Fluchend und schwitzend Mona Vetsch ackert auf dem Bau – bis der Rücken schmerzt

tsch

28.9.2018

In Helm und Arbeitshosen durfte Mona Vetsch diese Woche maurern, schalen und Eisen legen. Als einzige Frau auf einer Baustelle - und zwar auf der grössten Hochbaustelle der Schweiz.

Abenteuer Grossbaustelle: Für Mona Vetsch in ihrer Funktion als «Mona mittendrin»-Protagonistin wurde diese Woche der Traum vieler Vierjähriger wahr! Drei Tage lang durfte sie mit anpacken und hinter die halb fertigen Fassaden blicken auf der grössten Hochbaustelle der Schweiz, dem «Circle» am Flughafen Zürich.

«Ich weiss, immer wenn's besonders verlockend aussieht, kommt das dicke Ende aber garantiert», mutmasste Mona Vetsch bereits beim Anblick der Sonnencreme und des Hinweises auf den Treffpunkt Flughafen Zürich, die sie in der «Mona mittendrin»-Blackbox fand. Dass sie wohl keinen Badeanzug brauchen würde, war ihr klar. Dass sie wenig später in Helm, Arbeitshosen und neongelbem Shirt stecken würde (stand ihr übrigens gut), hätte wohl auch sie nicht gedacht: Mona Vetsch sollte drei Tage lang an der Grossbaustelle des «Circle» mit werkeln, einem riesigen Gebäudekomplex am Flughafen Zürich mit Hotels, Läden, Restaurants und einem Teil des Unispitals. In zwei Jahren soll das Milliardenprojekt fertiggestellt sein.

Mona maurert

Wie immer wurde Mona Vetsch bei ihren Aufgaben von kompetenten Profis begleitet, zum Beispiel von Felipe, dem Schaler, oder Pedro, dem Eisenleger. Schnell wird klar: Die meisten Arbeiter, die hier an der «Schweiz der Zukunft» schaffen, kommen nicht aus der Schweiz, sondern zum Beispiel aus Portugal oder Italien. Sie sind froh darüber und auch stolz darauf. Doch der Job auf dem Bau ist hart.

Lars, Maurer und Vorarbeiter aus der Schweiz, kann Mona Vetschs Frust nachvollziehen, als die von ihr mühsam und unter Fluchen errichtete erste eigene Mauer der Begutachtung von Claudio Zanella, der Gesamtprojektleiter Ausführung, nicht standhält. Stein für Stein muss sie das Werk wieder abtragen, obwohl ihr sowieso schon der Rücken wehtut. Allerdings gibt Claudio zu: «Ich glaube nicht, dass ich so gut gemaurert habe beim ersten Mal.» Der «Circle» ist sein letztes und auch sein grösstes Projekt, bevor er dann kürzertreten will. Nicht ohne Stolz sagt er: «Die Baustelle wird mich überleben.»

Mona Vetsch muss «ad Säck». Die Moderatorin errichtet ihre erste eigene Mauer - und muss sie schlussendlich Stein für Stein wieder abbauen.
Mona Vetsch muss «ad Säck». Die Moderatorin errichtet ihre erste eigene Mauer - und muss sie schlussendlich Stein für Stein wieder abbauen.
Bild: Screenshot SRF

Als einzige Frau unter ihnen war die zierliche Bauarbeiterin Mona Vetsch schon beinahe selbst eine Attraktion auf der Baustelle mit 500 Arbeitern. Sie sprach nicht nur mit vielen von ihnen über ihre persönliche Situation. Sie hatte auch Gelegenheit, den japanischen Architekten Riken Yamamoto persönlich zu treffen, der ihr das Konzept erklärte: Von aussen wirke der «Circle» gross und hoch, von innen eher kleinteilig wie das Zürcher Niederdorf, mit «Gässli».

Gross und hoch und kleinteilig

Mit welchen Dimensionen die Beteiligten an dem Grossprojekt es zu tun haben, wurde unter anderem deutlich, als der Architekt vorschlug, die Beton-Stützen, die für seinen Geschmack etwas zu dunkel geraten waren, hell anzumalen. Es sind 15'400 Stück. Gesamtprojektleiter Beat Pahud bewahrte die Fassung: «Das müssen wir jetzt ausbaldowern.»

Wie bereits in der vergangenen Folge, in der Mona Vetsch Einblick in den Alltag auf einer Kinderkrebsstation erhalten hatte, verliess sie auch diese Wirkungsstätte mit viel Dankbarkeit für die Leute, die hier einen guten Job machen. Ob sie wohl neben dem kleinen Spielzeug-Betonmischer von Claudio als Andenken auch einen ausgewachsenen Muskelkater mitgenommen hat?

Mona Vetsch verbringt drei Tage auf der Baustelle und packt mit an - Rückenschmerzen sind da inklusive.
Mona Vetsch verbringt drei Tage auf der Baustelle und packt mit an - Rückenschmerzen sind da inklusive.
Bild: Screenshot SRF

Die zweite Folge von «Mona mittendrin» lief am Donnerstag, 27. September, um 21.05 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Taffer Job für Mona Vetsch: Tränen auf der Kinderkrebsstation
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