Mehr Erkrankungen als im VorjahrDie Schweiz hustet noch immer – aber Grippewelle flaut ab
Dominik Müller
27.3.2025
Während die Grippewelle in der Schweiz abklingt, ist die Covid-19-Aktivität weiterhin auf niedrigem Niveau.
Bild:Philip Dulian/dpa
Diese Saison ist die Grippewelle stärker als letztes Jahr. Auch wenn weiterhin viele krank im Bett liegen: Das Bundesamt für Gesundheit registriert derzeit einen deutlichen Rückgang der Fallzahlen.
Die Grippewelle in der Schweiz hat ihren Höhepunkt Anfang Februar erreicht und klingt seither deutlich ab.
In dieser Saison war die Grippeaktivität stärker als im Vorjahr und vergleichbar mit der Saison 2022/2023, wie Daten des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zeigen.
Während die Grippefälle zurückgehen, bleibt die Covid-19-Aktivität niedrig, wobei die neue Variante LP.8.1 im Abwasser nachgewiesen wurde.
Die Grippewelle hat ihren Höhepunkt überschritten, aber noch immer hustet, schnäuzt und liegt die Schweiz zum Teil im Bett. Das bestätigen auch die Zahlen des Bundesamts für Gesundheit (BAG): Hochgerechnet auf die Bevölkerung konsultierten letzte Woche 66 Personen pro 100'000 Einwohner*innen wegen grippeähnlicher Erkrankungen einen Arzt.
Grippeähnliche Erkrankungen werden sowohl durch Influenza als auch durch andere zirkulierende Viren – wie zum Beispiel Rhinoviren – ausgelöst.
Der diesjährige Höchstwert verzeichnete das BAG in der ersten Februarwoche: Zwischen dem 3. und dem 9. Februar liessen sich pro 100'000 Einwohner*innen rund 294 Personen ärztlich behandeln.
Seither gehe sowohl die Influenza-Viruslast im Abwasser als auch die obligatorischen Labormeldungen und die Influenza-Fälle im Sentinella-Meldesystem kontinuierlich zurück.
Herausfordernde Saison 24/25
Mit dem Einzug des Frühlings ist auch die Grippesaison mehrheitlich überstanden. Ein erfreulicher Fakt, zumal es der Winter 2024/2025 in sich hatte: «Die Daten aus den verschiedenen Meldesystemen deuten insgesamt darauf hin, dass die aktuelle Grippewelle grösser ist als letzte Saison und vergleichbar zur Saison 2022/2023», schreibt das BAG auf Anfrage von blue News.
Allerdings seien die erfassten Fallzahlen beeinflusst durch die tatsächliche Zirkulation der Influenzaviren und durch das Testverhalten. So suche nur ein Teil der an Grippe erkrankten Personen auch einen Arzt respektive eine Ärztin oder ein Spital auf und werde dort auch getestet.
Covid-19-Aktivität auf niedrigem Niveau
Beunruhigend ist die langfristige Entwicklung der Grippezahlen indes nicht: «Bereits vor der Pandemie gab es grössere und kleinere Grippewellen», schreibt das BAG.
Das Ausmass sei hauptsächlich bestimmt durch das Niveau an Immunität in der Bevölkerung am Anfang der Saison sowie durch weitere Faktoren wie etwa das Kontaktverhalten, die genetische Variation der zirkulierenden Influenzaviren oder meteorologische Bedingungen.
Während die Grippewelle abklingt, ist die Covid-19-Aktivität gemäss BAG weiterhin auf niedrigem Niveau. Die global neu auftretende Sars-CoV-2-Variante LP.8.1 werde auch im Schweizer Abwasser nachgewiesen.
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