Himmlische Früchtchen: Zwetschgenkuchen

dpa/kd

18.8.2018

Kaffee und Kuchen, nicht nur am Sonntag: Ein Zwetschgenkuchen mit knusprigen Streuseln gehört auf jede spätsommerliche Kaffeetafel.
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Teig, Früchte, Streusel drauf: Einfacher geht's nicht, oder? Zwetschgenkuchen ist im Spätsommer ein besonderer Genuss. Dabei kommt es besonders auf die Reife der Früchte an – und auch beim Teig kann man ein paar Dinge falsch machen.

Zwetschgen, die lila Früchtchen, die den ganzen Sommer am Baum reifen dürfen, versüssen uns von August bis Oktober den Spätsommer.  Besonders beliebt bei Kuchenliebhabern: der Zwetschgenkuchen, von unseren süddeutschen Nachbarn auch «Zwetschgendatschi» genannt. 

Hierzulande ist die klassische Zwetschgenwähe zwar weiter verbreitet, doch das mit knusprigen Streuseln bedeckte Gebäck findet immer mehr Anhänger. Damit der Zwetschgen-Streuselkuchen richtig schön saftig wird, gibt es jedoch ein paar Dinge zu beachten. 

Unreife Früchte für ein volles Aroma

Zwetschgen eignen sich ideal zum Backen. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Früchten greift man bei der Zwetschge lieber zur unreif aussehenden Frucht. Zwetschgen, die aussen noch ein bisschen grün aussehen entwickeln beim Backen ein besonders leckeres Aroma.

Greifen Sie übrigens unbedingt zur Zwetschge; die verwandte Pflaume schmeckt zwar ähnlich, enthält aber viel mehr Flüssigkeit und lässt den Kuchen schneller matschig werden.

Auch der Teig ist entscheidend, für ein optimales Endresultat. Mürbeteig ist zwar äusserst beliebt, aber er weicht schnell auf. Ein süsser Hefeteig bildet eine ideale Basis für Früchtekuchen aller Art. Alternativ bietet sich ein Rührteig an, in den die Früchte beim Backen schön einsinken. 

Zuckern: Ja oder nein?

Soll man die Zwetschgen vor dem Backen zuckern? Backprofis raten ab, denn der Zucker entzieht den Früchten Flüssigkeit, der Boden weicht schneller auf.

Um dies zu verhindern kann man den Teigboden dünn mit Semmelbrösel respektiv Paniermehl bestreuen. Noch besser schmecken gemahlene Haselnüsse oder Mandeln, die in der Pfanne kurz angeröstet werden. 

Dieses Rezept der deutschen Kochbuch-Autorin Christa Schmedes schmeckt zum Sonntagskaffee besonders lecker.

Die Zutaten:

Für den Hefeteig:

  • 350 g Weizenmehl
  • 20 g frische Hefe
  • 125 ml Milch
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • ½ Teelöffel geriebene Zitronenschale
  • 1 mittelgrosses Ei
  • 50 g zerlassene Butter

Für den Belag:

  • 2 kg frische Zwetschgen
  • 50 g Semmelbrösel
  • 50 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 EL Puderzucker
  • ½ TL Zimt

Die Zubereitung:

Schritt 1: Die Zutaten für den Hefetig kräftig kneten und den Teig an einem warmen Ort ca. 30 Minuten lang gehen lassen.

Schritt 2: In der Zwischenzeit zwei Kilogramm Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen.

Schritt 3: Die Semmelbrösel mit den gemahlenen Haselnüssen, dem Puderzucker sowie einem halben Teelöffel Zimt mischen und in einer Pfanne goldbraun anrösten. Anschliessend abkühlen lassen.

Schritt 4: Jetzt ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche in Grösse des Blechs ausrollen und auf das Blech legen. Die geröstete Bröselmischung auf den Teig streuen und die Zwetschgen dachziegelartig überlappend darauf verteilen. Den Kuchen abgedeckt zehn Minuten ruhen lassen und bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen 30 bis 35 Minuten backen.

Tipp: Noch warm mit Zucker oder einer Mischung aus Zimt und Zucker bestreuen und abkühlen lassen.

Besonders lecker schmeckt ein Zwetschgenkuchen übrigens mit einem grosszügigen Löffel Schlagrahm, auch den kann man nach Belieben mit Zimt oder Vanillezucker verfeinern.

Noch ein spätsommerliches Rezept, dass auch mit Zwetschgen himmlisch schmeckt:
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