Stephanie Venier steht vor dem Coup im WM-Super-G. Die Österreicherin führt in Saalbach nach 30 Fahrerinnen. Die Schweizerinnen gehören beim ersten Rennen der Frauen zu den Geschlagenen.
Venier ging mit Startnummer 7 ins Rennen und nahm der entfesselten und direkt vor ihr gestarteten Federica Brignone zehn Hundertstel ab. Den Unterschied machte die Österreicherin im zweiten Sektor, wo sie der Favoritin aus Italien eine knappe Viertelsekunde abnahm.
Für Venier ist es die erste Medaille an einem Grossanlass, womöglich gleich eine goldene. Im Weltcup stand die 31-Jährige im Super-G sechsmal auf dem Podest, vor einem knappen Jahr in Crans-Montana das einzige Mal zuoberst – bereits damals vor Brignone.
Wie schon vor zwei Jahren dürfte Kajsa Lie als Dritte auf das Podest steigen – und wie schon in Méribel nicht alleine. Die Norwegerin belegt zeitgleich mit der Amerikanerin Lauren Macuga den 3. Platz. Schon 2023 teilte sie sich diesen mit Cornelia Hütter.
Nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun hatten etwas überraschend die Schweizerinnen. Lara Gut-Behrami kam zwar ohne ersichtliche Fehler durch, büsste aber kontinuierlich Zeit ein und klassierte sich mit 0,7 Sekunden Rückstand im 8. Zwischenrang. Die Medaillenränge verpasste die Olympiasiegerin von Peking und Weltmeisterin von Cortina d'Ampezzo um 46 Hundertstel.
Malorie Blanc zeigte bei ihrem ersten WM-Rennen ein starke Leistung und büsste auf Platz 12 lediglich 1,19 Sekunden auf die Führende ein. Zwei Ränge hinter der Walliserin klassierte sich Corinne Suter. Die zweifache WM-Medaillen-Gewinnerin im Super-G verlor vor allem im untersten Streckenabschnitt viel Zeit. Michelle Gisin kam nicht über Platz 17 hinaus.