen», er sei ihr Liebling. Auch war der Deal besonders, weil es nur selten vorkommt, dass zwei Händler Geld bezahlen für ein Kunstobjekt.

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