TV-Köche schlagen Alarm «Von einem Restaurant kann man keine Familie mehr ernähren»

Carlotta Henggeler

27.11.2025

Die Fernsehköche Frank Rosin (l) und Alexander Kumptner tauchen ab 27. Dezember in ihrer neuen Doku «Rosin & Kumptner: Mission Mittendrin!» auf Kabel Eins in verschiedene Themenwelten ein.
Die Fernsehköche Frank Rosin (l) und Alexander Kumptner tauchen ab 27. Dezember in ihrer neuen Doku «Rosin & Kumptner: Mission Mittendrin!» auf Kabel Eins in verschiedene Themenwelten ein.
Joyn/dpa

Die TV-Starköche Frank Rosin und Alexander Kumptner blicken mit Sorge auf die Gastronomie. Hohe Kosten und sinkende Umsätze prägen ihrer Einschätzung nach die Branche.

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DPA, Carlotta Henggeler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die TV-Köche Frank Rosin und Alexander Kumptner warnen vor einer existenziellen Krise in der Gastronomie durch hohe Kosten und sinkende Umsätze.
  • Beide fordern dringend die geplante Mehrwertsteuersenkung ab 2026, um Betriebe wirtschaftlich zu entlasten und das kulinarische Erbe zu bewahren.
  • In ihrer neuen Doku-Serie «Rosin & Kumptner: Mission Mittendrin!» tauchen sie ab dem 27. Dezember in verschiedene gesellschaftliche Themenwelten ein.

Die Fernsehköche Frank Rosin (59) und Alexander Kumptner (42) machen sich weiter grosse Sorgen um die Zukunft der Gastro-Branche. «Unabhängig von der politischen Farbe: Wir sind alle gerade unzufrieden. Ich mache meinen Job seit 35 Jahren als Unternehmer. Und ich sehe gerade schwarz», sagte Rosin der Deutschen Presse-Agentur.

Sein Koch-Kollege Kumptner aus Österreich pflichtet ihm bei: «Wir müssen das nicht schönreden. Es geht gerade ans Eingemachte für viele Branchen, auch die Gastronomie.»

Ab dem 1. Januar 2026 soll in Deutschland die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie wieder von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt. Das Gesetz, das im Dezember noch den Bundesrat passieren muss, sei dringend nötig, sagt Rosin. «Die Umsätze gehen zurück, die Wirte können nicht mehr davon leben, man kann von einem Restaurant keine Familie mehr ernähren.»

Sorgen um das kulinarische Erbgut

Kumptner sorgt sich aufgrund der Sparzwänge in der Branche auch um Qualität, Rezepturen und das kulinarische Erbgut. «Dann werden die Königsberger Klopse nicht mehr urig gekocht, das Wiener Schnitzel nicht mehr in Butterschmalz gebacken, sondern nur noch – Entschuldigung – Scheisse verkauft.» Die Steuern und Abgaben für Waren, Energie und Mitarbeiter seien viel zu hoch. «Wenn am Ende die schwarze Null in den Büchern steht, können manche schon glücklich sein. Und das ist falsch.»

Die beiden TV-Köche sind ab Donnerstag (20.15 Uhr) in ihrem neuen Doku-Format «Rosin & Kumptner: Mission Mittendrin!» auf Kabel Eins zu sehen.

In den vier Folgen begeben sich die befreundeten Köche in verschiedene Themenwelten. Auf der Hamburger Reeperbahn erzählt eine Domina ihre emotionale Lebensgeschichte, auf einem Militärschiff nehmen die Gastronomen an einer Rettungsübung teil.


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