Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, links) und Johanna Stern (Lisa Bitter) befragen im «Tatort: Mike & Nisha» die Nachbarschaft eines verschwundenen Ehepaares.
Die Mittzwanziger Mike (Jeremias Meyer) und Nisha (Amina Merai) sind schwer verliebt und wollen heiraten.
Mike (Jeremias Meyer, Zweiter von links) erzählt seinen Eltern (Bruno Cathomas und Judith Hofmann, rechts), dass er seine neue Freundin Nisha (Amina Merai) heiraten will.
Nachbarn, direkt aus der Hölle: Gerlinde Wagner (Anna Stieblich, rechts), die ihre Mutter pflegt und schon mal Alkohol zur Unterstützung anwendet, und ihr Eigenbrötler-Nachbar Erwin Ramthor (Wolf Bachofner) verstehen sich nicht allzu gut.
Nisha (Amina Merai) hat persische Wurzeln. Ihre Mutter ist vor kurzem an Krebs gestorben, der Vater gilt als unbekannt.
Neben den etablierten Ermittlerinnen Odenthal (Ulrike Folkerts, rechts) und Stern (Lisa Bitter, zweite von links) ermitteln in Ludwigshafen mittlerweile auch die jungen Kräfte Nico Langenkamp (Johannes Scheidweiler) und Mara Hermann (Davina Chanel Fox).
Nachbar Erwin Ramthor (Wolf Bachofner) gilt als schwieriger Zeitgenosse.
Wird das Mörder-Pärchen gefasst, oder lässt sie das Drehbuch davonkommen?
«Tatort» im Check: Wie häufig ermorden Kinder ihre Eltern?
Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, links) und Johanna Stern (Lisa Bitter) befragen im «Tatort: Mike & Nisha» die Nachbarschaft eines verschwundenen Ehepaares.
Die Mittzwanziger Mike (Jeremias Meyer) und Nisha (Amina Merai) sind schwer verliebt und wollen heiraten.
Mike (Jeremias Meyer, Zweiter von links) erzählt seinen Eltern (Bruno Cathomas und Judith Hofmann, rechts), dass er seine neue Freundin Nisha (Amina Merai) heiraten will.
Nachbarn, direkt aus der Hölle: Gerlinde Wagner (Anna Stieblich, rechts), die ihre Mutter pflegt und schon mal Alkohol zur Unterstützung anwendet, und ihr Eigenbrötler-Nachbar Erwin Ramthor (Wolf Bachofner) verstehen sich nicht allzu gut.
Nisha (Amina Merai) hat persische Wurzeln. Ihre Mutter ist vor kurzem an Krebs gestorben, der Vater gilt als unbekannt.
Neben den etablierten Ermittlerinnen Odenthal (Ulrike Folkerts, rechts) und Stern (Lisa Bitter, zweite von links) ermitteln in Ludwigshafen mittlerweile auch die jungen Kräfte Nico Langenkamp (Johannes Scheidweiler) und Mara Hermann (Davina Chanel Fox).
Nachbar Erwin Ramthor (Wolf Bachofner) gilt als schwieriger Zeitgenosse.
Wird das Mörder-Pärchen gefasst, oder lässt sie das Drehbuch davonkommen?
Im drastischen «Tatort: Mike & Nisha» mit Odenthal (Ulrike Folkerts) und Stern (Lisa Bitter) ermordet ein sympathisches junges Paar die Eltern. Wie oft kommt Elternmord in der Realität vor? Und haben Sie richtig aufgepasst bei der finalen Szene?
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Ein süsses, junges Paar wird im neuen Ludwigshafener «Tatort» zu blutigen Mördern. Ihre Opfer: Die Eltern von Mike (Jeremias Meyer).
- Im Umfeld der Toten erwartet die Kommissarinnen Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Johanna Stern (Lisa Bitter) mehr als nur eine unangenehme Person.
- Besonders das ungewöhnliche Ende des Fernsehkrimis bleibt in Erinnerung.
