Im «Donnschtig-Jass»: Emil bringt Roman Kilchsperger aus dem Konzept

10.8.2018 - 09:04, von Lukas Rüttimann

Herzliche Begrüssung: Roman Kilchsperger und Emil mit Niccel in Frenkendorf BL.
Bild: Screenshot SRF
Wie gewohnt ansteckend: das Lachen von Emil und Niccel Steinberger.
Bild: Screenshot SRF
Der Humorist schwang nicht nur am Trumpf-«Hau’ den Lukas» den Hammer.
Bild: Screenshot SRF
Emil und Niccel mit Co-Moderator Reto Scherrer beim Kirschenpflücken.
Bild: SRF
Beim Kirschsteinspucken unterlag Emil seiner Frau, nahm es aber locker.
Bild: Screenshot SRF
Roman Kilchsperger machte wie gewohnt das Kalb.
Bild: Screenshot SRF
Live und legendär: Emils Jass-Nummer.
Bild: Screenshot SRF
Am Schluss schenkten Emil und Niccel Roman Kilchsperger eine selbstgemalte «Wochenzeichnung».
Bild: Screenshot SRF

Roman Kilchsperger hatte im «Donnschtig-Jass» erneut eines seiner Kindheitsidole zu Gast. Emil Steinberger zeigte dabei, dass er trotz seiner 85 Jahre weder seinen Humor noch seinen Biss verloren hat.

Vom Regen ist Roman Kilchsperger in diesem Jahr weitgehend verschont geblieben. Auch gestern liess Petrus es nur ganz zum Schluss ein bisschen nass werden. Viele dunkle Wolken gabs für den «Donnschtig-Jass» in dieser Staffel dennoch.

Vor allem Kilchspergers Aussagen in der «Weltwoche», man habe ihn beim Schweizer Fernsehen «eingeschläfert», haben die Chefs im Leutschenbach erzürnt. Zwar hat man sich inzwischen ausgesprochen, doch der Konflikt dürfte noch nicht wirklich vom Tisch sein. Nicht zuletzt deshalb, weil man mit dem zum Teleclub wechselnden SRF-Star schon bald Gespräche über die «Donnschtig-Jass»-Saison vom nächsten Jahr führen muss.

Ehrliche Freude über Emil

Von all dem zeigte sich der Show-Profi absolut unbeeindruckt. Gutgelaunt und schlagfertig wie eh und je begrüsste er sein Publikum im basellandschaftlichen Frenkendorf. Mit gutem Grund: Nach Sportreporter-Legende Bernard Thurnheer zu Beginn der Staffel konnte Kilchsperger gestern erneut eines seiner grossen Kindheitsidole begrüssen. Humorist Emil Steinberger kam mit Frau Niccel, und die herzliche Begrüssung des Moderators («Ich freu’ mich so!») wirkte spontan und echt.

In der Folge gab es strahlende Gesichter auf beiden Seiten. Immerhin sind sowohl Emil wie auch seine Frau Niccel für ihr Lachen berühmt. Der 85-Jährige zeigte aber auch, dass er trotz seines hohen Alters wenig von seinem Biss eingebüsst hat. Emil schwang nicht nur beim Hau’ den Lukas um den Jass-Trumpf den Hammer (obwohl er die Aufgabe dann seiner Frau überliess) – auch im Gespräch mit Kilchsperger zeigte er Zähne.

Als ihn der Moderator nämlich auf das Geheimnis seiner jugendlichen Ausstrahlung ansprechen wollte und ein harmloses Kompliment an Niccel erwartete, ereiferte sich der Luzerner unerwartet heftig. «Immer dieses Gerede vom Jung sein und vom Jungbrunnen – Aktivitäten sind es, die einen frisch halten. Nicht jung, aber frisch!», polterte er und brachte damit Kilchsperger für einen kurzen Moment sogar aus dem Konzept.

Immer noch ein Komiker-Ass

Freilich stellte Emil auch seinen unverkennbar subtilen Humor unter Beweis. Sein live vorgetragener Jass-Sketch ist heute noch so lustig wie vor 40 Jahren. Und als ihn Langlauf-Star Dario Cologna via Video-Botschaft fragen liess, weshalb er nie rätoromanische Nummern im Programm habe, antwortete er wie aus der Pistole geschossen: «Immer wenn ich nichts gesagt habe – dann wars Rätoromanisch».

Und sonst? Die Ethno-Jodler Heimweh sangen ihren neuen Hit, Niccel besiegte Emil beim Kirschsteinspucken, Scherrer und Kilchsperger machten das Kalb – und die Jassrunden waren wie immer diese Saison spektakulär und fast ein wenig denkwürdig (auch wenn es diesmal denkwürdig schlechte Resultate waren).

Schön, wenn das nächstes Jahr so weitergehen würde.

Roman Kilchsperger
Zurück zur Startseite

Weitere Artikel