Spaziergangs-Forscher

«In Zukunft werden mehr Menschen spazieren gehen»

dpa

21.4.2020

Spaziergänge liegen zurzeit im Trend.
Source: Getty Images

Spazieren, Flanieren, Wandern sind die Sportarten der Stunde. Der Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar geht davon aus, dass der coronabedingte Trend auch nach der Krise anhält.

Der Spaziergangs-Forscher Bertram Weisshaar geht davon aus, dass der derzeitige coronabedingte Trend zum Spazierengehen auch nach der Krise anhält. «In der Zukunft werden mehr Menschen spazieren gehen als in den letzten Jahren», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Der Spaziergangs-Forscher hofft daher, dass Gehwege auch in der Kommunalpolitik einen grösseren Stellenwert bekommen – und sich die Verantwortlichen stärker für grössere Parks und breitere Fusswege einsetzen. Es werde derzeit offenkundig, dass die Parks und die Wege für die Fussgänger oft zu klein und ungenügend seien, so Weisshaar.

«Die Schönheit darf mal zweitrangig sein»

Satt Spazierwegen in Parks sei es reizvoll «mal am Stadtrand oder in unbekannten Stadtgebieten herumzustrolchen», so Weisshaar. «Die Schönheit darf mal zweitrangig sein. Die Neugierde kann uns zeigen, wie die Stadt und die Umgebung wirklich sind», so der Buchautor, der geführte Wanderungen gestaltet.

Weisshaar beobachtet, dass aktuell mehr Menschen zu Fuss unterwegs seien als sonst. «Das freut mich.» Das Phänomen hat aus seiner Sicht zwei Ursachen: «Zum einen sind viele andere Freizeitaktivitäten derzeit gar nicht möglich. Zum anderen, ein bisschen poetischer: Wir sind ja alle so ein bisschen eingesperrt, und man erlebt das Rausgehen jetzt als viel bedeutungsvoller.»

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