Modernes Erzählen ist ambivalentes Erzählen. So wie in «Breaking Bad», wo man stets mit sich ringt, ob der krebskranke Chemielehrer, der aus Geldnot zum Drogenbaron wird, nun ein Guter oder ein Böser ist. Vergleichbare «Probleme» mit der Moral hat man auch beim «Tatort: Mike & Nisha» aus Ludwigshafen.
Die Kommissarinnen Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Johanna Stern (Lisa Bitter) sind hinter einem jungen, sympathischen, ja fast süssen Paar her. Es hat – im Affekt – die Eltern von Mike (Jeremias Meyer) ermordet. Eltern, die direkt aus der Hölle zu kommen scheinen, die aber auch blutig niedergemetzelt werden.
Wie oft kommt es in der Realität vor, dass Kinder ihre Eltern ermorden? Kam Ihnen der Mike-Darsteller mit seiner Bob Dylan-Gedächtnisfrisur auch so bekannt vor? Und haben Sie bei der spektakulären Schlussszene richtig aufgepasst?
Worum ging es?
Die Mittzwanziger Mike (Jeremias Meyer) und Nisha (Amina Merai) sind schwer verliebt. Bevor Mikes Eltern (Bruno Cathomas und Judith Hofmann) in den Campingurlaub aufbrechen, ist ein kurzes Kennenlernen geplant. Das Treffen eskaliert, als Mikes Eltern erfahren, dass die beiden frisch Verliebten heiraten wollten und ein Kind unterwegs ist.
Vor allem Vater Gustav tobt vor Wut. Im Streit erschlagen die jungen Liebenden Mikes Eltern. Der spiessigen Nachbarschaft mit Einfamilienhäusern und Gärten fällt der hohe Lärmpegel mit nachfolgender Totenstille auf. Mike und Nisha müssen den Tatort reinigen und Leichen entsorgen. Kommt das durch tragische Umstände und hoch fliegende Emotionen zu Mördern gewordene Paar mit seiner Tat durch?
Worum ging es wirklich?
Im «Tatort»-Debüt der Schauspielerin und Drehbuchautorin Annette Lober (39) dürften die Zuschauer-Sympathien bei den Tätern liegen – selbst wenn deren Verbrechen irritierend blutig in Szene gesetzt ist. Doch die Eltern und Stasi-artigen Nachbarn (Anna Stieblich, Wolf Bachofner) kommen direkt aus der Hölle: Es sind extrem unsympathische Figuren. Selbst die Kommissarinnen sind genervt von den «helfenden» Nachbarn.
Autorin Lober hat sich bei der Vorbereitung ihrer Geschichte vor allem für wahre Geschichten interessiert, die so ähnlich wie jene von Mike und Nisha sind. Über ihren Film sagt sie: «Es gab Fälle, in denen ich von Adoleszenten las, die ihre Eltern mithilfe von Freunden umbrachten. Neben der Erschütterung kam die Frage kam auf: Was muss passieren, damit jemand am Anfang seines Lebens zu solchen Mitteln schreitet?»
Wenn Kinder ihre Eltern töten
In der Schweiz ist das laut Bundesamt für Statistik seit 2019 im Schnitt drei Mal pro Jahr geschehen. Ausser in einem Fall waren die Täter*innen immer volljährig. Insgesamt zählt die Polizeiliche Kriminalstatistik in diesen Jahren zwischen 42 (2022) und 53 (2023) vollendete Tötungsdelikte. Mehr als die Hälfte davon wurden im häuslichen Umfeld verübt.
Die Gesamtzahl aller Tötungsdelikte (Mord und Totschlag) in Deutschland lag 2024 bei 668 vollendeten Tötungsdelikten. Ein erheblicher Anteil davon sind Beziehungstaten. Familientötungen (inklusive Eltern- und Kindertötungen) sind jedoch sehr selten. Laut des deutschen Bundeskriminalamts (BKA) gibt es jährlich nur einige wenige Fälle von Tötungsdelikten innerhalb der Familie.
