Musterschülerin des Reality-TVs Wer ist die Baslerin Ariel, die das Dschungelcamp aufmischt?

Noemi Hüsser

30.1.2026

Die 22-jährige Baslerin Ariel sorgt im Dschungelcamp für jede Menge Streit.
Die 22-jährige Baslerin Ariel sorgt im Dschungelcamp für jede Menge Streit.
RTL

Kaum jemand polarisiert derzeit so sehr wie Ariel: Die 22-jährige Schweizerin bringt viele emotionale Ausbrüche ins Dschungelcamp – und macht sich damit zur Protagonistin des Reality-TVs.

Noemi Hüsser

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die Schweizerin Ariel, mit bürgerlichem Namen Valeria, sorgt aktuell im Dschungelcamp durch Konflikte, emotionale Ausbrüche und markante Aussagen für hohe mediale Aufmerksamkeit.
  • Die Baslerin war bereits in mehreren Reality-Formaten präsent, private Konflikte – etwa mit Ex-Partner Giuliano – trägt sie öffentlich aus.
  • Nach dem Krebstod ihres Vaters im November 2025 möchte sie das mögliche Preisgeld aus dem Dschungelcamp für einen Grabstein verwenden.

Im Dschungelcamp passiert viel: Es werden Würmer gegessen, Schlangen aus Kisten gezogen und es wird in luftiger Höhe geklettert. Gesehen wird vor allem eine: Ariel.

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass die 22-jährige Schweizerin für Tränen und Streit sorgt. Und kaum ein Medienbericht über das Dschungelcamp kommt derzeit ohne ihren Namen aus. «Ariel bringt alle auf die Palme», titelte die «Bild», «Ariel kreischt sich bei der Dschungelprüfung durch», hiess es hier bei blue News.

Ariel ist diejenige, die in der diesjährigen Staffel für Unterhaltung sorgt.

Die Baslerin heisst eigentlich Valeria. Den Namen Ariel bekam sie von Freund*innen, die sie wegen ihrer roten Haare, die sie bis vor kurzem trug, nach der Meerjungfrau benannten. Ihren Nachnamen sagt sie nicht öffentlich. Dass Medien sie deshalb teils als Ariel Hediger bezeichnen und dabei den Nachnamen ihres Ex-Freundes verwenden, stört sie. Auf Instagram stellte sie kürzlich klar: «Ich war nie verheiratet! Ich heisse bestimmt nicht Hediger.»

Kaum endet ein Reality-Format, folgt das nächste

Bevor Ariel im Reality-TV sichtbar wurde, absolvierte sie eine Lehre als Fachfrau Betreuung. 2023 trat sie dann gemeinsam mit ihrem damaligen Partner Giuliano Hediger in der Reality-Show «Love Fools» auf, die nur eine Staffel lang auf RTL+ lief. «Love Fools» ist eigentlich nicht viel mehr als die Reality-Version vom Spiel «Werwolf»: Vermeintliche Singles reisen in eine Villa auf einer griechischen Insel. Allerdings sind nicht alle wirklich Single, sondern auch Paare nehmen teil, die es schaffen müssen, ihre Beziehung möglichst lang geheim zu halten.

Eifersucht ist dabei vorprogrammiert. Ariel und Giuliano, die als Paar teilnahmen und ihre Beziehung geheim halten mussten, nahmen das Spiel ernst. Sie flirteten, küssten und provozierten öffentlich – oft vor den Augen des jeweils anderen.

Durch die Dschungelprüfungen muss sich Ariel kämpfen.
Durch die Dschungelprüfungen muss sich Ariel kämpfen.
RTL

Kennengelernt hatten sie sich zuvor in einem Club, in dem Giuliano als Barkeeper arbeitete. Ariel kannte ihn bereits aus dem Fernsehen: 2022 hatte er es bei der «Bachelorette» bis ins Finale geschafft. Sie habe damals schon gehofft, dass er nicht gewinnt, erzählte Ariel später.

Die Beziehung hielt dem Reality-Stresstest zunächst stand. Bei der Wiedersehensshow von «Love Fools» verkündeten die beiden, ein gemeinsames Kind zu erwarten. Tochter Ileyna kam im April 2024 zur Welt.

