So viel verdient «Rundschau»-Moderator Sandro Brotz

nat

22.2.2018

Sandro Brotz spricht über sein Gehalt.
Bild: SRF/Oscar Alessio

Sandro Brotz spricht Klartext: Der «Rundschau»-Moderator legt in der Sendung seinen Lohn offen – und erklärt später auch, wieso er das getan hat.

Über Geld wird nicht gesprochen – zumindest in der Schweiz für gewöhnlich nicht. Doch jetzt redete «Rundschau»-Moderator Sandro Brotz (48) Tacheles: In der Sendung vom Mittwoch verriet er seinen Lohn. Anlass dafür war der Beitrag «Die Millionen-Löhne der Chefärzte».

Seinem Studiogast – Thomas Hillermann, Chefarzt in der Anästhesie am Spital Uster ZH – erklärte der SRF-Mann: «Lassen Sie uns von Anfang an die Karten auf den Tisch legen und über unsere Löhne sprechen. Als Moderator und stellvertretender Redaktionsleiter der 'Rundschau' verdiene ich rund 130'000 Franken pro Jahr.»

Der Grund für seine Offenheit

Auf Facebook erklärte Brotz später dann den Grund für seine Ehrlichkeit: Er verlange von seinen Gästen Transparenz – deswegen müsse er auch selbst bereit sein, offen zu sein. Ausserdem würden «abenteuerliche Vorstellungen herumgeistern», wie viel sie beim Schweizer Fernsehen verdienen. Er habe bei privaten Medien also rund ein Drittel mehr bekommen, erklärt Brotz weiter.

Sowieso habe SRF schon «früher Zahlen und Fakten zu Mitarbeitenden und Löhnen veröffentlicht» - und er könne «dazu stehen, gut zu verdienen», sagt Brotz und fügt sogleich an, das Geld jedoch nie sein Antrieb war, Journalismus zu machen.

In der heutigen Zeit fände er es zudem wichtig, «eine transparente Lohndebatte» zu führen – «auch bezüglich der Gleichstellung von Mann und Frau», meint der Moderator. Trotzdem müsse man schlussendlich für sich selbst entscheiden, ob man über den Lohn reden möchte – oder nicht.

Auch andere SRF-Moderatoren legen Lohn offen

Sandro Brotz ist mit seiner Offenheit nicht alleine beim SRF: 2012 sprach bereits «Eco»-Moderator Reto Lipp (57) über sein Gehalt. 120'000 Franken im Jahr verdiene er, erklärte Lipp damals in seiner Sendung. Und auch von seinem Kollegen, «Tagesschau»-Moderator Franz Fischlin (55), ist bekannt, was er monatlich bei einem Pensum von 90 Prozent verdient: 8000 Franken. Aufs Jahr hochgerechnet sind das 104'000 Franken – der Dreizehnte ist da schon dabei.

Die «Rundschau» mit Sandro Brotz lief am Mittwoch, 21. Februar, um 20.55 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Zurück zur Startseite