Spanien verlässt die Bühne mit erhobenem Haupt

sda

7.7.2021 - 14:46

Enrique nimmt Morata in Schutz: «Er hatte Adduktorenprobleme»

Enrique nimmt Morata in Schutz: «Er hatte Adduktorenprobleme»

Bitteres Halbfinal-Aus für Spanien im Elfmeterschiessen gegen Italien. La-Roja-Trainer Luis Enrique ist nach dem Spiel aber voll des Lobes für Alvaro Morata – trotz des verschossenen Penaltys – und Barca-Youngster Pedri.

07.07.2021

Spanien verlässt die EM-Bühne mit erhobenem Haupt. Schon jetzt setzen die Spanier im Hinblick auf die WM 2022 grosse Hoffnungen in ihre junge Mannschaft.

sda

7.7.2021 - 14:46

Vor dem Viertelfinal gegen die Schweiz hatte Spaniens Trainer Luis Enrique auf die Frage, ob es an der EM bessere Teams gebe als das seine, klipp und klar geantwortet: «Nein!» Widerlegt wurde er auch nach der Niederlage im Halbfinal gegen Italien nicht. Spanien schied zwar aus, aber besser waren die Italiener nicht. Im Gegenteil: «Gestern ging Spanien erhobenen Hauptes aus einem Turnier, bei dem es viel mehr Fussball als seine Konkurrenten zeigte», schrieb die Zeitung «Mundo Deportivo» am Mittwoch.

Die erste Halbfinal-Teilnahme an einer EM oder WM seit 2012 hat den Spaniern die Freude an der eigenen Nationalmannschaft zurückgebracht. «Marca», die grösste Sportzeitung des Landes, meinte: «Spanien weint mit Würde. Luis Enrique hat Spanien wieder zur Einheit geformt.» Selbst der Zeitung, die dem Rekordmeister Real Madrid so nahe steht, ist der Umstand, dass Luis Enrique keinen Spieler der Königlichen nominiert hatte, keine Polemik mehr wert. «Luis Enrique verliess das Wembley unter dem Jubel und dem Beifall der Fans im Stadion und der Kritiker in der Ferne.»



Der Trainer trug das Ausscheiden im Penaltyschiessen mit Fassung. «Natürlich bin ich enttäuscht. Aber im Profisport muss man lernen zu gewinnen und auch, wie man mit Niederlagen umgeht. Es bringt nichts, jetzt zu weinen. Wir müssen wieder aufstehen und es beim nächsten Turnier wieder versuchen.» An der WM 2022 in Katar kann Spanien mit beträchtlichem Selbstvertrauen antreten. Luis Enrique: «Wir sind im Kreis der Besten angekommen.»

Der jungen Auswahl wird eine grosse Zukunft prognostiziert. Sie hat vielleicht mehr Steigerungspotenzial als alle anderen Teams an dieser EM. Mit Unai Simon, Eric Garcia, Pedri, Dani Olmo, Mikel Oyarzabal und Ferran Torres standen sechs Spieler im Halbfinal in der Startformation, die 24 Jahre oder jünger sind. Über Erfahrung an Endrunden verfügten nur Sergio Busquets, Koke, Jordi Alba und Cesar Azpilicueta.

Was von diesem Spanien in den nächsten Jahren erwartet werden darf, sagte Captain Busquets unmittelbar nach dem Ende. «Spanien wird zurückkehren, und es wird um Titel kämpfen können.»


sda