Parallel zur jungen Familie ging Ariels Reality-TV-Odyssee weiter – teils gemeinsam mit Giuliano, teils allein. Pausen scheint es kaum zu geben: Kaum endet ein Format, folgt das nächste. Das Leben abseits der Kamera wirkt dabei wie ein Übergang, kaum mehr als eine Werbeunterbrechung.

Streit-Szene in «Prominent getrennt» wurde zum Meme

2024 traten die beiden in der Oneplus-Serie «The Real Life #züri» auf, Ariel allein bei der Amazon-Prime-Show «The 50». 2025 folgten RTLs «Are You the One» und – nach der Trennung von Giuliano, eigentlich nur logisch – die gemeinsame Teilnahme an «Prominent getrennt».

Auseinander ging ihre Beziehung kurz nach der Geburt der Tochter. Giuliano soll Ariel betrogen haben, sagt sie. Seither tragen die beiden ihre Konflikte öffentlich aus, immer wieder geht es dabei auch um das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter. Zuletzt wurde die Frage, ob das Kind für die Zeit des Dschungelcamps nach Australien mitreisen darf, zum öffentlichen Streitpunkt.

Bei «Prominent getrennt» hatte Ariel ihren ersten richtigen viralen Moment. «Du kannst nicht verarbeiten, dass ich was mit einem Mann hatte, in der Zeit, in der ich Single war», wirft sie Giuliano in einer Szene vor. «Wie kann ich dann verarbeiten, dass du in der Beziehung eine Andere in dein Hotelzimmer rufst?» Damit war das Meme geboren.

Es sind solche Aussagen – ein bisschen unlogisch, ziemlich unhinged, unterstrichen von einer grossen Prise Schweizer Akzent –, die Ariel zur Musterschülerin des Reality-TVs machen. Ikonisch ist auch die Art, wie sie immer wieder laut und langgezogen «peinliiiich» ruft.

Dass diese Lautstärke kein neues Phänomen ist, bestätigt auch ihre Tante gegenüber RTL. Schon früher habe Ariel immer laut gesagt, was sie denkt. Immer dann, «wenn sie etwas nicht versteht oder als ungerecht empfindet».

Ariel löscht keine Brände, sie legt sie

Man kann das nervig finden, so wie es viele ihrer Dschungelkolleg*innen tun. Für Ariel – und für Reality-TV – ist das keine Beleidigung, sondern ein Qualitätsmerkmal. Für das Dschungelcamp macht sie damit genau das Richtige: Sie hält sich nicht zurück, sie erklärt sich nicht, sie wartet nicht ab.

Ariel ist keine, die Brände löscht. Sie legt sie. Und sorgt dafür, dass möglichst viele dabei zusehen. Die Aufmerksamkeit weiss sie zu nutzen – eine Aufmerksamkeit, die ihr inzwischen fast automatisch hinterhergeworfen wird. Für eine Karriere, die sich dem Reality-TV verschrieben hat, ist das nicht nur logisch, sondern nötig.

Nur einer kann Ariel dabei nicht zusehen: ihr Vater. Er ist im November im Alter von 47 Jahren an Krebs gestorben. «Ich halte dich, mein geliebter Papa, als den Helden meiner Kindheit in Erinnerung», schrieb Ariel auf Instagram. «Du warst immer für mich da – der Einzige, der an mich geglaubt hat, als alle anderen mich aufgegeben haben.» Sollte Ariel das Dschungelcamp gewinnen, will sie das Preisgeld in einen Grabstein für ihren Papa investieren, erzählte sie dem «Blick».

Reality-TV kannte ihr Vater selbst. 2019 nahm er an der Sendung «First Dates» teil. «Die Frauen in Basel sind ein bisschen langweilig», sagte er damals. Gemeint war damit aber sicher nicht seine Tochter. Denn langweilig ist Ariel nun wirklich nicht.


Mehr aus dem Ressort

So überlebst du die Wildnis

So überlebst du die Wildnis

Wie überlebt man in der Wildnis? Zum Serienstart von «7 vs. Wild Schweiz» hat uns der Überlebenstrainer Gion Saluz erklärt, was man unbedingt beachten muss.

23.01.2026