Fehler gefunden?
Jetzt meldenMax Hubacher gilt als eine der grössten Schauspiel-Hoffungen der Schweiz. In der Talksendung von Claudia Lässer verrät er, warum er im Privaten Mühe hat, Emotionen zu zeigen – und weshalb er nicht in die Rekrutenschule ging.
Max Hubacher wurde quasi als Teenager über Nacht bekannt, was ihm anfänglich Mühe bereitete, wie er Claudia Lässer in ihrer Talksendung «Lässer» auf «blue Zoom» offenbart:
Begonnen hat seine Karriere als Schauspieler mit der Darstellung eines krebskranken Jugendlichen in Michael Schaerers «Stationspiraten» (2010). Damals war Max Hubacher 17 Jahre alt.
Den Durchbruch schaffte er bereits ein Jahr später mit der Hauptrolle in Markus Imbodens Kinofilm «Der Verdingbub», an der Seite von Katja Riemann, die seine Mutter spielte.
Eine Schauspielschule besuchte Hubacher, der in Bern gross geworden ist und dort auch die Matura absolviert hat, erst ab 2014 in Leipzig. Seither pendelt er zwischen Berlin und Bern.
Internationales Aufsehen erregte er danach als Kriegsverbrecher Willi Herold in «Der Hauptmann» (2017). Aufgefallen ist er zudem mit seiner Darstellung als schwuler Profi-Fussballer im Film «Mario» und jener des Triebmörders Jonas in Hannes Baumgartners («Der Läufer») im gleichen Jahr.
Er spiele gern kämpferische Figuren, sagt Hubacher. Die Lust in der Realität in Kämpfe verwickelt zu werden, ist hingegen nicht sehr gross. Hubacher war deshalb froh, dass er wegen des Studiums nicht in die Rekrutenschule einrücken musste:
Max Hubacher zeigt sich im Gespräch mit Claudia Lässer glücklich darüber, dass er als Schauspieler das tun kann, was ihm am meisten Freude macht: «Ich kann meinen Traumjob leben.»
Das Allerwichtigste im Leben des heute 28-Jährigen sind jedoch seine Liebsten – «meine Familie, meine Freunde». Sie sorgen auch dafür, dass er die Bodenhaftung nicht verliert, weil er mit ihnen auch einfach mal ein Bier trinken und nicht ständig über die Schauspielerei reden müsse.
Hubacher empfindet sich selber als emotionalen Menschen. Was immer wieder zu Diskussionen in seinem engsten Umfeld führe, weil es heisse, er könne «im Film Emotionen besser zeigen als im Privaten».
Zurzeit ist Max Hubacher in «Monte Verità – Der Rausch der Freiheit» in den Schweizer Kinos zu sehen, unter anderem an der Seite von Joel Basman (er verkörpert den jungen Hermann Hesse). Vor 120 Jahren liess sich eine Gruppe junger Menschen auf dem Monte Verità oberhalb von Ascona nieder, um naturnah, vegetarisch und frei zu leben.
Der Film von Stefan Jäger, eine «Blue»-Ko-Produktion, erzählt die fiktive Geschichte der jungen Mutter Hanna (gespielt von Maresi Riegner), die dem Wiener Psychiater Otto Gross (Max Hubacher) ins Tessin folgt, um sich als Foto-Künstlerin zu verwirklichen – und ihrer unglücklichen Ehe zu entfliehen.
Die Talksendung «Lässer» läuft am Sonntag, 30. August, 20 Uhr, auf «blue Zoom».