Bekannt wurde eine Elterntötung in Berlin (2007), wo ein jugendlicher Täter seine Mutter umbrachte. Der Mord erregte mediale Aufmerksamkeit, da die Tat unter psychisch kranken Umständen stattfand. Auch in Emden (2012) tötete ein Jugendlicher seine Mutter, nachdem es zuvor zu familiären Konflikten gekommen war. Psychische Erkrankung spielte auch hier eine Rolle.
Der berühmteste Elternmord der letzten Jahrzehnte dürfte jener sein, der in der Netflix-Serie «Monster: Die Geschichte von Lyle und Erik Menendez» (2024) thematisiert wird. Die Brüder Lyle und Erik Menendez wurden 1996 wegen der Morde an ihren wohlhabenden Eltern José und Kitty Menéndez verurteilt. Bis heute ist nicht völlig geklärt, ob ihr Motiv das Erbe oder die Angst vor einem Leben in körperlicher, emotionaler und sexueller Misshandlung war.
Wer waren die Darsteller des jungen Paares?
Vor allem Mike-Darsteller Jeremias Meyer ist gut im Geschäft. Der 26-jährige Münchner spielte zuletzt in der Klasse-Serie «Tschappel» (ZDF-Mediathek) einen jugendlichen Hänger in der oberschwäbischen Provinz. Die Serie war für mehrere Preise nominiert.
Auch in der deutschen Amazon-Serie «Der Greif» (2023) nach dem gleichnamigen Fantasy-Roman von Wolfgang und Heike Hohlbein aus dem Jahr 1989 spielt er die Hauptrolle. Zuvor war er als «Axel» in der ebenfalls von Amazon produzierten Serie «Wir Kinder vom Bahnhof Zoo» zu sehen.
Nicht ganz so bekannt ist die 30-jährige Amina Merai, Darstellerin der Nisha. Die Berlinerin mit polnisch-tunesischen Wurzeln studierte bis 2019 Schauspiel an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Von 2018 bis 2021 war sie Ensemblemitglied am Schauspiel Stuttgart. Im Fernsehen konnte man Merai in Episodenrollen in Formaten wie «In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte», «SOKO Leipzig» oder «Nord bei Nordwest» sehen.
Was genau passiert am Schluss des «Tatorts»?
Wen die Schlussszene verwirrt hat, darf sich sagen lassen: Ja, die tragischen Täter Mike und Nisha begehen am Ende des Krimis Suizid, indem sie sich von einer halb abgerissenen Autobrücke in die Tiefe stürzten. Im «Tatort» sieht man jedoch nur, wie das Paar mit entschlossenen Schritten auf den Abgrund zuläuft. Der Sprung selbst wird nicht gezeigt. Lediglich die bestürzten Gesichter der sie verfolgenden Kommissarinnen sollen den Selbstmord verdeutlichen.
Gedreht wurde die Szene auf der Ludwigshafener Hochstrasse Süd. Diese war zum Zeitpunkt des Drehs gesperrt, weil sie abgerissen und neu gebaut wird. Das SWR-Team bekam die Genehmigung, einen Tag auf der Brücke zu drehen und nutzte das spektakuläre Motiv der dramatischen Abbruchkante. In der Realität war diese jedoch viel besser gesichert als im Film.
Wie geht es beim «Tatort» mit Odenthal und Stern weiter?
Der nächste «Tatort» aus Ludwigshafen mit Odenthal und Stern soll im Frühjahr 2026 laufen. Der Titel lautet «Tatort – Sashimi spezial». Johanna Stern entscheidet sich spontan, undercover bei einem Fahrradkurierkollektiv zu ermitteln, nach dem ein Fahrer dort unter merkwürdigen Umständen zu Tode kam.
Ab Mitte November entsteht unter der Regie von Martin Eigler bereits der übernächste Ludwigshafen-Fall, zu dem es aber noch keine weiteren Details gibt,
Sendung ist älter als 7 Tage und nicht mehr verfügbar.
Tatort: Mike & Nisha
So 09.11. 20:05 - 21:45 ∙ SRF 1 ∙ DE/AT/CH 2025 ∙ 100 Min
Sendung ist älter als 7 Tage und nicht mehr verfügbar.
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