Marco Odermatt ist in der Abfahrt in Courchevel nach 30 Fahrern hinter Vincent Kriechmayr und Giovanni Franzoni im 3. Rang klassiert. Das reicht sicher für die Abfahrtskugel.
Odermatt hätte in der vorletzten Abfahrt des Winters in jedem Fall ein 10. Platz zur dritten Abfahrtskugel in Serie gereicht. Doch bereits vor seinem Start war klar, dass ihm der Sieg in der Disziplinenwertung nicht mehr zu nehmen ist. Franjo von Allmen, der einzige verbliebene Konkurrent von Odermatt, schied nach einem Fahrfehler aus. Der Olympiasieger kam nach guten Zwischenzeiten von der Ideallinie ab und verpasste nach einer langgezogenen Rechtskurve ein Tor. Damit waren die ohnehin kleinen Hoffnungen des Berner Oberländers auf die kleine Kristallkugel zunichte. Von Allmen hatte vor der zweitletzten Abfahrt des Winters 175 Punkte Rückstand auf Odermatt.
Eben jener Odermatt dürfte sich auch die grosse Kristallkugel vorzeitig sichern, schliesslich reicht dem Nidwaldner hierfür ein 9. Platz im heutigen Rennen. Es wäre der fünfte Sieg im Gesamtweltcup in Serie für den 28-Jährigen.
Vincent Kriechmayr ist auf bestem Weg, eine für Österreich noch nie dagewesene Durststrecke zu beenden. Nach 23 Abfahrten ohne Sieg steht mit dem 34-Jährigen mal wieder ein ÖSV-Fahrer an der Spitze. Es wäre der erste Sieg für die stolze Skination in der Königsdisziplin seit Kriechmayrs Triumph beim Saisonfinale in Soldeu vor drei Jahren. Giovanni Franzoni büsste lediglich neun Hundertstel auf Kriechmayr ein und liegt im 2. Zwischenrang.
Stefan Rogentin stellte seine gute Form unter Beweis. Der Dritte von Garmisch verpasste sein zweites Abfahrts-Podest in Serie um lediglich 15 Hundertstel. Alexis Monney wurde die gleiche Rechtskurve zum Verhängnis wie von Allmen. Der Freiburger, der in Garmisch als Zweiter den Schweizer Dreifachsieg perfekt machte, konnte einen Sturz in die Fangnetze mit viel Glück und Können vermeiden. Nach dem Zwischenfall fuhr er auf einem Ski ins Ziel.