«Darf ich bitten?»: Albtraum, zittrige Beine und Sommerfigur

von Cilgia Grass, Redaktorin

10.3.2018

Das Parkett ist gewachst, die Tanzschuhe sind auf Hochglanz poliert: Am Samstag startet auf SRF «Darf ich bitten?». «Bluewin» fühlt den Promis der ersten Qualifikationsrunde auf den Zahn.

Am Samstag, 10. März, läuft die erste Qualifikationsshow von «Darf ich bitten?». Dort treten die fünf Promis Tiziana Gulino (21), Susanne Kunz (39), Tonia Maria Zindel (45), Franco Marvulli (39) und Michel Birri (30) gegeneinander an. Die Jury – Marianne Kaiser, Tanzschulleiterin, Künstler Rolf Knie sowie Choreograf und Produzent Curtis Burger – und Zuschauer entscheiden schlussendlich, wer weiterkommen wird. Nach insgesamt zwei Qualifikationsrunden schaffen es sechs Promis in die Halbfinalsendung. Dort haben wiederum vier Persönlichkeiten die Chance auf das grosse Finale. Gegenüber «Bluewin» standen Kunz, Gulino und Co. kurz vor der ersten Show Rede und Antwort.

«Bluewin»: Was macht Ihnen am meisten Spass?

Tiziana Gulino: Am meisten macht mir Spass, die Tänze in Originaltempo komplett durchzutanzen. In der ersten Runde sind es zwei relativ schnelle Tänze, da kommt man in Schwung und kann es total geniessen, auch wenn es sehr streng ist.

Franco Marvulli: Für mich ist es, etwas Neues zu lernen, das man noch nicht kennt und die Fortschritte zu bemerken. Und einfach seinen Körper ganz neu kennenzulernen.

Michel Birri: Es ist mega schön zu sehen, dass es jeden Tag vorwärtsgeht. Ich hätte mir vor ein paar Wochen niemals vorstellen können, dass ich mir all diese Tanzschritte merken kann. Zudem fühlte ich mich zu Beginn wie ein Kartoffelsack auf der Tanzfläche. Mittlerweile bin ich vielleicht noch ein «Kartoffelsäcklein».

Susanne Kunz: Das Tollste ist die Zusammenarbeit mit meinem Tanzcoach Marcus. Er ist auf eine gute Art ambitioniert und kann seine Choreografien und die damit verbundenen technischen und künstlerischen Anforderungen sehr gut vermitteln. Wir lachen viel, auch wenn wir stets konzentriert arbeiten.

Tonia Maria Zindel: Tanzen ohne Ende, es gibt nichts Schöneres! Und feilen an den Details: Haltung, Grazie - und wo kann man noch einen Impact sezten? Und wie geht Partnering? Und die schwierigen Locksteps erst! Eintauchen in die Tanzwelt. Und die Leichtigkeit behalten.

Was macht Ihnen am meisten Sorgen?

Tiziana Gulino: Meine grösste Sorge sind meine zitterigen Beine, die ich bekomme, wenn ich nervös bin. Ich versuche nun in diesen Tagen der Vorbereitung einen Trick zu finden, wie ich diese ein wenig stillen kann, damit ich mir da keine Sorgen machen muss.

Franco Marvulli: Ich hoffe, die Erwartungen der Zuschauer sind nicht zu gross und nebenbei wäre ich froh, wenn ich niemanden beim Tanzen fallen lasse.

Michel Birri: Ich hatte letzthin einen Albtraum: Gerade mal sieben Leute aus der ganzen Schweiz hätten für meine Tanzpartnerin Svetlana Guggenbühl und mich angerufen. Horror. Ich hoffe schon, dass es dann ein paar mehr werden. Dass plötzlich im Scheinwerferlicht all die Schritte weg sind, diese Angst ist natürlich da.

Susanne Kunz: Ich kann noch nicht genau abschätzen, wie ich dann im Moment kurz vor dem Auftritt mit der Nervosität umgehen werde. Diese ist manchmal unberechenbar und kann einen aufs Mal im Nacken sitzen und sich festbeissen.

Tonia Maria Zindel: Gar nichts, ich habe einen grossartigen Coach, Marc Aeschlimann. Wir verstehen uns, was Hingabe und Ausdauer anbelangt, wir sind neugierig und furchtlos, und ich fühle mich sicher und gut aufgehoben und werde gefordert: Was will frau mehr!

Wie viel, wie oft und wo haben Sie trainiert?

Tiziana Gulino: Anfangs, als ich noch das «Ewigi Liebi»-Musical hatte, haben wir etwa zweimal, manchmal dreimal wöchentlich trainiert. Je näher jedoch jetzt der 10. März kam und als mein Musical-Engagement endete, haben wir drei- bis viermal pro Woche trainiert. Wir waren meistens im Backstage-Studio in Zürich, zum Teil aber auch im Tanzhaus, Tanzwerk 101 oder im Arthur Murray Dance Center. Mein Tanzcoach Mark Stalder kam in der Endphase aus Lugano fast täglich nach Zürich.

