Nationalmannschaft Friede und Zuversicht vor dem Match gegen Portugal

sda

11.6.2022 - 17:55

Sie sind sich offenbar einig: Granit Xhaka (vorne) und Murat Yakin
Sie sind sich offenbar einig: Granit Xhaka (vorne) und Murat Yakin
Keystone

An einer Medienkonferenz in Genf vor dem Nations-League-Spiel Schweiz – Portugal vom Sonntag sagte Nationalcoach Murat Yakin, es geben zwischen ihm und seinem Captain Granit Xhaka keine Misstöne.

11.6.2022 - 17:55

Nach einem Spiel der Nations League hatte sich Xhaka auf eine Reporterfrage so geäussert, dass man eine Kritik am Trainer hätte heraushören oder heraus interpretieren können. Sie müssten nicht immer genau gleicher Meinung sein, sagte Yakin. «Wir sind zwei starke Charaktere. Am Schluss geht es um die Nationalmannschaft. Es wird versucht, von aussen einen Keil zwischen uns zu treiben.» Xhaka äusserte sich zum leidigen Thema auf ähnliche Weise: «Ich weiss nicht, woher das kommt. Das Verhältnis zwischen Spieler und Trainer ist gut. Was ich sagte, war kein Angriff auf den Trainer.»

Xhaka wurde auf die Unterschiede zwischen Murat Yakin und dessen Vorgänger Vladimir Petkovic angesprochen. «Ich finde es gut, dass jeder Trainer seine Vorstellungen und seine Philosophie hat.» Der hauptsächliche Unterschied sei wohl, dass Petkovic meistens mit einer Dreier- oder einer Fünfer-Abwehr spielen liess, Yakin dagegen eine Viererkette vorzieht.

Die Schweizer Nationalmannschaft hat nunmehr drei Spiele in Folge verloren. Zuletzt passierte ihr dies im Sommer 1996. Um vier Schweizer Niederlagen in Serie zu finden – bei einer Niederlage gegen Portugal wäre dies der Fall – muss man auf das Jahr 1980 zurückgehen. Granit Xhaka sagte darüber: «Wir haben jetzt dreimal verloren, aber deswegen sind wir keine schlechte Mannschaft.» Xhaka wie auch Yakin schöpfen vor allem Zuversicht aus der Leistung in der zweiten Halbzeit bei der jüngsten 0:1-Heimniederlage gegen Spanien. «Wir haben da eine gute zweite Halbzeit gezeigt», sagte Murat Yakin. «Auf dieser Halbzeit bauen wir auf.»

Die Kunde, dass die Portugiesen am Sonntag unter anderen ohne den zuhause gelassenen Cristiano Ronaldo spielen werden, drang im Lauf des Samstags zur Nati. Xhaka findet es eher schade: «Wir wollen uns mit den Besten messen, und Ronaldo ist der Beste.»

sda