Ab dem 17. Jahrhundert begann der Kaffee, allmählich ein bis dahin gängiges Frühstücksgetränk abzulösen: Bier (durch den Brauprozess war es ein sichereres Lebensmittel als das häufig verkeimte Wasser).
Die Schweiz gehört mit einem Pro-Kopf-Konsum von 8 bis 9 Kilogramm Rohkaffee pro Jahr zu den weltweit führenden Kaffeetrinkern – nur Finnland liegt noch davor. Umgerechnet entspricht das etwa 975 bis 1000 Tassen Kaffee pro Person jährlich (Symbolbild).
Die grössten Kafi-Liebhaber*innen leben in Skandinavien.
Den Ruf als Gesundheits-Gefährder ist Kaffee weitgehend los. Umgekehrt werden immer wieder neue positive Wirkungsweisen auf den menschlichen Körper entdeckt. Einer aktuellen britischen Studie zufolge soll Kaffeekonsum zum Beispiel chronischen Erkrankungen der Leber vorbeugen können. Als ideale Menge diesbezüglich gelten drei bis vier Tassen am Tag. Der Koffeingehalt ist dabei unerheblich.
Abgesehen vom Geschmack schätzen wir Kaffee vor allem wegen des Koffeins als Muntermacher. Doch in jeder kleinen Bohne steckt noch so viel mehr, das gut für uns sein kann: Eiweiss-, Mineral- und Aromastoffe, Alkaloide, Öle und Säuren. (Symbolbild)
Wer regelmässig und in Massen Kaffee geniesst, kann dadurch unter anderem das eigene Risiko verringern, an Gefässleiden, Demenz oder Diabetes Typ 2 zu erkranken.
Die Super-Zutat Koffein verhindert nicht nur Müdigkeits-Gefühle, sie kann auch leichte Kopf- und andere Schmerzen geringeren Ausmasses vertreiben.
Wie bei den meisten Dingen im Leben gilt auch für den Genuss von Kaffee: Das rechte Mass ist entscheidend. Hier und da eine kleine Koffein-Dosis kann unser Gehirn dabei unterstützen, konzentriert und produktiv zu arbeiten. Übertreiben wir es aber mit der Koffein-Zufuhr, kann das einen gegenteiligen Effekt haben, indem es uns nervös macht.
Kaffee macht gesünder, leistungsfähiger und sogar schöner: Den Antioxidantien, die auch im Kaffee stecken, wird eine Anti-Aging-Wirkung zugeschrieben. Für die Schönheit kann man sogar noch mehr tun, als Kaffee als Getränk zu geniessen: nämlich den übrigen Kaffeesatz als Gesichts-Peeling zweitverwerten.
Auch atmosphärisch kann Kaffee einiges ausrichten, und dafür muss er noch nicht einmal getrunken werden: Der Duft der gemahlenen oder auch ganzen Bohnen kann unangenehme Gerüche verdrängen, etwa im Schuhschrank.
Zwar ist die Rede von der Kaffee-Bohne, genau genommen handelt es sich dabei aber um einen Samen: Es ist der Kern der Kaffeekirsche. Die meisten Früchte haben sogar zwei davon.
Wie wurde das segensreiche Getränk der Menschheit eigentlich zugänglich gemacht? Möglicherweise dank eines Tieres: Laut Überlieferung machte ein Ziegenhirte im Äthiopien des 9. Jahrhunderts die Beobachtung, dass seine Tiere sich nach der Verkostung von Kaffeekirschen irgendwie aufgedreht benahmen. Ein Mönch soll daraufhin mit Kaffee experimentiert und ihn als Getränk entdeckt haben.
Nicht nur die historischen Ziegen fanden wohl Gefallen an der koffeinhaltigen Pflanze. Wie in Grossbritannien erforscht wurde, hegen auch Bienen eine Vorliebe für Blüten, die ihnen diesen Stoff zu bieten haben – auch wenn der Nektar von eher durchschnittlicher Qualität sein mag.
Kaffeekirschen stehen auch auf dem Speiseplan einer indonesischen Schleichkatze (Civet). Die Kerne werden wieder von dem Tier ausgeschieden. Daraus wurde die Idee geboren, aus diesen Bohnen, die gewissermassen ein spezielles «Verfahren» durchlaufen haben, einen besonders exquisiten Kaffee zu rösten: «Kopi Luwak».
Der Hype um den Katzen-Kacka-Kaffee führte allerdings zur Entstehung entsprechender Farmen, deren Art der Tierhaltung vielfach Kritik hervorrief. Eine Alternative wurde gesucht ...
Blake Dinkin fand sie nach einer experimentellen Weile im thailändischen Elefanten. Eine Gruppe dieser Tiere frisst, verdaut und entsorgt Kaffeekirschen und ihre Kerne. Daraus entsteht der «Black Ivory Coffee» («Schwarzes Elfenbein»), der aktuell weltweit teuerste Kaffee.
Der Elefant verdaut die Kaffeefrüchte für 15 bis 30 Stunden – eine Art Fermentationsprozess für die Bohnen. Diese werden anschliessend gesammelt, gereinigt und geröstet ...
..., ehe sie in wenigen exklusiven Etablissements als Edelkaffee ausgeschenkt werden. «Was Sie da für 40 Euro trinken, habe ich übrigens schon mal gegessen ...»
Ab dem 17. Jahrhundert begann der Kaffee, allmählich ein bis dahin gängiges Frühstücksgetränk abzulösen: Bier (durch den Brauprozess war es ein sichereres Lebensmittel als das häufig verkeimte Wasser).