Franco Marvulli: Bei mir war das unterschiedlich: Von fünfmal die Woche und dann mal wieder zwei Wochen gar nicht. Wir mussten uns Zeit nehmen und die Momente nutzen, die wir hatten. Wir arbeiten ja beide und wohnen nicht gerade nebeneinander.

Michel Birri: Ich bin ja erst etwas später eingestiegen, weil ich für Erich Vock einspringen durfte. Deshalb hatte ich einiges aufzuholen. Wir haben bestimmt fünfmal die Woche trainiert, in den letzten beiden Wochen praktisch täglich. Zudem habe ich mir einen Personaltrainer genommen, um auch etwas an der Kraft und der Kondition zu arbeiten. So eine Hebefigur ist nicht ganz ohne. Schliesslich will ich ja nicht, dass Svetlana unsanft auf dem Bühnenboden landet.

Susanne Kunz: Wir haben seit Ende November viermal pro Woche trainiert, in den Weihnachtsferien sogar jeden Tag. Pro Mal waren das zwischen zwei bis vier Stunden. Daneben habe ich Krafttraining und viel Stretching gemacht.

Tonia Maria Zindel: Na, sehr oft, drei- bis viermal die Woche. Es ist grossartig, diese Anfrage kam genau im richtigen Moment. Keine sonstigen Engagements oder Dreharbeiten: Mein Leben zur Zeit ist Tanz, Musik und Lebensfreude! Danke schön dafür!

Was hat dabei am meisten gebracht?

Tiziana Gulino: Am meisten hat es geholfen, als mein Tanzcoach mich mit den Bewegungen vertraut machte, so dass ich mich wohlfühlen konnte. Gleichzeitig haben wir die Choreografie gelernt und dann versucht immer mehr durchzutanzen und schlussendlich noch an der Ausführung der Bewegungen zu arbeiten, so klappte es am besten.

Franco Marvulli: Tanzen, Pause, tanzen, Pause, tanzen, Pause und zusätzlich regelmässig trainieren. Das kenne ich vom Sport, wirkt aber beim Tanzen und beim Lernen genauso.

Michel Birri: Wichtig waren, glaube ich, auch die kleinen Übungssequenzen. Manchmal habe ich im Radiostudio, während ein Song lief, einfach kurz meine Choreo durchgetanzt, damit ich nicht ganz aus der Übung komme. Das war wichtig. Ich habe mit Svetlana eine grossartige Trainerin und Tanzpartnerin. Wir haben uns von Anfang an super verstanden und das ist beim Tanzen definitiv auch sehr wichtig. Sie musste zwar manchmal etwas streng sein, aber das brauche ich manchmal. (lacht)

Susanne Kunz: Die Kontinuität. Es prägt sich alles viel besser ein, wenn man immer wieder trainiert und keine lange Pause zwischen den Trainings hat. Immer wieder haben wir unsere Trainings gefilmt und analysiert. Das bringt sehr viel.

Tonia Maria Zindel: Wenn man nicht aufgibt. Und das Team, das mich unterstützt: Meine Familie, Marc, Corina, Giusi, Desi, die ganze Familie Parlett. Grazie mille!

Haben Sie von Ihrem Coach etwas gelernt, das Sie noch nicht wussten oder konnten?

Tiziana Gulino: Ich konnte eigentlich nicht wirklich tanzen, er hat mir also fast alles beigebracht. Ich habe eine neue Seite von mir kennengelernt und mein Tanzcoach hat mich ständig ermutigt, aus mir herauszukommen und mich motiviert. Er versuchte auch, meine Beziehung zur Musik einzubringen: Ich solle statt mit meiner Stimme mit meinen Bewegungen versuchen, Emotionen auszudrücken.

Franco Marvulli: Meine Tanzpartnerin Valery Reuser hat mir gezeigt, wie wichtig die Ausstrahlung ist und wie organisiert und diszipliniert der Tänzer arbeitet – das hat sie gut gemacht.

Michel Birri: Ich habe mehr oder weniger gelernt zu tanzen. (lacht) Bevor ich bei «Darf ich bitten?» eingestiegen bin, dachte ich, ich könnte eigentlich ganz okay tanzen. Dann kam das erste Training und ich wusste: Ok, was ich für Tanzen hielt bis anhin, ist einfach «sich-ein-bisschen-im-Takt-zur-Musik-bewegen». Dank Svetlana habe ich meine Sommerfigur dieses Jahr schon im März. Sie war es schliesslich, die mich ins Fitnessstudio geschickt hat.

Susanne Kunz: Wir haben sehr viele Drehungen in den Choreografien. Das will gelernt sein. Sich selber schnell um die eigene Achse zu drehen und dann wissen, wo zu stoppen ist, bevor es weitergeht, ist ganz schön anspruchsvoll. Insgesamt habe ich so viel gelernt und bin dafür einfach unglaublich dankbar!

Tonia Maria Zindel: Es geht wie immer auf der Bühne um Wagemut und gegenseitiges Vertrauen, dann kommt man weit zusammen. Plus: Offenes Ohr, warmes Herz, wacher Verstand. Let's dance, das Leben ist schön!

Die erste Qualifikationsshow «Darf ich bitten?» läuft am Samstagabend, 10. März, um 20.10 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

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