«Der Teufel trägt Prada 2» jetzt im Kino
Comeback nach 20 Jahren: «Der Teufel trägt Prada 2» bringt Miranda Priestly (Meryl Streep) und Andy Sachs (Anne Hathaway) wieder zurück ins Kino – aber überzeugt die Fortsetzung? blue News hat den Film vorab gesehen.
29.04.2026
20 Jahre nach «Der Teufel trägt Prada» läuft seit wenigen Tagen die Fortsetzung in den Kinos. Mit Anne Hathaway und Meryl Streep in den Hauptrollen. Doch fast wäre es nicht so weit gekommen.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- 20 Jahre nach «Der Teufel trägt Prada» ist seit wenigen Tagen die Fortsetzung in den Schweizer Kinos zu sehen.
- In den Hauptrollen sind wieder Anne Hathaway und Meryl Streep zu sehen.
- Doch das Projekt stand lange Zeit auf der Kippe: Die beiden Hollywood-Stars sorgten hinter den Kulissen für Zweifel.
Seit in den Schweizer Kinos der Teufel wieder Prada trägt, hat das 20 Jahre lange Warten unzähliger Fans der Komödie auf eine Fortsetzung endlich ein Ende gefunden.
Müssig wie bei jedem Kultfilm, den Hype um «Der Teufel trägt Prada» zu erklären versuchen, aber die beiden Hauptdarstellerinnen Anne Hathaway und Meryl Streep hatten sicherlich einen gewaltigen Anteil an der Popularität des Films.
Wie dessen Schicksal wohl ausgesehen hätte, hätten sie nicht mitgespielt? Dabei wäre es beinahe wirklich so gekommen, bei Teil eins und auch beim Nachfolger.
Hathaway nicht auf der Wunschliste der Produzent*innen
Sowohl Anne Hathaway und mehr noch Meryl Streep hatten hier wie da Grund zur Sorge geboten. Beide Schauspielerinnen waren ursprünglich nicht für ihre Rollen in «Der Teufel trägt Prada» vorgesehen.
Hathaway hatte auf der Wunschliste der Produzent*innen nicht einmal an zweiter Stelle gestanden – auch nicht an dritter, vierter, fünfter oder sechster.
Wie sie einmal erzählte, war sie erst die Neunte, der man die Hauptrolle der grauen Maus Andy Sachs angeboten hatte, nach Scarlett Johansson, Natalie Portman, Kirsten Dunst, Claire Danes oder Rachel McAdams.
Zum Glück war Hathaway nicht nachtragend. Gut auch, dass alle Hürden um Sorgenkind Meryl Steep überwunden werden konnten. Davon gab es reichlich. Auch die Oscar-Preisträgerin musste sich bei «Prada» erst gegen Konkurrentinnen wie Michelle Pfeiffer und Glenn Close durchsetzen.
Zudem äusserten einige in der Produktion Bedenken, dass die Meisterin des Dramas für eine Komödie nicht witzig genug sei. Die Produzentin Wendy Finerman erinnerte sich noch 2023 an die Vorbehalte. «Ich erhielt Anrufe von Leuten, die mir sagten: 'Hast du den Verstand verloren? Die war noch nie in ihrem Leben lustig», so Finerman im Podcast «Hollywood Gold».
Meryl Streep war unzufrieden mit dem Gehalt
Meryl Streep und nicht lustig? Offenbar hatten die Skeptiker «Der Tod steht ihr gut» (1992) nicht gesehen mit Bruce Willis, Goldie Hawn und der nicht weniger lustigen Meryl Streep.
Oder die Komödie «Rendezvous im Jenseits» (1991) mit der witzig aufspielenden Streep als Engelsfrau, in die sich ein verstorbener Geschäftsmann (Albert Brooks) verliebt.
Nun, gesehen haben sie am Ende sicherlich «Der Teufel trägt Prada», und die Leistung der aberwitzigen Miranda-Darstellerin werden sie als Mittelfingerzeig empfunden haben.
Meryl Streep erhielt für ihre Darstellung eine Oscar-Nominierung. Eine Oscar-Nominierung in einer Komödie, wohlgemerkt, häufig kommt das nicht gerade vor.
Gut, dass die Befürworter die Oberhand behalten hatten. Und offenbar waren sie von Streep so sehr überzeugt, allen voran Regisseur David Frankel, dass sie auch die Schwierigkeiten auszuräumen bereit waren, die die Schauspielerin selbst ihnen bereitet hatte.
Meryl Streep war unzufrieden mit dem Gehalt, das man ihr ursprünglich geboten hatte, zwei Millionen US-Dollar, und erst als man die Gage verdoppelte, sagte sie zu. Das Risiko zahlte sich aus.
Auf 41 Millionen Dollar waren die Produktionskosten von «Der Teufel trägt Prada» am Ende angestiegen – ein Bruchteil dessen, was der Film an den Kinokassen weltweit einspielte: 326,5 Millionen Dollar.
Meryl Streep musste zu Teil zwei überredet werden
Als Querulantin entpuppte sich Meryl Streep auch bei «Der Teufel trägt Prada 2». Berichten zufolge hatte sie zunächst kein Interesse an einer Fortsetzung.
Als Erklärung wird ihre enttäuschende Erfahrung während der Arbeit an Teils eins herangeführt. Um die kalt-skrupellose Modemagazin-Chefin glaubwürdig zu verkörpern, hatte sich Streep seinerzeit am Set in Method-Acting-Manier konsequent von Rest der Crew ferngehalten und sich immer wieder in ihren Wohnwagen zurückgezogen.
Das sei für sie «schrecklich» gewesen, sagte sie 2021 gegenüber «Entertainment Weekly», und seither habe sie nie wieder «diese Method-Sache» versucht.
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