Wie Sie weniger Essen in den Abfall werfen 

Julia Käser

12.3.2021

A filled fridge, pictured on mai 20, 2011 in Zurich, Switzerland. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Planen Sie Ihren Einkauf – dabei hilft ein Blick in den Kühlschrank. 
Bild: Keystone

In der Schweiz wird viel zu viel Essen weggeworfen. Mit ein wenig Planung, Kreativität und Wissen lässt sich Food Waste zu Hause aber relativ einfach minimieren. 

Julia Käser

12.3.2021

2,6 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in der Schweiz jedes Jahr im Abfall. Der grösste Anteil an Food Waste passiert zu Hause, wie Zahlen des Bundesamts für Umwelt (BAFU) zeigen. Die jährlich weggeworfenen Esswaren eines einzelnen Haushalts haben dabei im Schnitt einen Wert von 600 Franken.

Um in den eigenen vier Wänden weniger Essen wegzuschmeissen, gibt es einige einfache, aber wirksame Tipps. Ein Überblick. 

1. Früchte und Gemüse richtig lagern

Einige Früchte- und Gemüsesorten sondern ein Reifegas ab. Dieses sorgt dafür, dass im Umkreis gelegenes Obst und Gemüse schneller reift und auch verdirbt. Aus diesem Grund sollte man beispielsweise Äpfel, Bananen Aprikosen, Birnen und Tomaten separat lagern. 

Während sich Beeren sowie Steinobst – sofern man es nicht gleich verzehren will – im Kühlschrank am wohlsten fühlen, gehören Tropenfrüchte nicht dorthin. Sie werden am besten bei Raumtemperatur gelagert. Beim Gemüse gilt: Das meiste Grünzeug ist im Gemüsefach des Kühlschranks gut aufgehoben. Auberginen, Tomaten, Gurken, Zucchini und Peperoni lassen sich noch besser bei Zimmertemperatur aufbewahren. 

2. Planen Sie Ihren Einkauf

Bevor man aus dem Haus geht, um Besorgungen zu machen, empfiehlt sich der Blick in den Kühlschrank: Was ist noch vorrätig? Auch das Erstellen von Menü-Plänen hilft dabei, Food Waste zu verringern. Erstellen Sie eine Liste mit jenen Dingen, die Sie für die ausgewählten Rezepte benötigen. 

Ebenfalls hilfreich ist es, nicht ausnahmslos jeden Tag zu planen. So hat man eine Gelegenheit, Reste zu verwerten. Und noch ein kleiner Tipp: Essen Sie etwas, bevor Sie in den Supermarkt gehen – damit lassen sich unnötige Einkäufe verhindern. 

3. Werden Sie kreativ in der Küche

Fotzelschnitten, gebratener Reis oder Teigwarenauflauf: Es gibt viele Wege und Rezepte, um übriggebliebene Nahrungsmittel zu verwenden. Wer ein bisschen Inspiration benötigt, wird online schnell fündig. 

Früchte lassen sich leicht zu Kompott einkochen und aus Gemüse-Resten zaubert man schnell eine leckere Suppe. Wer selbst dafür keine Zeit hat: Resteessen lässt sich übrigens auch einfrieren – mit Ausnahme von Kartoffeln, diversen Milchprodukten sowie Eiern.

4. Verlassen Sie sich auf Ihre Sinne

Die meisten Lebensmittel enthalten ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Das bedeutet, bis zum genannten Datum sind sie mindestens haltbar. Viele davon sind aber auch noch länger geniessbar. Verlassen Sie sich deshalb am besten auf Ihre Sinne: Sieht das Essen einwandfrei aus und riecht und schmeckt es wie gewohnt, ist es noch gut. 

Leicht verderbliche Lebensmittel hingegen sind mit «zu verbrauchen bis» gekennzeichnet. Diese sollte man nicht über das besagte Datum hinaus konsumieren. 

5. Überdenken Sie die Portionen

Was auf dem Teller landet und nicht gegessen wird, landet in einem zweiten Schritt fast immer direkt im Abfall. Um Food Waste zu verhindern, gilt deshalb: Lieber kleinere Portionen schöpfen und sich Nachschub holen, wenn man noch nicht satt ist. 

Generell ist es hilfreich, herauszufinden, welche Menge an Essen einer Person ausreicht. Kocht man zu viel, kann man die Reste am nächsten Tag aufwärmen. Wichtig ist, sie in der Zwischenzeit gekühlt aufzubewahren.