10.09.2017 - 10:00

Jodelprinzessin Melanie Oesch sticht ihren «Vättu» aus

von Lukas Rüttimann
 

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Familie Oesch trumpfte bei Reto Scherrer im «Samschtig-Jass» auf. Nur was das Privatleben angeht, liess sich Melanie einmal mehr nicht in die Karten schauen.

Es weht ein frischer Wind beim «Samschtig-Jass». Auch dank dem neuen Moderator Reto Scherrer, der im Gegensatz zu Vorgängerin Monika Fasnacht nicht nur beim Reden ein höheres Tempo anschlägt. Auch sonst ist das Bemühen spürbar, die dienstälteste Unterhaltungssendung Europas ein klein wenig moderner zu gestalten. 

Das neue Setting in Rapperswil, die Wahl eines Studiogastes als Jass-Kandidat, die musikalischen Einlagen – alles ist ein bisschen anders bei der beliebten samstäglichen Jass-Show auf SRF 1. Schliesslich ist Jassen auch beim jungen Publikum längst wieder angesagt, und da macht die eine oder andere Innovation durchaus Sinn.

Melanie Oesch

  • Melanie Oesch
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  • SCHWEIZ MUSIKANTENSTADL OESCH
  • SCHWEIZ MUSIKANTENSTADL OESCH

Show-Profis durch und durch

Gäste wie Oesch’s die Dritten kommen da wie gerufen. Die erfolgreiche Jodelfamilie aus dem Kanton Bern vereint Fans aus allen Altersschichten. Sie steht für Tradition, hat aber dennoch ein sympathisches, modernes Auftreten. Deshalb versuchen Oesch’s die Dritten in ihrem zwanzigsten Jubiläumsjahr mittlerweile sogar in Deutschland Fuss zu fassen.  

Klappen könnte es: Alle in der sechsköpfigen Familie sind Show-Profis durch und durch – und das kam auch dem gestrigen «Samschtig-Jass» zu Gute. So wirkte Frontfrau Melanie bei ihrem Auftritt weit weniger nervös als der Moderator. Reto Scherrer passt hervorragend zur Sendung, dennoch merkt man ihm bei Gesprächen die eine oder andere Unsicherheit noch an. Was bei seiner erst dritten Ausgabe kein Wunder ist.

Melanie Oesch hingegen überstrahlte mit ihrem Mix aus Natürlichkeit und Star-Appeal die anderen Kandidaten am Jasstisch. Dort machte sie auch als Jasserin eine gute Figur. Mit nur drei Differenzpunkten in der ersten Runde zeigte sie dem familieninternen Jasskönig «Vättu» den Meister. Der hatte sich spontan als Kandidat für die zweite Runde erklärt und blieb mit elf Punkten deutlich hinter seiner erfolgreichen Tochter zurück. Am Ende wurde Oesch – wie passend ­– Dritte in einer starken Jass-Runde.

Gold für Jodel-Platte

Richtig auftrumpfen konnte die Familie bei der musikalischen Einlage. Der «Zirkusjodel» brachte Stimmung in den Kinderzoo, zumal Melanie und Mutter Annemarie den Text auf den «Samschtig-Jass» anpassten. Als verdienten Lohn gabs am Ende eine Goldene Schallplatte für 10'000 verkaufte Alben.  

Nur beim Thema Privatleben liess sich Melanie Oesch einmal mehr nicht in die Karten blicken. Als Reto Scherrer von ihr wissen wollte, welchen ihrer vielen Übernamen ihr Freund für sie benutze, blockte der Jodelstar mit «alle möglichen» ab. Da halfen weder das geschickte Nachbohren noch holprige Komplimente für die Frisur nichts.

Wer Melanies Herzbube ist, bleibt also weiterhin ihr wohlbehütetes Geheimnis.

Der «Samschtig-Jass» mit Melanie Oesch lief am Samstag, 9. September, um 18.45 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

So war der erste «Samschtig-Jass» mit Reto Scherrer

Monika Fasnachts letzter «Samschtig-Jass»

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