Planer des Bundes betonen Vorteile des Homeoffice

misc, sda

16.11.2021 - 10:00

Ein Bild, das dennoch bleiben dürfte: Stau auf der Autobahnumfahrung von Genf. (Archivbild)
Keystone

Der Verkehr in der Schweiz wird laut einer Prognose des Bundes bis 2050 nur halb so stark wachsen wie die Bevölkerung. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass Homeoffice auch nach der Überwindung der Corona-Pandemie üblich bleiben dürfte.

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16.11.2021 - 10:00

Gegenüber 2017 nehme die Zahl der gefahrenen Kilometer pro Person und Jahr bis 2050 gemäss diesem Szenario um 11 Prozent zu, teilte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) am Dienstag anlässlich der Präsentation seiner «Verkehrsperspektiven 2050» mit. Die Bevölkerung werde hingegen um 21 Prozent wachsen.

Pendlerverkehr reduziert

Die Gründe für die unterschiedlich hohen Wachstumsraten sind gemäss Uvek gesellschaftlicher Natur: Nach Einschätzung der Fachleute des Bundes arbeiten in Zukunft immer mehr Menschen von zuhause aus, was den Pendlerverkehr reduziert.

Hinzu komme, dass durch die Alterung der Bevölkerung die Zahl der Erwerbstätigen abnehme, hiess es in der Mitteilung weiter. Wenn vermehrt verdichtet gebaut werde, würden zudem die Wege etwa für den Einkauf und für Freizeitaktivitäten kürzer.

Bahn und Bus werden wichtiger

Voraussetzung ist demnach, dass die bestehende Verkehrs- und Raumplanung konsequent umgesetzt wird. Der Anteil des öffentlichen Verkehrs an den zurückgelegten Distanzen würde sich im skizzierten Szenario von 21 auf 24 Prozent erhöhen, jener des Velos von 2 auf 4 Prozent verdoppeln – und jener des Autos würde von 73 auf 68 Prozent sinken.

Die «Verkehrsperspektiven 2050» bilden die Grundlage der neuen Verkehrs- und Raumplanung des Bundes. Fachleute mehrerer Bundesämter innerhalb des Uvek haben dafür insgesamt vier Szenarien durchgerechnet.

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