Die Schweiz gehört mit einem Pro-Kopf-Konsum von 8 bis 9 Kilogramm Rohkaffee pro Jahr zu den weltweit führenden Kaffeetrinkern – nur Finnland liegt noch davor. Umgerechnet entspricht das etwa 975 bis 1000 Tassen Kaffee pro Person jährlich (Symbolbild).
Die grössten Kafi-Liebhaber*innen leben in Skandinavien.
Den Ruf als Gesundheits-Gefährder ist Kaffee weitgehend los. Umgekehrt werden immer wieder neue positive Wirkungsweisen auf den menschlichen Körper entdeckt. Einer aktuellen britischen Studie zufolge soll Kaffeekonsum zum Beispiel chronischen Erkrankungen der Leber vorbeugen können. Als ideale Menge diesbezüglich gelten drei bis vier Tassen am Tag. Der Koffeingehalt ist dabei unerheblich.
Abgesehen vom Geschmack schätzen wir Kaffee vor allem wegen des Koffeins als Muntermacher. Doch in jeder kleinen Bohne steckt noch so viel mehr, das gut für uns sein kann: Eiweiss-, Mineral- und Aromastoffe, Alkaloide, Öle und Säuren. (Symbolbild)
Wer regelmässig und in Massen Kaffee geniesst, kann dadurch unter anderem das eigene Risiko verringern, an Gefässleiden, Demenz oder Diabetes Typ 2 zu erkranken.
Die Super-Zutat Koffein verhindert nicht nur Müdigkeits-Gefühle, sie kann auch leichte Kopf- und andere Schmerzen geringeren Ausmasses vertreiben.
Wie bei den meisten Dingen im Leben gilt auch für den Genuss von Kaffee: Das rechte Mass ist entscheidend. Hier und da eine kleine Koffein-Dosis kann unser Gehirn dabei unterstützen, konzentriert und produktiv zu arbeiten. Übertreiben wir es aber mit der Koffein-Zufuhr, kann das einen gegenteiligen Effekt haben, indem es uns nervös macht.
Kaffee macht gesünder, leistungsfähiger und sogar schöner: Den Antioxidantien, die auch im Kaffee stecken, wird eine Anti-Aging-Wirkung zugeschrieben. Für die Schönheit kann man sogar noch mehr tun, als Kaffee als Getränk zu geniessen: nämlich den übrigen Kaffeesatz als Gesichts-Peeling zweitverwerten.
Auch atmosphärisch kann Kaffee einiges ausrichten, und dafür muss er noch nicht einmal getrunken werden: Der Duft der gemahlenen oder auch ganzen Bohnen kann unangenehme Gerüche verdrängen, etwa im Schuhschrank.
Zwar ist die Rede von der Kaffee-Bohne, genau genommen handelt es sich dabei aber um einen Samen: Es ist der Kern der Kaffeekirsche. Die meisten Früchte haben sogar zwei davon.
Wie wurde das segensreiche Getränk der Menschheit eigentlich zugänglich gemacht? Möglicherweise dank eines Tieres: Laut Überlieferung machte ein Ziegenhirte im Äthiopien des 9. Jahrhunderts die Beobachtung, dass seine Tiere sich nach der Verkostung von Kaffeekirschen irgendwie aufgedreht benahmen. Ein Mönch soll daraufhin mit Kaffee experimentiert und ihn als Getränk entdeckt haben.
Nicht nur die historischen Ziegen fanden wohl Gefallen an der koffeinhaltigen Pflanze. Wie in Grossbritannien erforscht wurde, hegen auch Bienen eine Vorliebe für Blüten, die ihnen diesen Stoff zu bieten haben – auch wenn der Nektar von eher durchschnittlicher Qualität sein mag.
Kaffeekirschen stehen auch auf dem Speiseplan einer indonesischen Schleichkatze (Civet). Die Kerne werden wieder von dem Tier ausgeschieden. Daraus wurde die Idee geboren, aus diesen Bohnen, die gewissermassen ein spezielles «Verfahren» durchlaufen haben, einen besonders exquisiten Kaffee zu rösten: «Kopi Luwak».
Der Hype um den Katzen-Kacka-Kaffee führte allerdings zur Entstehung entsprechender Farmen, deren Art der Tierhaltung vielfach Kritik hervorrief. Eine Alternative wurde gesucht ...
Blake Dinkin fand sie nach einer experimentellen Weile im thailändischen Elefanten. Eine Gruppe dieser Tiere frisst, verdaut und entsorgt Kaffeekirschen und ihre Kerne. Daraus entsteht der «Black Ivory Coffee» («Schwarzes Elfenbein»), der aktuell weltweit teuerste Kaffee.
Der Elefant verdaut die Kaffeefrüchte für 15 bis 30 Stunden – eine Art Fermentationsprozess für die Bohnen. Diese werden anschliessend gesammelt, gereinigt und geröstet ...
..., ehe sie in wenigen exklusiven Etablissements als Edelkaffee ausgeschenkt werden. «Was Sie da für 40 Euro trinken, habe ich übrigens schon mal gegessen ...»
Die Schweizer*innen lieben Kaffee – rund 975 bis 1000 Tassen pro Person werden jährlich konsumiert. Wusstest du, dass eine der teuersten Sorten aus Thailand stammt? Es ist fermentierte Elefanten-Kafi.