Murat Yakin setzt gegen Bulgarien auf die bewährten Automatismen

sda

14.11.2021 - 17:19

Aufgrund der Ausgangslage strebt die Schweiz am Montag im letzten Spiel der WM-Qualifikation gegen Bulgarien in Luzern einen hohen Sieg an. Murat Yakin denkt trotzdem nicht an einen Systemwechsel.

sda

14.11.2021 - 17:19

Nach exakt drei Jahren kehrt die Schweizer Nationalmannschaft zurück in die Luzerner Swissporarena. Beim letzten Mal gab es ein erstaunliches 5:2 gegen Belgien mit drei Toren vor der Halbzeit innerhalb von 18 Minuten. Ähnliches wünscht sich der Schweizer Trainer Murat Yakin auch am Montag gegen Bulgarien im Fernduell und im Wettschiessen mit Italien (in Nordirland) um den Gruppensieg. «Ein frühes Tor hilft immer. Das haben wir am Freitag in Rom gesehen. Dann spielt man mutiger.»

Mario Gavranovic ist einer der Spieler, der den entsprechenden Auftrag hat. Von ihm werden Tore erwartet. Gavranovic hat in Pflichtspielen für die Schweiz acht Treffer erzielt, allerdings fünf davon als Joker. «Das ist nur eine Statistik. Ich sehe keinen Unterschied, ob ich von Beginn weg spiele oder später reinkomme. Auch als Stammspieler habe ich genug oft bewiesen, dass ich gefährlich sein kann.»

Gavranovic wird dieses Mal von Beginn weg stürmen. Noah Okafor, der gegen Italien als Mittelstürmer eine Halbzeit lang überragend war, dürfte demnach auf den Flügel ausweichen. Denn einen Zweimannsturm schloss Yakin mit seinen Worten indirekt aus. «Wir brauchen keinen Systemwechsel. Die Automatismen sitzen. Auch gegen Nordirland und Litauen haben wir mit diesem System offensiv gespielt.» Es brauche nicht fünf Stürmer auf dem Platz, sondern das, was die Schweiz in den letzten Spielen ausgezeichnet habe: «Ruhe, Organisation und Intensität.»

Wenn Yakin möglichst wenig ändern will an System und Personal, dann wird er den verletzten Ricardo Rodriguez durch Ulisses Garcia ersetzen. Dieser verschuldete zwar in Italien etwas unbedarft den späten Penalty, hat aber seine Stärken sowieso eher in der Offensive. Yakin: «Wir brauchen Aussenverteidiger, die hoch stehen.» Für den gesperrten Innenverteidiger Manuel Akanji stehen Eray Cömert oder Fabian Frei als Ersatz bereit.

Ein offensiver Schlüsselspieler kommt gegen Bulgarien zu einem Jubiläum. Captain Xherdan Shaqiri bestreitet das 100. Länderspiel und wird damit zum fünften Schweizer nach Heinz Hermann, Alain Geiger, Stéphane Chapuisat und Stephan Lichtsteiner, der diese Marke erreicht. «Xherdan hat viele wichtige und schöne Erlebnisse gehabt mit der Schweiz. Jetzt hoffen wir, dass ein weiteres Schönes hinzukommt», so Yakin. Ob er sich von Xherdan zum Jubiläum besonders viele Tore wünscht? Yakin: «Mir reicht es, wenn er ein paar Assists liefert.»

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