TV-Doku «Terra X» forscht nach TV-Doku geht unerforschtem Geheimnis auf den Grund

Carlotta Henggeler

16.2.2025

Für den zweiten Teil der «Terra X»-Reihe besucht Mai Thi Nguyen-Kim unter anderem das Grab von Schauspieler Jan Fedder auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg.
Für den zweiten Teil der «Terra X»-Reihe besucht Mai Thi Nguyen-Kim unter anderem das Grab von Schauspieler Jan Fedder auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg.
ZDF/Maike Simon

Vom Hospiz bis zur Neurowissenschaft: Mai Thi Nguyen-Kim nähert sich in «Terra X» dem Sterbeprozess aus verschiedenen Blickwinkeln – und stellt die grosse Frage, was am Ende wirklich passiert.

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  • In der ZDF-Doku «Terra X – Unser Leben» erforscht Mai Thi Nguyen-Kim den Prozess des Sterbens und trifft Experten, die Nahtoderfahrungen wissenschaftlich untersuchen.
  • Neurologe Jens Dreier beschreibt die «Spreading Depolarization», eine elektrische Welle im sterbenden Gehirn, die möglicherweise Nahtoderlebnisse erklärt.
  • Die Wissenschaftsjournalistin besucht zudem ein Hospiz und ein Bestattungsinstitut, um persönliche Einblicke in den Tod zu gewinnen.

Jeder Mensch muss eines Tages sterben. Daran ist nicht zu rütteln. Wäre es aus diesem Grund nicht besser, den Tod endlich zu enttabuisieren?

Im zweiten Teil der «Terra X - Unser Leben»-Reihe im ZDF möchte die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim einen Beitrag leisten, eben das erreichen.

Unter dem Titel «Wie wir sterben» will die 37-Jährige mehr über jene Prozesse erfahren, die in den letzten Momenten unseres Bewusstseins im Gehirn vonstattengehen.

An der Berliner Charité trifft sie dafür den Neurologen Professor Jens Dreier, der im sterbenden Gehirn von Schlaganfallpatienten eine erstaunliche Beobachtung machte: Die sogenannte «Spreading Depolarization» beschreibt eine riesige Depolarisationswelle, bei der sich die Nervenzellen ähnlich wie bei einem Kurzschluss entladen. Könnte das eine Erklärung für die oft geschilderten Nahtoderfahrungen von wiederbelebten Menschen sein?

Dr. Charlotte Martial von der «Coma Science Group» in Lüttich hat zahllose dieser Nahtodberichte aus aller Welt gesammelt. Um herauszufinden, was ein Mensch bei seiner Reanimation wirklich wahrnimmt, hat sie an der Universitätsklinik in Lüttich ein besonderes Experiment eingerichtet. Sie möchte herausfinden, was Menschen bei Herzstillstand und Reanimation tatsächlich wahrnehmen. Zudem wird dort die elektrische Aktivität im Gehirn der Patienten mittels EEG aufgezeichnet.

Darüber hinaus möchte Mai Thi Nguyen-Kim auch eigene Grenzen überschreiten: So besucht die zweifache Mutter unter anderem ein Hospiz und ein Bestattungsinstitut und sieht zum ersten Mal in ihrem Leben einen toten Menschen.


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