National League

Fünfte Niederlage in Serie für den EHC Biel

ck, sda

11.3.2022 - 22:30

Ein sichtlich unzufriedener Biel-Coach Antti Törmänen läuft mit den Spielern zur Garderobe.
Keystone

Der EHC Biel verliert zum fünften Mal in Folge und droht, die direkte Viertelfinal-Qualifikation in der National League zu verspielen. Besser macht es der Kantonsrivale Bern.

ck, sda

11.3.2022 - 22:30

Die Formkurven von Lausanne und Biel, die sich zusammen mit den am Freitag spielfreien Davos und Servette und zwei direkte Viertelfinal-Plätze in den Playoffs balgen, zeigen diametral auseinander. Während die Waadtländer gegen den abgelösten Leader Fribourg-Gottéron zum sechsten Mal in Serie gewannen (2:0), verloren die Bieler in Ambri-Piotta (1:2) zum fünften Mal hintereinander. Lausanne verdrängte die Seeländer damit aus den Top 6.

Der Sieg Ambris hält auch den Kampf um den 10. und letzten für die Achtelfinals (oder Pre-Playoffs) berechtigenden Platz spannend. Der SC Bern holte aber mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen die ZSC Lions wichtige zwei Punkte. Der SCB weist nun fünf Zähler mehr auf als die Leventiner, hat aber nur noch ein Spiel, Ambri deren zwei.

Ambri hofft, Biel zittert

Ambri-Piotta schielt noch auf den 10. Platz und die Playoff-Achtelfinals, der EHC Biel droht hingegen wie im Vorjahr die direkte Qualifikation für die Viertelfinals ganz am Ende noch zu verspielen. Mit einem 2:1-Heimsieg der Tessiner bestätigten die beiden Teams in der drittletzten Runde den Trend.

In der 13. Minute schoss Dominic Zwerger die Leventiner schon mal in die richtige Richtung, gleich zu Beginn des Mitteldrittels verdoppelte André Heim nach einer wunderbaren Einzelleistung das Skore. Biels Anschlusstreffer im Schlussdrittel durch Viktor Lööv kam zu spät.

Ambri feierte den vierten Sieg in Serie und gibt im Kampf gegen das ursprünglich bereits enteilte Bern nicht klein bei. Biel hingegen ist nach der fünften Pleite hintereinander punktgleich mit dem siebtplatzierten und am Freitag spielfreien Davos. Im vierten Duell zwischen Ambri und Biel triumphierte zum vierten Mal das Heimteam.

Ein königlicher Prinz für Lugano

Vor dem Spiel waren die Frauen des HC Lugano für ihren Cupsieg geehrt worden, danach fühlten sich die bisher eine enttäuschende Saison spielenden Männer herausgefordert. Sie brauchten nur 16 Sekunden bis zum 1:0, am Ende schickten sie das positive Überraschungsteam Rapperswil-Jona Lakers mit einem 4:3 nach Hause.

Mann des Spiels war ein royaler Neuzugang: Shane Prince erzielte bei seinem ersten Einsatz für die Bianconeri zwei Tore und zwei Assists. Das war ihm 2018 beim HC Davos nicht gelungen, den der 29-Jährige durch die Hintertür wieder verliess. Nun kehrte der mittlerweile in Belarus eingebürgerte Amerikaner durch die grosse Türe zurück.

Er könnte für das Team von Chris McSorley in den Playoff-Achtelfinals noch Gold wert sein.

Ajoie gewinnt das Kellerduell

Ajoie tankte im Kellerduell gegen die SCL Tigers Moral. Die Jurassier brachten im eigenen Stadion eine frühe 2:0-Führung über die Runden und siegten 2:1.

Der Schwede Jesper Olofsson hatte für die Langnauer in der 31. Minute den Anschlusstreffer erzielt, zu mehr reichte es aber nicht. Dies obwohl die Gäste aus dem Emmental im letzten Drittel mit einem Verhältnis von 17:4 Schüssen aufs gegnerische Tor vehement den Ausgleich suchten.

Somit endete auch die vierte Partie in dieser Saison zwischen den beiden Mannschaften mit einem Heimsieg.

Telegramme:

Ajoie – SCL Tigers 2:1 (2:0, 0:1, 0:0)

4412 Zuschauer. – SR Wiegand/Wiegand, Fuchs/Obwegeser. – Tore: 2. Wännström (Frossard) 1:0. 7. Reto Schmutz (Gauthier-Leduc/Powerplaytor) 2:0. 32. Olofsson (Weibel, Flavio Schmutz) 2:1. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ajoie, 5mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. – PostFinance-Topskorer: Devos; Olofsson.

Ajoie: Wolf; Gauthier-Leduc, Pouilly; Rouiller, Hauert; Birbaum, Eigenmann; Fontana, Bartholet; Huber, Devos, Reto Schmutz; Frei, Frossard, Wännström; Fortier, Romanenghi, Schweri; Bogdanoff, Macquat, Schnegg.

SCL Tigers: Punnenovs; Elsener, Schilt; Blaser, Grossniklaus; Zryd, Guggenheim; Aeschbach; Rohrbach, Saarela, Pesonen; Weibel, Flavio Schmutz, Olofsson; Diem, Grenier, Loosli; Petrini, Berger, Sturny; Langenegger.

Bemerkungen: Ajoie ohne Asselin, Joggi (beide krank) und Hazen (verletzt), SCL Tigers ohne Erni, Huguenin, Mayer, Salzgeber, Stettler und Zaetta (alle verletzt). SCL Tigers von 56:58 bis 57:22 ohne Torhüter.

Resultate und Ranglisten:

Ambri-Piotta – Biel 2:1 (1:0, 1:0, 0:1). Ajoie – SCL Tigers 2:1 (2:0, 0:1, 0:0). Bern – ZSC Lions 2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 1:0) n.P. Lausanne – Fribourg-Gottéron 2:0 (1:0, 0:0, 1:0). Lugano – Rapperswil-Jona Lakers 4:3 (3:1, 1:0, 0:2).

Rangliste: 1. Zug 50/98 (174:122). 2. Fribourg-Gottéron 48/94 (159:120). 3. ZSC Lions 50/92 (162:125). 4. Rapperswil-Jona Lakers 50/91 (157:129). 5. Lausanne 49/83 (149:139). 6. Davos 49/82 (139:122). 7. Biel 49/82 (147:125). 8. Genève-Servette 50/83 (139:127). 9. Lugano 50/75 (155:149). 10. Bern 51/65 (135:144). 11. Ambri-Piotta 50/60 (123:143). 12. SCL Tigers 48/35 (125:189). 13. Ajoie 50/26 (89:219).

Rangliste nach Punktekoeffizient: 1. Zug 1,960/50/98 (174:122). 2. Fribourg-Gottéron 1,958/48/94 (159:120). 3. ZSC Lions 1,840/50/92 (162:125). 4. Rapperswil-Jona Lakers 1,820/50/91 (157:129). 5. Lausanne 1,694/49/83 (149:139). 6. Davos 1,673/49/82 (139:122). 7. Biel 1,673/49/82 (147:125). 8. Genève-Servette 1,660/50/83 (139:127). 9. Lugano 1,500/50/75 (155:149). 10. Bern 1,275/51/65 (135:144). 11. Ambri-Piotta 1,200/50/60 (123:143). 12. SCL Tigers 0,729/48/35 (125:189). 13. Ajoie 0,520/50/26 (89:219).

ck, sda